Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 150, davon 148 (98,67%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 68 positiv bewertete (45,33%)
Durchschnittliche Textlänge 369 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,347 Punkte, 42 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 12.1. 1999 um 07:32:58 Uhr schrieb
Yvy über Abschied
Der neuste Text am 3.11. 2020 um 08:56:21 Uhr schrieb
Schmidt über Abschied
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 42)

am 13.7. 2003 um 15:57:19 Uhr schrieb
diso über Abschied

am 20.6. 2012 um 23:59:11 Uhr schrieb
Benny von Harald-Bräsigheim über Abschied

am 6.5. 2003 um 14:20:22 Uhr schrieb
tequilla über Abschied

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Abschied«

Lockhead schrieb am 31.10. 2000 um 08:24:59 Uhr zu

Abschied

Bewertung: 3 Punkt(e)

Song von Real Conversation

Morgennebelschleier hängt kaum sichtbar überm Gleis
Er überzieht die grellen Farben mit nem Hauch von grau und weiß
Was hinter mir liegt, liegt im Nebel, vor mir ein heller Schein
Ist's die Sonne, ist's der Mond? Es könnten auch die Zugscheinwerfer sein

Der Schaffner kommt ich frag ihn, ob ich hier richtig bin
Er lehnt sich raus und fragt mich, wohin ich denn will
Ich sag: »Ich weiß noch nicht wohin. Ist das denn so wichtig
Und er zuckt nur mit den Schultern. »Na dann sind sie hier schon richtig

Ein Buch mit Lebensbildern
Trag ich fest bei mir
Ein Koffer trockner Farben, die zum Malen nicht mehr taugen
Ließ ich am Bahnsteig stehn
Ein Strudel meine Seele
Ein aufgewühltes Meer
Es liegt ein süßer Duft von Freiheit in der Luft
Und stärker noch von Einsamkeit

Die Freiheit ohne Zorn
Ohne Angst und ohne Groll
Beim Abschied noch zu winken
Gibst Du Herr dem, der glaubt
Der auf Deine Liebe baut
Wenn die Türn zur Abfahrt schließen
Mit Tränen im Gesicht
Vertrau ich immer noch auf Dich
Und drauf, dass ich einmal versteh
Wenn ich durch Deine Augen seh

Ich sehe Licht in den Fenstern wenn ein Dorf vorüberfliegt
Ich ahn die Menschen in den Husern, seh sie grad zur Arbeit gehn
Wie sie das Licht im Hausflur löschen, die Tür ins Türschloss ziehn
Und weiß, ihr Schlüssel wird noch passen wenn sie am Abend wiederkehrn

Menschen mit strahlenden Gesichtern, die sich in den Armen liegen
Der Zug fährt an und jemand wartet schon am nächsten Ziel
Dort, wohin ich fahre, wird niemand am Bahnsteig stehn
Wenn ich vom Wagen steige gibt es kein Wiedersehn

Bäume die fällt man
Sie wurzeln zu tief
Um sie wieder auszugraben, wenn sie nach vielen Jahren
Neuem im Wege stehn
Das Rattern der Räder
Ein trauriger Gesang
Er trägt mich sanft mit fort, es ist nicht fern, er kennt den Ort
In mir, wo ich zuhause bin

Die Götter unsrer Zeit
Stehn immer schon bereit
Ein Netz um uns zu weben
Sie werden nur noch ziehn
Wenn wir die Maschen sehn
Sind wir längst in ihren Händen

Die Freiheit ohne Zorn
Ohne Angst und ohne Groll
Beim Abschied noch zu winken
Gibst Du Herr dem, der glaubt
Der auf Deine Liebe baut
Wenn die Türn zur Abfahrt schließen
Mit Tränen im Gesicht
Vertrau ich immer noch auf Dich
Und drauf, dass ich einmal versteh
Wenn ich durch Deine Augen seh

toxxxique schrieb am 12.8. 2001 um 13:47:46 Uhr zu

Abschied

Bewertung: 5 Punkt(e)

Im Herbst fuhr ich mit Anna nach Prag.
In Prag betrank ich mich zum ersten Mal in meinem Leben aus Verzweiflung. Wir bestellten uns eine Flasche Wein auf unser Zimmer, und als sie eingeschlafen war, bestellte ich noch eine weitere Flasche, saß dann auf dem kleinen Balkon, in die Bettdecke gehüllt. Ich starrte auf die Altstadt hinab, hinauf zur Burg.

Die Dunkelheit legt sich erst schwer auf den Körper, und sickert dann durch die Kleidung, dringt durch die Haut bis zu den Organen vor und es ist die Stille, die den flüsternden Wahnsinn hinein pflanzt.

