Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 274, davon 274 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 159 positiv bewertete (58,03%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 30.10. 2001 um 00:32:07 Uhr schrieb
Grobianismusliga, ehemals Höflichkeitsliga über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga
Der neuste Text am 20.7. 2026 um 21:20:57 Uhr schrieb
Christines Radiomoderator über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga
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(insgesamt: 75)

am 27.6. 2004 um 07:16:37 Uhr schrieb
Höflich über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

am 12.12. 2004 um 23:52:02 Uhr schrieb
Höflich über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

am 6.4. 2003 um 23:26:45 Uhr schrieb
Kotfragment über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga«

Höflichkeitsliga schrieb am 22.11. 2001 um 01:39:44 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 6 Punkt(e)

Liebes Tagebuch,

Es ist grauenhaft, die ganze Zeit dieses elende Zeug wälzen, ich frage mich wie die anderen es schaffen, dreieinhalb Stück muss ich bis Ende März davon Schreiben, gräßlich, und thematisch kommen einem die Dinger auch kein Stück weit entgegen, nun ja, teilweise schon, trotzdem, eine häßliche Aufgabe, heute hatte sich im Zug nach Hause dann auch noch zufällig die Bibliothekarin genau auf die Sitzbank gegenüber gesetzt, zu spät wohl hatte sie mich an meinem Bücherstapel erkannt, sie hat aber das beste aus der Situation gemacht, und einfach die zwanzig Minuten bis ich aussteigen musste die Augen geschlossen um so zu tun als ob sie schlafen würde. Ein gangbarer und geschickter Weg, wie ich meine.
Morgen werde ich die Kündigung in den Briefkasten werfen.

Höfliche Tonne schrieb am 11.11. 2002 um 01:58:04 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 4 Punkt(e)

Jaja, von einem Bekannten, also ich habe mir vor Tagen eine CD aus seinem Abfallkorb gefischt, da ist so ein amerikanischer Cleverlefilm drauf, hat er gemeint kann ich mitnehmen, habe also die Asche von der Cd, eigentlich waren es zwei CDs, gewischt, und in die Jacke gesteckt, aber zu Hause habe ich dann festgestellt, daß ich gar nicht weiß wie das geht, so Filme auf dem Computer abzuspielen, wahrscheinlich brauche ich da einen extra Player oder so, na wurscht, so liebes Tagebuch, ich werde jetzt alle meine Gedanken systematisch ordenen, also ab jetzt, und mehr System in den Alltag bringen, so sieht es nämlich aus, ich werde mir den Tag ganz toll vermessen und herangehen an, ja nämlich, ein großes Problem ist der ökonomische Umgang mit der Zeit nämlich so ist es, es wird eiserne Ordnung herrschen, jawohl, ich werfe eine ganze Menge Unsinn nämlich über Bord, vor allem nämlich werde ich mich nun täglich rasieren, und nicht mehr erst nur zwotäglich, Zigaretten will ich auch nicht mehr rauchen, und das Bier, das gehört auch abgewöhnt, am besten sollte wieder umgezogen werden, in den fremdstädtischen Isolationsknast, weil man in der Einsamkeit ja natürlich am besten zu sich kommt, und nicht wenn man sich gegenseitig immer einen Schwachsinn ans Ohr redet das es zum herzerbarmen ist, wobei das natürlich auch lustig ist, in gewisser Weise, aber die Pflicht muss nun einmal die Neigung freundlich überreden, daß sie doch nun mal überhaupt nichts zu melden hätte hier...
EIN EISIGES ZEITALTER BEGINNT!

Höflichkeitsliga schrieb am 6.6. 2002 um 14:52:52 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 4 Punkt(e)

