Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 335, davon 321 (95,82%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 140 positiv bewertete (41,79%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 7.1. 1999 um 13:40:06 Uhr schrieb
Dragan über Computer
Der neuste Text am 2.6. 2021 um 18:06:55 Uhr schrieb
Christine über Computer
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 101)

am 3.12. 2002 um 21:02:24 Uhr schrieb
moemix über Computer

am 2.9. 2005 um 23:55:01 Uhr schrieb
11eoJ über Computer

am 5.4. 2007 um 22:04:40 Uhr schrieb
Fön über Computer

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Computer«

Lex schrieb am 1.8. 2000 um 11:17:21 Uhr zu

Computer

Bewertung: 5 Punkt(e)

Last secret
von Lex

Computer werden in Kürze in Gigahertz takten, Raumstation Alpha ist auch schon in Fähren verladen, die nur noch auf gut Wetter warten, und selbst der alle erlösende Impfstoff wird -nach den üblichen Machtgerangeln der obersten Etagen der Pharmakonzerne - bald in kleinen teuren Fläschchen auf den Markt gelangen.
Das Leben hat hohen Stellenwert, ist längst nicht mehr Bürde, sondern eine spaßige Zeit vor dem Tod. Alle haben jetzt alle Möglichkeiten. Das Individuum ist höchste Maßeinheit. Nie hatten Mopeds mehr Hubraum, und nie waren Flaschenöffner so gut designed.
Die Welt ist vermessen und in Quadranten eingeteilt, die kleiner sind als der Deckel ei-ner Colaflasche. Religionein langer mühevoller Wegist endlich überwunden. Auch Europäer stehen neuerdings sich selbst nicht mehr im Weg. Die alten Zöpfe sind gekappt, die Haare werden mit Schauma gewaschen; täglich, wenn`s sein muß.
Gelebt wird nämlich heute, hier und jetzt.
Die letzten Bremser dieser schönen neuen Welt durchlaufen glücklicherweise gerade ihre Pflegeheimphase. Ein paar Jahre noch, und es gibt nur noch moderne Menschen. Die Überlegenheit ist unübersehbar. Denn niemals wurden Hochhäuser höher gebaut, niemals Brücken weiter gespannt und nie zuvor produzierte man Nahrungsmittel so effektiv. Der genetische Code ist entschlüsselt, die höchste Primzahl auch bald ermittelt und die Dinge sind nun schon so weit, daß Wissenschaftler darüber grübeln müssen, über was sie über-haupt noch grübeln könnten.
Die letzte unbekannte Größe ist lediglich die Anzahl derer, die momentan vor ihrem laufenden TV-Gerät verwesen.

Tarzan schrieb am 30.4. 2000 um 18:20:30 Uhr zu

Computer

Bewertung: 12 Punkt(e)

Wenn Betriebssysteme Fluggesellschaften wären

DOS-Airlines
Alle schieben das Flugzeug an, bis es abhebt, dann springen alle auf und lassen das Flugzeug trudeln, bis es wieder auf den Boden schlägt. Dann schieben wieder alle an, springen auf...

DOS-mit-Qemm-Airlines
Genau wie bei DOS, nur ist nun mehr Platz für die Füße beim Anschieben.

MAC-Airlines
Alle Stewards, Stewardessen, Piloten, Gepäckträger und Ticketverkäufer sehen gleich aus, bewegen sich gleich und sagen das gleiche. Wenn man nach Details fragt, bekommt man immer die gleiche Antwort: Das müsse man nicht wissen, und es laufe schon alles richtig. Man sollte also lieber still sein.

Windows 3.x-Airlines
Das Flughafen-Terminal ist schön bunt, die Stewardessen und Stewards freundlich. Man gelangt ohne Probleme an Bord, ein reibungsloser Start - plötzlich und ohne jegliche Verwarnung stürzt dann das Flugzeug ab.

Windows95/98-Airlines
Das Flughafen-Terminal ist bunter den je. Die Mannschaft superfreundlich. Um allerdings ein Ticket zu kaufen muss man vorher einen Fragebogen ausfüllen, in dem Daten wie Familienstand, Anzahl der bisherigen
Geschlechts-Partner, Mitgliedschaft in politischen Vereinigungen usw. eintragen muß. Hat man dies getan, so
findet auch ein Blinder alleine den Weg ins Flugzeug. die Maschine rollt an, hebt ab - und stürzt wegen
Überladung auf das Flughafengebäude.