Nachts sind die Gedanken unzensiert.Ich wollte weg, und ich stellte mir vor, daß ich meine Arme ausbreiten und zu der nachtblauen Burg hinauf fliegen würde und wenn die Sonne aufging, würde sie meine unsichtbaren Flügel verbrennen und ich selbst auf den Zinnen zerschellen. Ich konnte nicht fliegen und dachte wohl, ich könnte zumindest die Einsamkeit ertränken, denn am nächsten Morgen erwachte ich auf dem Boden neben der Toilette, mein Kopf schmerzte und Anna starrte mich vorwurfsvoll an.

Sie brachte mir Orangensaft und Aspirin.
Du siehst krank aus.“
Ich war krank.
Mein Kopf war in den Wolken und meine Füße im Morast.

Sie liegt auf dem breiten Doppelbett des, für unsere Verhältnisse, luxuriösen Hotels und raucht, bläst Ringe an die Decke. Ihr nackter Körper sieht seltsam leblos und schwer aus, ihre Fußnägel sind grellrot lackiert, und plötzlich überfällt mich ein Ekel, und ich muß die Augen schließen, ich möchte anfangen zu schreien und schreien, bis das ganze Hotel zusammen bricht, ich möchte los ziehen und alle Häuser dieser verdammten Stadt niederbrennen, und dann möchte ich sie zum Schweigen bringen, ich will ihr die Kehle durchschneiden, ich will diesem plappernden Gör mit ihren dummen roten Fußnägeln, ihrem sinnlosen Geschwätz ein Ende bereiten, und ich frage mich, warum ich überhaupt mit ihr weg fahren mußte.

Aber dann lasse ich es doch lieber bleiben.
Wir blieben noch einige Tage in Prag. Wir gingen zu dem alten jüdischen Friedhof, ich stand sprachlos vor dem Chaos der übereinander aufgetürmten Schichten von Grabsteinen, suhlte mich in Selbstmitleid während Anna mich durch die Straßen der Altstadt zerrte, voll mit einer Begeisterung, die mich nicht mehr berührte.
Nachts dann ihr warmer Atem in meinem Nacken.
Mein Körper blieb taub gegen sie.

Wir besichtigten die Sehenswürdigkeiten der Stadt, aber ich erinnere mich nicht mehr daran. Das Essen schmeckte mir nicht, und der Wein diente nur dazu, mich in einem einigermaßen erträglichen Zustand zu halten.

Schließlich beschlossen wir zurück zu fahren.
Auf der Heimfahrt im Zug konnte ich nicht länger verbergen, daß das, was zwischen Anna und mir gewesen war, vorbei sein mußte.

Wir müssen uns trennen. Ich will dir nicht weh tun müssen, verstehst du das ?“
Sie verstand es nicht.
Ich will nicht, daß du noch länger auf mir herum trampelst, und ich wollte ohnehin nicht so tief in diese Geschichte hinein geraten.
Ich will ein anständiges Leben, ohne Probleme.
Du brauchst Hilfe, verstehst du, professionelle Hilfe. Ich werde mich da nicht hinein ziehen lassen, also sieh verdammt noch mal selbst, wie du zurecht kommst.“
Ihr Mund wird trotzig, während sie spricht.
Ich sage zuerst gar nichts darauf.
Eigentlich beende ich das, aber vielleicht ist es besser für sie, wenn sie das Gefühl hat, daß sie selbst einen Schlußstrich unter unsere gemeinsame Vergangenheit zieht.
Das reicht ihr aber nicht.
Du bist egoistisch, dumm und egoistisch. Du denkst nur an deinen eigenen Vorteil. Wie es mir dabei geht interessiert dich überhaupt nicht.“
Sie starrt mich voll Verachtung an. Ihr Stimme klingt zornig, aber ihre Augen spiegeln eine Trauer wieder, die ich nicht erwartet habe. Ich kann nichts sagen. Wahrscheinlich hat sie recht. Ich lehne mich in dem überheizten Abteil zurück, in dem wir glücklicherweise alleine sind, und fixiere einen Punkt knapp über ihrem Kopf, eine Unebenheit in der Abteilwand, wo das Holz verfärbt ist, ich starre auf diesen Punkt und versuche gar nicht zu denken.
Du hast vollkommen recht.“ sage ich schließlich tonlos und irgendwie tut sie mir leid, mein kleines, hitziges Mädchen mit den tausend ungelebten Träumen in ihrem hübschen Kopf, aber ich kann nichts tun, ich kann überhaupt nichts dagegen tun.
Es gibt keinen Grund für meine Gleichgültigkeit, es ergab auch keinen Sinn, daß ich mir ausmalte, wie es sich anfühlen würde, ein langes, stahlblitzendes Messer von unten, am Rippenbogen beginnend, nach oben Richtung Herz zu stoßen.
Ich denke, ob sie stark zucken würde.
Ich will dich nie mehr wieder sehen . . . “ sagt sie am Bahnsteig.

dragan schrieb am 16.1. 1999 um 00:45:07 Uhr zu

Abschied

Bewertung: 3 Punkt(e)

Zu diesem Thema schreiben nicht besonders viele Leute was. Weil die, die was schreiben könnten, haben wahrscheinlich vor lauter Depressionen keine Lust.