Ja huah, gerade wieder voll lustig, Spaß am Donnerstag, alda, höh höh, ey ich so am U-Bahn-Zeitschriftenkiosk, nehm mir so voll die Frankfurter Allgemeine Zeitung, und sach noch zu der Verkäuferin so: »Ham sie die Konkret, alda?« Und sie so »geh ma kuckn« und kuckt nach und tut so suchen bei den Kulturjournalen, und ich denk mir noch, »ja kloar ey, da steeht die alder, richtig, voll«, und freu mich schon voll geil, áber dann kommt die Verkäuferin mit so Zeitschrift nach vorne und will die mir hinlegen, und ich kanns kaum fassen weil ich schon das titelblatt seh, und die Leute hinter mir die jetzt schon anstehen sehen das auch, und ich denk mir so »ja alder, das kann doch man jetzt überhaupt nich wahrsein, das kannsdu voll vergessen«, UND ICH SAG SO: »KON-KRET, ALDA, KON-KRET, NICHT COUPÉ!!!!!!!!«, und sie so »HUCH«, und tut das dann zum Glück schleunigst weglegen, und findet dann doch noch die Zeitschrift die wo ich eigentlich gewollt hatte, und ich so »PUH, na zum Glück«, und denk mir noch »Ja, Coupé alder, das wär mal ungewöhnlich, und die Selbstverständlichkeit mit der die mir das hingelegt hat, krassus alder, Lizinius Krassus!«.
Joa, aber jetz is wieder gut, weil, da stehen das Monat wieder voll die lustigen Sachen drin, so etwa:»Der große Bluff: Negris Empire«, oder: »Schröder/Walser. Politisch Korrekt nach Rechts« (Dabei war das berechtigte Debakel um den neuen Schinken vom Martin Walser ja erst nach redaktionsschluss...), und hach, ich finde das immer voll lustig so Zeitschriften zu lesen die wo die gleiche Meinung ham wie man selbst, das is so wie gestreichelt werden, joa klar!

Bis bald, alder!

Höflichkeitsliga schrieb am 8.1. 2004 um 23:34:25 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 10 Punkt(e)

Heute wieder blödes Mißgeschick:
Im Treppenhaus, schon den Triumph wähnend, als mir Schritte entgegenkommen, es sind sicher die Studenten, denn das ganze Haus ist voll von Studenten, was würde ich darum geben, in einem Haus voll mit stolzen Osmanen zu wohnen, »alda, Arslan!«, aber nix, nur Studentenbeutel aus wasweißich, vermutlich Niedersachsen, die mich, den Freundlichsten aller Menschen, der ich gerne die Freundlichkeit bis zum Ätzenden treibe, und mir manches darauf auch einbilde, kurzum, ich wurde von den entgegenkommenden Studenten auf der Treppe trotz freundlichsten Zuvorkommens bis dato nie gegrüßt, heute also, Schritte von oben beim hinaufgehen, ich denke mir, »Aaah! Die Studenten!«, reibe die Hände und setze eine besonders teilnahmslose Miene auf, und tatsachlich, drei, vier Studenten und Studentinnen kommen im Abstand je eines dreiviertelten Treppenabsatzes vorbei (Die Studenten sind, so scheint es, heute wohl in Ausgehlaune!), und ALLE sagen »Hallo«, ICH jedoch, was für ein GROßER Moment, einfach vorbei, Blick nach vorn, Mundwinkel in der strengen Horizontalen, und als die letzte Studentin, die allerletzte Studentin, an mir vorüber ist, und ich schon meine Wohnungstür aufsperre: passiert das schreckliche, was meinen ganzen schönen Triumph (den ich eigentlich schon mit vielen goldenen Wagen auf der Straße des 17. Juni abhalten wollte!) zerstören, zernichten sollte: durch einen Ungeschickten, äußerst ungeschickten Handgriff beim Schließen der sehr, bei der allzu leichtgängigen Tür, bei einem törichten Handgriff, etwas, nur etwas zu schwungvoll in der Art, fällt diese mit Getöse, laut krachend, knallend, ins Schloss!!! Ich erstarre! »Nein, nie! Ausgerechnet DU! Tür! Et tu porte? War ich nicht wie ein Vater für dich?«. Der ganze Eindruck ist hin. Die Studenten müssen meinen ich hätte einen schlechten Tag gehabt, oder wäre insgesamt ein unzurechnungsfähiger Choleriker. So spielt das Leben.

Wu-gatstahöflich schrieb am 9.6. 2003 um 23:22:10 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 3 Punkt(e)

Heute eingeschlafen beim lesen, so um sieben oder so keine Ahnung, dann ins Bett gelegt, erst um halb elf wieder aufghewcht, war immer noch ein bisschen hell draußen. Doch oh weh, wann ist ein besserer Moment für die böse Schwermut als kurz nach einem Bleischweren Schlaf? Einen gräßlichen Traum hatte ich auch noch, ich hatte geträumt daß ich unter die Kokainhändler gegangen wäre, nur um dann von der Polizei auf einer Insel (!?) verhaftet zu werden, mithin also das Ende aller Berufspläne, ich kann mich bis vor kurz, also ich glaube in den ersten Sekunden des Gerichtstermins bin ich aufgewacht, und dann oh weh! Eine feuchte Warmheit hatte mich eng umschlungen, zwar ist es hier draußen nicht mehr allzuwarm, aber die Hitze von gestern vormittag hält sich immer noch in dieser elenden Wohnung, weil die Mauern von dem Haus ungefähr einen Meter dick sind, na jedenfalls hatte ich im unsanften Schlaf ordentlich geschwitzt, und als ich dann schreckhaft hochfuhr und mich eine lauwarme Brise umspülte, das war ein Moment in dem ich weiche Knie bekam, wie es so oft nach Nachmittags- bzw. Abendschlaf der Fall ist, die warme Luft hatte mich also eng umschlungen, mehr so Todeskussmäßig als Liebkosend, und wir haben uns gedacht: »oh weh oh weh oh weh! O Schlotter schlotter schlotter!«. Dann sind wir erst mal Bier holen. Eigentlich wollten wir nicht mehr so viel trinken gell, aber es scheint, als ob
... ach.