OS2-Airlines
Um an Bord des Flugzeuges zu kommen, muss man sein Ticket zehnmal stempeln lassen und in zehn
unterschiedlichen Schlangen anstehen. Dann füllt man ein Formular aus, in dem man angeben muss, wo man sitzen möchte, und ob der Sitzplatz wie in einem Schiff, einem Zug oder einem Bus aussehen soll. Wenn es einem gelingt, an Bord zu kommen und wenn das Flugzeug tatsächlich vom Boden abhebt, hat man einen wunderbaren Flug... außer, wenn die Höhen und Seiten-Ruder einfrieren. In diesem Fall hat man jedoch noch genügend Zeit, sich auf den Absturz vorzubereiten.

Unix-Airlines
Jedermann bringt ein Stück des Flugzeuges zum Flughafen mit. Alle gehen auf die Startbahn und setzen das
Flugzeug Stück für Stück zusammen. Dabei diskutieren sie fortwährend, welche Art von Flugzeug sie gerade
zusammenbauen.

VMS Airlines
Megacarrier mit weltweiter Ju52-Flotte. Passagiere streiken zur Zeit gegen Umstellung auf moderneres
Fluggerät. Spezialisiert auf Formationsflug in kleinen Gruppen mit spektakulären Crashmöglichkeiten.

NT Airlines
Alle gehen auf die Startbahn, sagen im Chor das Passwort und bilden die Umrisse eines Flugzeugs. Dann
setzen sich alle auf den Boden und geben Geräusche von sich, als würden sie wirklich fliegen.

Linux Airlines
Wir sammeln die Teile des Flugzeugs, die wöchentlich in einer Illustrierten als Bastelbogen erscheinen, schneiden sie schön zurecht, kleben sie alle zusammen und malen sie dann noch bunt an. Dann starten wir das Flugzeug und hoffen, daß es bei einer Ozeanüberquerung nicht ins Wasser fällt und die Pappteile sich dabei auflösen. Benutzen wir NFS, kann man auf den Ozean verzichten, um das Auflösen hervorzurufen. In diesem Fall entstehen auch keine Zeugen des Unglücks, Sitze und Passagiere lösen sich vorher in Nebel auf.

Solaris 2.3 Airlines
Wir besteigen das wartende Flugzeug, werden von dem netten Flugpersonal begrüßt und nehmen bequem
Platz. Das Flugzeug startet normal, aber in ca. 1000m Höhe stellen wir fest, dass Piloten und Stewardessen
soeben mit einem Fallschirm abgespungen sind, ohne uns vorher zu warnen. Leider sind auch keine weiteren Fallschirme an Bord und der Autopilot ist direkt auf den Südpol eingestellt. Der Versuch man autopilot in den Bordcomputer einzugeben, wird von diesem freudig mit einem Shutdown started begrüßt. Danach setzt sich
automatisch der Bordfilmprojektor in Gang und während wir uns in den Sinkflug versetzt fühlen, erfreut uns
dieser mit Dr. Seltsam - oder wie ich lernte die Bombe zu lieben.

IRIX Airlines:
Das Flugzeug ist sehr wohlgeformt ('designed') und bunt, die Stewardessen gutaussehend und der Pilot wirkt sehr adrett. Man weist uns höflich unsere Plätze zu, sofort beginnen nette Filmchen zu laufen und lenken uns vom eigentlichen Geschehen ab - hoppla, da sind wir ja schon gestartet! Auf die Frage, ob man denn auch ein anderes Programm sehen könnte, weist die Stewardess freundlich lächelnd darauf hin, dass das zwar prinzipiell möglich sei, man dazu jedoch die Verdrahtung der Fernbedienung ein wenig modifizieren müsste. Von gelegentlichen Programmstörungen abgesehen, verläuft der Flug ruhig, so dass wir entsetzt Auffahren, als der Pilot uns kurz vor dem Aufschlag auf arktischem Packeis mitteilt, daß leider der Sprit alle ist.