Jens schrieb am 13.1. 1999 um 22:42:20 Uhr zu

Abschied

Bewertung: 3 Punkt(e)

Jeder neue Tag ist ein Abschied...
Der Abschied von dem Tag den du gerade lebst.
Der Abschied von dem Tag den du einschlafend beendest.
Der Abschied von einem weiteren Tag deines Lebens.

Penelope schrieb am 5.2. 2001 um 08:46:30 Uhr zu

Abschied

Bewertung: 2 Punkt(e)

Am dreißigsten Tag, nach dem Tod meines Fürsten, als die Zeit der Opfer und Leichenspiele vorüber war und keiner mehr fragte, was nun mit mir der Herrin, geschehen werde, legte ich meine Sandalen ab, zog den Schleier tiefer übers Gesicht und verließ kurz vor Mitternacht, während die Dienerschaft schlief, die Burg durch den rückwärtigen Ausgang. Einzig unsere Wachhunde bemerkten mich, sprangen wedelnd heran und begleiteten mich eine Weile durchs Dunkel, bis ich ihnen zurückzubleiben befahl. Dann quetschte ich mich durch die längst ausgekundschaftete Mauerlücke hinter dem Stall und stand, auf einmal überraschend allein, jenseits der Umfriedung unter einem Himmel wild dahintreibender violetter Wolken. Ein solcher Himmel konnte nichts Gutes verheißen. Dennoch war ich entschlossen, von diesem Augenblick an meinen Namen zu vergessen und eine Fremde zu sein.

Einer schrieb am 24.3. 2002 um 09:06:15 Uhr zu

Abschied

Bewertung: 1 Punkt(e)

Etwas was man in den Assoziations-Blaster steckt, sieht man wahrscheinlich niemals mehr wieder. Bei einem Tagebuch kann man nachlesen, was man an einem bestimmten Tag über bestimmte Sachen gedacht hat. Der Assoziations-Blaster läßt deine Gedanken in einem riesigen Ozean von Gedanken verschwinden. Deine Gedanken werden ganz unbedeutend in diesem allesverschlingenden Moloch namens Assoziations-Blaster.

Kaum werde ich in 10 Jahren gezielt nachlesen können, was mir heute, am Sonntagmorgen, zum Thema Abschied eingefallen ist und deshalb:

Lebe wohl, Posting! Lebt wohl, Gedanken vom Sonntag, dem 24. März 2002! Ich werde euch wahrscheinlich niemals mehr sehen! Macht es gut und hoffentlich trefft ihr wenigstens auf nette Leute. *schnief*

Goethe schrieb am 10.8. 2001 um 14:20:48 Uhr zu

Abschied

Bewertung: 1 Punkt(e)

Der Abschied

Laß mein Aug den Abschied sagen,
Den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen!
Und ich bin doch sonst ein Mann.
Traurig wird in dieser Stunde
Selbst der Liebe süßstes Pfand,
Kalt der Kuß von deinem Munde,
Matt der Druck von deiner Hand.

Sonst, ein leicht gestohlnes Mäulchen,
O wie hat es mich entzückt!
So erfreuet uns ein Veilchen,
Das man früh im März gepflückt.

Doch ich pflücke nun kein Kränzchen,
Keine Rose mehr für dich.
Frühling ist es, liebes Fränzchen,
Aber leider Herbst für mich!


Hamsta schrieb am 20.4. 2000 um 17:42:01 Uhr zu

Abschied

Bewertung: 2 Punkt(e)

Bei jedem Abschied von ihm kommen mir die Tränen aber wenn wir uns eine Zeit lang nicht gesehen haben ist das Wiedersehen um so schoener!

Einige zufällige Stichwörter

Frauen-fahren-Lkw
Erstellt am 13.12. 2019 um 09:12:28 Uhr von Robert , enthält 216 Texte

mediation
Erstellt am 8.3. 2002 um 12:51:27 Uhr von zeugmat, enthält 10 Texte

Buñuel
Erstellt am 15.9. 2010 um 14:41:01 Uhr von @.☂ 123☎㕣(© dpå) , enthält 7 Texte

Leopardenmuster
Erstellt am 3.2. 2012 um 20:39:46 Uhr von christine, enthält 2 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,0595 Sek.