Digger is die Crew schrieb am 7.4. 2004 um 00:10:12 Uhr zu

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Bewertung: 3 Punkt(e)

Ja ihr Kasper, mir doch scheisse.
Ich geh eh im Wintersemester zwecks DottoreErbat endlich zurück nach Mighty Minga, und ihr könnt weiter dümmlich jede Woche auf www.tontransfer.de kucken wo in, oh, im crazy Berlin die coole Party geht du, zum Beispiel nächsten Samstag ins dümmliche Rio, wo immer der Benjamin Stadlober Hof hält, und da wo zum gegebenen Datum die dümmlichen Golden Pudel-DJ's, die mich schon als Anfangszwanziger verzagt hatten wegen ihrem Eklektizismusscheiß, wo die also in diesem Schlauch-Vorraum auflegen, und wieder alle Kreativberufler Mitte zwanzig eintreffen und nichts trinken aber einschnmeißen und sich für Sadomaso Party verabreden, NMV, nicht mein Verein, in mighty Minga geht das anders, denn da ist jeder, wie ich, qua Familientradition reich (Meine Eltern: Vater Zahnarzt mit vielfachem Altbau-Immobilienbesitz in westdeutscher Miethochpreisinnenstadt, Mutter durch Erbschaft Eigentümerin von Hochhaus-Immobilien in günstiger Lage), und da zählt es noch was, wenn man reich ist, was das normalste der Welt ist, ich hasse arme Leute, nein, nicht wirklich, aber Leute die wo mittelviel Geld haben, und sagen daß sie auf Schickimicki nicht können, das sind Arschlöcher, wie Ihr, die ihr Arschlöcher seid, wobei DEIN Vater lieber Dingsbunms, Personalchef bei Bosch ist, und du sicherlich bei der entsprechenden, sicherlich in Aussicht stehenden, Anstellung auf mehr Geld hoffen kannst als ich je, als aus der Familie ausgeschiedener Alkoholiker, von meinen Erzeugern bekommen werde. Aber trotzdem wählst du SPD, was eine Barbarei ist, gut, jetzt mit der Agenda 2010 ist das schon besser geworden, trotzdem nicht mein Verein, NMV, da könnt ihr tausend mal dümmlich im dummen Rio herumstehen, du und der Stefan, oder in diesem blöden S-Bahnbogen bei der Jannowitzbrücke, und sagen: »Oh, ich mag Elektromusik, weil die schöne Melodien hat!«, wo ich doch viel lieber die Proletenmädchen mit den dicken Titten im Polar-TV oder im Sternradio bestaunt hätte, aber das ist jetzt vorbei, der Ohrenarzt sagt daß das nicht geht, und wegen euch Ärschen musste ich die ganze Zeit in so Kasperklitschen hängen, mit so Vorgartenbitches, die zwar nicht aus der Gosse kommen, aber von denen auch niemand wirkklich REICH ist, und was DAS bitte bringen soll, das will ich euch jetzt hiermit fragen..., und auch wegen der Musik, das beste musikalische erlebnis hier jetzt war im Sommer 2002, wo Justus Köhncke im Maria Metro Area-oder wie das heißt- Platten aufgelegt hatte, das war visionär, gut, für Menschen, und nicht so ein Scheiß wie wenn man im dummen Golden Gate neben der Propangasheizung sitzen muß und der dümmliche Discjockey Human League und Daft Punk auf seinem dummen Teller dreht.
Ich ziehe mich hiermit ins private zurück. Mighty Minga!
(Text nach Diktat per E-Mail versandtl. Freundschaften gekündigt.)
(Text nach Diktat per Mail versendet, Freundschaften gekündigt...)