IRIX 5.2 Airlines
Sie schlagen auf dem Packeis auf, das Flugzeug explodiert und sie werden wie durch ein Wunder unverletzt ins Freie geschleudert. Bei Windstärken von 200 km/h und Außentemperaturen von -30 Grad kriechen sie über das Eis, verlieren bei einem Pinguinangriff noch das linke Bein und können sich in ein Iglu schleppen. Innen erwartet sie ein kaltes (was denn sonst?) Buffet, sie befinden sich plötzlich sicher im Tokio Airport und stellen fest, dass sie die ganze Zeit mit einer fantastischen Flugsimulation unterhalten worden sind. Ihr Gepäck wurde schon ins Hotel gebracht, bis auf einen kleinen Koffer, auf dem aus Versehen nroff draufstand.

SINIX-Air
Die Gäste nehmen im Flugzeug Platz, in dem etwa nur die Hälfte der normalen Plätze vorhanden sind. Der
restliche Platz ist mit allerlei Zubehör vollgestopft wie Fallschirm und Schleudersitz für jeden Gast. Dafür bezahlt der Fluggast etwa das doppelte des regulären Preises, aber wo SINIX draufsteht, ist auch SINIX drin. Kurz vor dem Start müssen alle Passagiere wieder aussteigen, weil sofort noch ein paar notwendige
Verbesserungen eingebaut werden. Nach einer kurzen Dauer von etwa zwei Tagen können die Passagiere wieder Platz nehmen. Kurz vor dem Start müssen... (etc, etc)
Nachdem diese Prozedur etwa 20-50 mal wiederholt worden ist, stellt die Flugaufsicht fest, dass der Flugzeugtyp total veraltet ist und sofort ein neues Modell bestellt werden muss. Das gibt's zwar erst in ein paar Monaten, aber dafür können sofort wieder 20-50 Verbesserungen eingebaut werden...

NeXTair (NeXTAIR, NEXTAIR - sie wechseln öfter mal den Namen) Die Passagiere kaufen ihre Tickets (mit einem Bild des Präsidenten auf jedem) und werden mit Bussen zur Intel Aerospace Inc. gefahren, um dort ihr Flugzeug auszusuchen. Einmal darin, finden sie perfekte, wohlgeformte Sitze vor, jeweils mit eigenem Monitor, Telefon und Fax sowie Videospiele. Sie beginnen sich richtig wohlzufühlen, als plötzlich eine Stewardess erscheint. Auf die Frage nach einem Essen verteilt sie nur 3 der 7 Zutaten und sagt: »Kann das hier denn niemand selber zubereiten

samba schrieb am 22.5. 2000 um 19:09:52 Uhr zu

Computer

Bewertung: 10 Punkt(e)

»Ein Computer gibt Dir schneller als jede andere Erfindung der Menschheit die Möglichkeit, viele Fehler zu machen, abgesehen von Handfeuerwaffen und Tequila
Mitch Ratliffe

Papierkorb schrieb am 26.4. 2000 um 21:54:24 Uhr zu

Computer

Bewertung: 9 Punkt(e)

Sind Computer männlich oder weiblich?

Um festzustellen, ob Computer nun eigentlich eher männlich oder eher weiblich sind, bildete ein Professor einmal zwei Gruppen
von Computer-Experten. Die erste bestand aus Frauen, die zweite aus Männern. Jede Gruppe wurde gefragt, welches
Geschlecht sie einem Computer zuordnen würden und warum. Dies sollte mit jeweils 4 Punkten begründet werden.

Die Gruppe der Frauen meinte, Computer wären typisch männlich:
1. Um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, muß man sie anmachen.
2. Sie haben eine Menge Daten, aber wissen trotzdem nichts.
3. Sie sollten eigentlich dabei helfen, Probleme zu lösen, aber in der Hälfte aller Fälle sind sie selbst das Problem.
4. Sobald man sich für einen entschieden hat, findet man heraus, daß man noch etwas länger hätte warten sollen, dann hätte
man einen besseren bekommen.

Die Gruppe der Männer meinte jedoch, Computer wären ganz klar weiblich, denn:
1. Keiner außer ihrem Schöpfer versteht ihre interne Logik.
2. Die Sprache, die sie untereinander zur Kommunikation benutzen, ist völlig unverständlich für andere.
3. Sogar Deine kleinsten Fehler bleiben für immer sicher gespeichert.
4. Sobald man sich zu einem entschlossen hat, gibt man seinen halben Lohn für Zusatzkomponenten aus !

e-lector schrieb am 29.4. 2000 um 17:47:57 Uhr zu

Computer

Bewertung: 8 Punkt(e)

Also sprach der Prozessor




Stromversorgung:
He Leute! Aufwachen, der Alte will was von euch!
Prozessor:
Gaehn...was'n los?
Stromversorgung:
Aufstehen...der Alte will was!
Prozessor:
SCHOOON wieder? Na gut. Hier Prozessor. Alle mal herhoeren. Startbereitschaft. Video-chip sofort
Anfangsbild ausgeben.
Video-Chip:
Anfangsbild ausgegeben.
Sound-Chip:
Gibt's was zu tun? Gibt's was zu tun?
Prozessor:
SCHNAUZE! Puffer bitte melden, aber dalli!
Puffer:
Alles ready. Er will was von der Disk haben.
Prozessor:
Disk... Disk... sofort melden.
Diskette (rattert):
Diskette bereit. Sende Daten.
Puffer:
Moment...bin noch nicht soweit.
Sound-Chip:
Kann ich nix tun? Ich mach gern was!
Prozessor:
Halt die Klappe... wir sind doch kein Amiga, dass wir hier mit Multitasking rumfummeln.
Disk:
Na? Was ist denn? Daten bereit.
Puffer:
Jajaja... einen Augenblick!
Prozessor:
Jetzt mach mal hinne, es wird Zeit.
User-Port:
Empfange Daten. Sende sie.
Puffer:
Ja, wer denn noch alles... ich hab auch nur 8 bit!
Disk:
Mir reichts. Ich schick jetzt nen 'Device not present Error'!
Tastatur:
Erhalte Eingabe. Er will ein Programm schreiben.
Prozessor:
Seit doch mal ruhig. RAM. RAM, bitte Empfang bestaetigen.
RAM:
Empfang bestaetigt. Sagt ihm, dass ich schon voll bin.
Prozessor:
Bist du verrueckt? Nach so wenig Daten?
Sound-Chip:
Ich kann ja welche nehmen.
Alle andern:
SCHNAUZE!
Sound-Chip:
Dann eben nicht!
RAM:
Habe wieder Speicherplatz.
User-Port:
Habt ihr irgendwelche Daten fuer mich?
Sound-Chip:
Oh ja... fuer mich auch!
Prozessor:
Klappe... ich blick schon nicht mehr durch! Video-Chip, bitte sofort wirre Daten schicken, zwecks
aufhaengen!
Tastatur:
Er haemmert mir - aua - auf der Escapetaste - autsch - rum!
Prozessor:
Alles klar. Gib ihm ein Ready, Vic!
Video-Chip:
Ok... ready ausgegeben.
Sound-Chip:
Mir ist langweilig.
RAM:
Ich denk, er will programmieren, wo bleiben die Daten?
Tastatur:
Schreib dir doch selbst welche, wenn du kannst.
Prozessor:
Achtung, Soundchip! Hier kommen Daten fuer dich!
Sound-Chip:
Jetzt mag ich nicht mehr.
Prozessor:
Entweder du spielst jetzt, oder du wirst ausgewechselt.
Sound-Chip:
Spiel doch selbst!
Prozessor:
Jetzt sei lieb und spiel!
Sound-Chip:
Mag nicht!
Ram:
Lasst doch diesen Kindskopf...sagt mir lieber, wo ich mit den Daten noch hin soll...hier ist schon alles dicht
gedraengt.
Prozessor:
Hat der Alte das Board nich von V*b*s. Bei dieser Qualität fällt das nicht auf, wenn Du die Daten einfach
auf die andere Datenleitung rüberwirfst.
User-Port:
Hier sind schon wieder ein paar Daten... Ich werfe sie auf den Chipselect für den dritten Bus.
Harddisk:
Leg sie mir in den INT 14, dann flucht der Alte immer so toll, weil er denkt ich bin hinüber.
Streamer:
Selber schuld, wenn er mich seit einem halben Jahr nicht mehr benutzt hat.
Disk:
Ruhe mal, ja... Erst komme ich... ich warte schon eine Ewigkeit.
User-Port:
Halt die Klappe, du ueberkandierte Nudel.
Disk:
Bloeder Datenschieber!
User-Port:
Hupfdohle!
Disk:
Schieber!
Prozessor (schreiend):
ARGH! SCHLUSS! Es reicht! Ich haeng mich auf!
Stromversorgung:
Ganz ruhig Leute...er hat euch schon vor zehn Minuten abgestellt.
Prozessor:
An alle...jede Taetigkeit einstellen und still sein.
Sound-Chip:
Soll ich jetzt nicht mehr spielen?
Alle:
SCHNAUZE!