Höflichkeitsliga schrieb am 18.1. 2002 um 01:35:47 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ernsthaftigkeit. Vorneweg, wenn ich sagen würde, ich wäre ein offensiver Liebhaber jeglicher Normalität, dann wäre das zum einen geklaut, und zum anderen natürlich etwas problematisch, denn immer wenn man es sich hübsch gemütlich gemacht hat kommen die dummen Goten oder die Parther und bedrohen das römische Imperium, von wirtschaftlicher Misere ganz abgesehen. Wenn du dich also in den Zug setzt, und durch die Bundesrepublik fährst, sagen wir, im Winter, dann wird dir bewußt, wie wenig der Limes im Endeffekt doch von Nutzen war. Also nicht daß wir uns falsch verstehen, ich rede hier nicht von Jet-set und dergleichen, aber wenn man zulange vor Ort bleibt, dann fällt immer alles auseinander, deshalb sollte man möglichst immer in Bewegung bleiben, schon um keine Zielscheibe für die Goten abzugeben.

Höflichkeitsliga schrieb am 27.6. 2002 um 01:20:34 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 3 Punkt(e)

Liebes Tagebuch,


Die Zeit zeitigt derzeit (ho ho) mystisches und mystischstes, eben vorhin auf dem Teppich, vor dem Einzug neu verlegt, die Tageszeitung lesend, fiel mir ein langes rötliches, meiner Einschätzung nach gefärbtes, Haar auf, just von der selben Art, wie ich schon mehrmals eines an verschiedenen Stellen des Zimmers in den letzten Wochen vorgefunden hatte! Das Problem hierbei: Mein Haar ist eigentümlicherweise weder rot noch dermaßen lang, und ich hatte bisher in dieser meiner neuen Wohnung noch keinen Damenbesuch, der hier solcherartige Haare hätte verlieren können. Ich grusele mich ein wenig. Überdies, vorgestern wollte ich nur kurz nachsehen in meiner kleinen bebilderten Kunstgeschichte, ob denn Michelangelos Deckenbemalung der sixtinischen Kapelle dort abgebildet wäre, ich schlug das Buch ohne einen bösen Gedanken an einer zufällig gewählten stelle auf, und zu meiner größten Überraschung, fand ich eben jenes wonach ich gesucht auf der erstbesten Seite die ich nun aufgeschlagen, worüber mich nun ebenfalls ein kleiner Gruselschauer überkam. Ist die Welt aus den Fugen? Jedenfalls sollte ich mit dem Rauchen aufhören, zu groß die Befürchtung daß dies noch ein schlimmes Ende nehmen könnte... Aber der Alltag ist trist, liebes Tagebuch, sehr trist, ich werde diesen Ort abermals verlassen, hoffentlich schon zum nächsten Herbst, um ins Weltoffene Wandsbek zurückzukehren. Man sieht sich also,

deine Höflichkeitsliga

höflich schrieb am 14.5. 2004 um 19:23:02 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 3 Punkt(e)

ER IST WEG!!!!!!!!!
ER SCHEINT WIRKLICH WEG ZU SEIN!!!!
ALLEEEEEEER! WIE GEIL ISTDAS DENN DUUUUU????!!!!
WEEEG! EINFACH WEEEG!!!!!
Zugegeben, so ganz sicher bin ich mir nicht, ich meide die Stille, noch mehr seitdem ich Anhaltspunkte habe daß er weg sein könnte (nicht auszudenken, wenn es sich als Irrglaube herausstellt!), aber heute morgen im Bett gelegen, also aufgewacht, und ich so »nanu, irgendwas fehlt! Stimmt, das Quietschen und Röhren! Oh jaaa! Oh oh oh!!!! Schnell aufstehen bevor es wiederkommt!«. Heute nachnmittag dann dreimal aufs Klo gegangen, und so gut wie nichts gehört, ich so »Also also, wie geil du!!!!!!!!!!!!!!!!!!«, zwischendurch Ohren zugehalten, und was man hört, das ist mir anscheinend nur noch so eine Art erinnerung an den Unsinn, krasssss, das ist so geil, SO GEIL IST DAS WENN DAS STIMMT, heute nacht wird man ja sehen, im Bett, wenn man da nichts mehr hört, dann ist der Scheiß überstanden, die schrecklichste Krankheit die einen überhaupt befallen kann! Ich hab keine Angst mehr, vor nichts, ICH BIN UNBESIEGBAR, gestählt hervorgegangen aus drei Monaten Hölle, ich bin jetzt der universal soldier, bin voll krass, ich will das nie wieder durchmachen müssen, das war das schlimmste! was mir je passiert ist, das darf nie wieder geschehen!
(Ironie der Geschichte: ausgerechnet ein Ragga-Dancehall DJ der über alle Maßen in der Mitte-Kunstgallerie aufgedreht hat, lautstärkemäßig, scheint mich gerettet zu haben! Und ich wollt ihn sogar noch verprügeln! Ich entschuldige mich, und entschuldige mich!)