Liamara schrieb am 6.2. 1999 um 21:50:55 Uhr zu

Computer

Bewertung: 10 Punkt(e)

Die geheime Geschichte der Computer.


Computer gibt es nicht, weil irgendein Wissenschaftler gedacht hat, er würde der Menschheit mit einer neuen technischen Erfindung einen Fortschritt bringen. Nein. Computer wurden aus einem ganz anderen Grund erfunden, und das war so:
Eines Tages wachte Elzebub Denkefein in seinen zerknüllten Laken auf und ihm fiel ein, dass dies der schwärzeste Tag seines Lebens war. Nicht nur, dass ihm gestern gekündigt worden war und er kaum noch Geld hatte, die nächste Miete zu zahlen. Nicht schlimm, dass seine Wohnung eine Bruchbude war, in der die Kakerlaken auf dem Küchenboden Polka tanzten und dass er die meiste Zeit von Hamburgern lebte, weil er keinen Platz hatte, in seine Wohnung auch nur einen winzigen Tisch zu stellen, an dem er hätte essen können. Aber was wirklich schlimm war: er hatte keinen Kaffee mehr. Ohne Kaffee war Elzebub ein Wrack, ein Nichts, ein hirngeschädigter Verrückter, der jeden Moment ausrasten konnte. Er kramte in den Taschen seiner Klamotten, die er gestern auf den Boden geworfen hatte - es waren seine einzigen, aber er war unordentlich und brachte es nicht fertig, sie ein bisschen besser zu behandeln. Doch nirgends fand sich eine Münze, um wenigstens einen Kaffee in der dreckigen Imbißstube um die Ecke zu kaufen. Elzebub raufte sich die Haare. Warum nur vergass er immer, neuen Kaffee zu kaufen? Er sah doch, wann der Vorrat zu Ende war. Er hatte ja schon oft versucht, es in seinen Terminkalender zu schreiben. Doch er schaute nie hinein, weil es der Kalender vom letzten Jahr war, den er eigentlich gar nicht mehr brauchen konnte, aber dieses Jahr war er irgendwie nicht dazu gekommen, einen zu kaufen. Er hatte es auf seinen Wandkalender geschrieben, aber die Spinnweben, die sich inzwischen darauf gebildet hatten, waren so gross, dass er sich fürchtete sie zu beseitigen, weil er sich vor Spinnen ekelte. Elzebub seufzte frustriert. Es müsste eine Maschine geben, dachte er, eine Maschine die mich daran erinnert, Kaffee zu kaufen. Sie müsste in der Lage sein, selbständig zu berechnen, wie lange mein Kaffeevorrat hält, und sie müsste fähig sein, das billigste Angebot zu finden und den kürzesten Weg zum Laden und... Elzebub setzte sich auf, plötzlich elektrisiert. Ja! Eine solche Maschine wäre Gold wert! Nur - so etwas war eigentlich nicht möglich. Niemand hatte je ein Gerät erfunden, das selbständig rechnen konnte. Aber wenn er... Elzebub sprang auf, schlüpfte in seine Klamotten und rannte aus der Wohnung. Doch, es wäre möglich, und er bräuchte nur... und er müsste... wenn er vielleicht...
Wenige Tage später hatte Elzebub alles zusammen, was er zu brauchen glaubte. Ein bisschen Draht, ein paar Glühbirnen, etwas Metall hier, ein paar Kobaltspulen dort... Elzebub baute und bastelte und schraubte und bohrte. Und nach einer Woche hatte er etwas fertig gestellt... einen Kasten, einen rechteckigen Kasten; in der Mitte war eine Glasplatte, unten befanden sich ein paar Drehknöpfe. Elzebub betrachtete seine Erfindung mit Stolz. Sie mochten ihn gefeuert haben, aber sie hatten sich vielleicht ins eigene Fleisch geschnitten. Doch nun fiel ihm etwas ein. Wie sollte er die Maschine dazu bringen, ihm eine Antwort zu geben, wenn er keine Möglichkeit hatte, eine Frage zu stellen? Nach all seinen Berechnungen war dieses Gerät fähig, eigenständig zu rechnen. Doch er konnte es nicht veranlassen, das auch zu tun. Mutlos drehte Elzebub an den Knöpfen. Plötzlich entflammte eine der Glühbirnen direkt hinter der Glasscheibe, und ein verschwommenes Bild erschien. Elzebub starrte darauf. Plötzlich hatte er eine neue Idee. Er vervollkommnete seine Erfindung und nannte sie Fernvision. Aber leider war er seiner Zeit weit, weit voraus. Niemand wollte etwas davon wissen, weil alle den armen Elzebub für einen Spinner hielten. Elzebub fing an, an sich selbst zu zweifeln. Das war ja schliesslich auch nicht, was er hatte erfinden wollen. Doch er gab den Gedanken nie auf, eines Tages ein Rechengerät erfinden zu können. Und er schaffte es. Doch auch jetzt war die Zeit einfach noch nicht reif für einen Computer. Elzebub nannte es übrigens Rech-o-mat. Immerhin konnte er mittels dieses Gerätes seinen Kaffeevorrat berechnen, und ihm geschah es nie mehr, dass er keinen Kaffee zu Hause hatte. Und eines Tages lernte er eine tolle Frau kennen, die er mit nach Hause nahm. Die Frau blieb nicht lange, weil Elzebub trotz des Rech-o-mat kein bisschen ordentlicher geworden war und sie Kakerlaken hasste. Doch sie hatte die Rechenmaschine gesehen, und sie war beeindruckt. Sie arbeitete für ein Unternehmen namens Internationale Beton Maschinen, und sie erzählte ihrem Chef von Elzebubs Erfindung. »Ich meine«, sagte sie, »dass dieses Ding uns helfen könnte, die benötigte Menge von Beton zu berechnen, die für den Bau eines Hauses gebraucht wird.« »Bisher haben wir das auch ohne ein Gerät gekonnt«, sagte der Chef. Doch die Frau liess sich nicht beirren, sie schwatzte so lange, bis der Chef bereit war, sich die Sache mal anzusehen. Und er war begeistert. Nun, um es kurz zu machen, die Sache mit dem Beton liess der Mann ganz schnell fallen, denn er fand das Gerät so gut, dass er es in Serie produzieren liess und Elzebub anstellte. Die Firma wurde umbenannt, und der Chef wurde in aller Welt berühmt. Nur Elzebub, der zum Zeitpunkt des endgültigen Durchbruches der Computer schon ein alter Mann war, der wurde nie erwähnt. Er sah irgendwie zu verrückt aus, dachte der Chef, mit ihm konnte man keinen Staat machen. Also gab er den Computer als seine Erfindung aus und Elzebub erhielt eine stattliche Abfindung. Dafür kaufte er sich eine Wohnung. Elzebub ging es nun gut, auch ohne dass man wusste, dass der Erfinder des Computers eigentlich nur um seinen Kaffeevorrat besorgt gewesen war.