Höflichkeitsliga schrieb am 12.1. 2004 um 18:45:47 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 6 Punkt(e)

Die neue Wohnung: zwar spottbillig: aber: finster! Eigentlich wollte ich ein Vorderhaus, ist nicht gegangen. Von innen zwar schön, aber das Viertel um den Viktoriapark (Viktoriaaa! Viktooooooooria-a! Viktoria! Viktoria! DüdeldüedeldüdeldüdelDADüüdü!) sieht folgendermaßen aus: Es stehen vieles Häuser um den Park, der in einem Berg gipfelt (dem Namenspatron von Kreuzberg). Häuser, jene, die Häuser sind alle sher groß, aber es ist wenig los, es gibt kaum Büdelchen oder Marktschreier, oder Döneria, oder Eisdiel, sondern nur eine ägyptische Kneipe und zwei drei Schwulenkneipen, wo alte Buben mit Lederkäppi davorstehen und mürrisch den Fußgänger mustern! Und zu den Häusern: sie sind duster und schwer, und starren aus der Jahrhundertwende, scheinen auch gerad unter all dem lutheranischen Zierrat zusammenzubrechen, gräußlichste Wasserspeier die mit Wahnsinnsfratzen auf die Passanten am Gehsteig hinabschaun, Erkerchen und Portikusse an jedem von zweihunderttausend ausladenden Fenstern, Schlußsteine und Tonnengewölbe, Fix und Foxi, Fialen und Krebse, Lolek und Bolek, decorum und diabolum, Kranzgesims und Bimsstein, alles überall auf wenigen Quadratmetern, und so schwarz wie Ruß. Nie würde ich, um mich jetzt richtig zu verständigen, abgedroschen wie ein Gymnasialmittelstüfler sagen, daß alles das, was wo schmückt am Haus, im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB!) geahndet werden sollte! In der Tat bin ich ein Bube des Musters, dem es erst richtig gemütlich wird, wenn es sich schön richtig mustert.
Aber dies und das und jenes ist zu viel, liebe Tante Claudia, lieber Onkel Claudius!
Das gemerkt, wurde uns gleich schwer ums Herz! Jetzt in die U-Bahn steigen, und durch die neue große Bergstraße laufen, DAS wäre es, vorbei an billigen Drogerien, Dönerläden, alles im rechtmäßigen Ziegelneubau, wahre Menschlichkeit, wahre Freiheit! Soundsovielhundertmeter Fußgängerzone zum Bahnhof Altona, am McDonalds vorbei, leuchtend leuchtend, klassich, ganz klassisch! Ein Wort von Goethe auf den Lippen: »Wer jetzt nicht fickt, wird niemals ficken!«, im Wind, der wo das Haar zaust! Wieviel Uhr ist es lieber Bubi? Fünf nach neun! Recht so!

Höflich schrieb am 6.2. 2004 um 01:44:21 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 2 Punkt(e)

Peter: "Ist das hart, ich wollte ein bisschen Abnehmen, und habe vor zwei Wochen angefangen nur noch eine halbe Mahlzeit am Tag zu essen, so 300 kcal am Tag, das ist wenig, und habe zwar auch fünf Kilo abgenommen, und meine Hosen rutschen, aber hatte deswegen, wegen des Nährstoffmangels doch tatsächlich die erste klinische Depression meines Lebens, mit Angstzuständen und allem, und dann Sitzen in der Berliner U-Bahn ja auch lauter verrückte, die die ganze Zeit zittern, und sich mit der Faust auf den Kopf schlagen oder nur im Unterhemd bekleidet mit einer Maultrommel betteln gehen, das waren die reinsten Höllenfahrten, gestern habe ich dann angefangen Kiloweise Weißbrot in mich hineinzustopfen, jetzt ist es wieder gut, und nein, das ist nicht zur Nachahmung empfohlen, das beunruhigendste an der Sache war allerdings, daß dieser tagelange Zustand der Verstimmung sich unerhört viel realer angefühlt hat als dieses normale aber irgendwie ungedeckte Wohlbefinden in dem man sich üblicherweise befindet, auch wenn man hin und wieder ein wenig melancholisch ist, nein, Auszehrung ist kein Spaß... So etwas will ich nie wieder erleben. Interessant war es irgendwo schon, aber ich werde mein möglichstes tun, die Erinnerung daran auszulöschen. Ich bin fortan wieder wunsch- und grundlos glücklich bei 1000Kcal+
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