So war das nämlich mit den Computern. Aber diese Version findet ihr in keinem Lehrbuch...

samba schrieb am 22.6. 2000 um 19:30:07 Uhr zu

Computer

Bewertung: 7 Punkt(e)

"Es gibt sechs Milliarden Menschen auf der Welt - und 14 Milliarden Mikroprozessoren.
Wir sind schon in der Minderheit."
(Peter Cochrane, Forschungschef der British Telecom)

www.fz-juelich.de/iff/personen/S.Bluegel schrieb am 18.5. 2001 um 00:48:19 Uhr zu

Computer

Bewertung: 2 Punkt(e)

Bald 100 Millionen mal mehr Speicherkapazität auf der
Festplatte?

Das Experiment aus dem Physik-Unterricht ist bei Lehrern
beliebt und vielen Schülern gut in Erinnerung: Um
Magnetismus «sichtbar» zu machen, legt man Papier auf
einen Stabmagneten und schüttet Eisenspäne darauf. Wie von
Geisterhand geordnet, richten sich die kleinen Teilchen im
magnetischen Feld aus. Doch selbst der beste Physiklehrer
blieb die Antwort auf die Frage schuldig, wie Magnetismus
eigentlich funktioniert. Auch Teilchenforscher konnten
bis vor kurzem mit ihren raffinierten und aufwendigen
Methoden den Magnetismus nur indirekt nachweisen. Selbst
mit dem Blick durchs Rastertunnelmikroskop sah man dem
einzelnen Atom nicht an, wie es magnetisch wirkt.

«Das ist jetzt anders», berichtet Stefan Blügel vom Institut für
Festkörperforschung im Forschungszentrum Jülich in
Nordrhein-Westfalen. Vor kurzem ist es in Zusammenarbeit
mit Hamburger Forschern gelungen, «dass wir magnetische
Strukturen auf der atomaren Skala sehen konnten». Und das
geschah sogar bei antiferromagnetischen Elementen, die
besonders interessant für die
Datenspeicherung sind.

Der 44-jährige theoretische Physiker hatte zunächst ein
Modell dafür entwickelt, wie magnetische Muster auf der
atomaren Ebene aussehen könnten. Für jedes Atom gibt es
eine Ausrichtung - magnetisches Moment genannt. Bei
ferromagnetischen Atomen wie bestimmten Metallen zeigen
diese Momente wie Kompassnadeln alle in die gleiche
Richtung. Anders bei den antiferromagnetischen
Materialien: Hier gingen die Forscher bei extrem dünnen
Schichten davon aus, dass das magnetische Moment einer
Atomreihe entgegengesetzt dem Moment der jeweils
benachbarten Reihe ist. Eine solche Feststellung müsste in
einem speziell eingerichteten Rastertunnelmikroskop zu
sehen sein.

Nach extrem aufwendigen Simulationen an den Jülicher
Computern brauchte Blügel seinen Hamburger Kollegen nur
noch zu erklären, wie sie das Rastertunnelmikroskop
einzustellen haben. Und tatsächlich: In Hamburg wurde ein
Streifenmuster beobachtet. «Das beweist, dass von
Atomreihe zu Atomreihe jeweils entgegengesetzte
Ausrichtungen des magnetischen Moments bestehen», freut
sich der Wissenschaftler.

Im nächsten Schritt soll bewiesen werden, dass bei manchen
Materialien das magnetische Moment in jede beliebige
Richtung zeigen kann. Eines Tages könnte dann - so hoffen
die Forscher - jedes einzelne Atom angesteuert, ausgelesen
und seine magnetische Ausrichtung gezielt verändert werden.
Die praktische Auswirkung von Blügels theoretischer
Forschung wäre, dass jedes Atom genau ein Bit an
Informationen speichern könnte. Der Quantensprung in der
Speicherkapazität von Computerfestplatten wäre gigantisch.
Auf heutigen Festplatten benötigt ein Bit einen magnetisierten
Bereich von rund 100.000.000 Atomen. Könnte jedes einzelne
Atom eine Information speichern, wäre das ein Fortschritt in
der Dimension von 100 Millionen.

Nils the Dark Elf schrieb am 22.3. 2002 um 17:19:05 Uhr zu

Computer

Bewertung: 3 Punkt(e)

Computerstaat

Montag klopft es an der Tür
und Arafat steht neben dir
Dienstag gibt es Probealarm
Paranoia in der Straßenbahn
Mittwoch ist der Krieg sehr Kalt
Breschnew lauert in der Badeanstalt

Donnerstag, du weisst es schon
tausend Agenten in der Kanalisation
Freitag gehört der Mafia
das Ravioli kommt aus Florida
Samstag Abend Irrenanstalt
der KGB im deutschen Wald

Sonntag, da ist alles tot
im Golf von Mallorca der Weltkrieg droht
Stalingrad, Stalingrad
Deutschland Katastrophenstaat

Wir leben im Computerstaat

-- Abwärts

Pfleger schrieb am 23.10. 2000 um 10:11:42 Uhr zu

Computer

Bewertung: 5 Punkt(e)

»So lange die Menschen sich damit beschäftigten, daß sie von Computern beherrscht werden würden sie wenigstens nicht darauf kommen, das sie von Programmierern beherrscht werden

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