Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga«
Höflichkeitsliga schrieb am 12.1. 2004 um 18:45:47 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Die neue Wohnung: zwar spottbillig: aber: finster! Eigentlich wollte ich ein Vorderhaus, ist nicht gegangen. Von innen zwar schön, aber das Viertel um den Viktoriapark (Viktoriaaa! Viktooooooooria-a! Viktoria! Viktoria! DüdeldüedeldüdeldüdelDADüüdü!) sieht folgendermaßen aus: Es stehen vieles Häuser um den Park, der in einem Berg gipfelt (dem Namenspatron von Kreuzberg). Häuser, jene, die Häuser sind alle sher groß, aber es ist wenig los, es gibt kaum Büdelchen oder Marktschreier, oder Döneria, oder Eisdiel, sondern nur eine ägyptische Kneipe und zwei drei Schwulenkneipen, wo alte Buben mit Lederkäppi davorstehen und mürrisch den Fußgänger mustern! Und zu den Häusern: sie sind duster und schwer, und starren aus der Jahrhundertwende, scheinen auch gerad unter all dem lutheranischen Zierrat zusammenzubrechen, gräußlichste Wasserspeier die mit Wahnsinnsfratzen auf die Passanten am Gehsteig hinabschaun, Erkerchen und Portikusse an jedem von zweihunderttausend ausladenden Fenstern, Schlußsteine und Tonnengewölbe, Fix und Foxi, Fialen und Krebse, Lolek und Bolek, decorum und diabolum, Kranzgesims und Bimsstein, alles überall auf wenigen Quadratmetern, und so schwarz wie Ruß. Nie würde ich, um mich jetzt richtig zu verständigen, abgedroschen wie ein Gymnasialmittelstüfler sagen, daß alles das, was wo schmückt am Haus, im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB!) geahndet werden sollte! In der Tat bin ich ein Bube des Musters, dem es erst richtig gemütlich wird, wenn es sich schön richtig mustert.
Aber dies und das und jenes ist zu viel, liebe Tante Claudia, lieber Onkel Claudius!
Das gemerkt, wurde uns gleich schwer ums Herz! Jetzt in die U-Bahn steigen, und durch die neue große Bergstraße laufen, DAS wäre es, vorbei an billigen Drogerien, Dönerläden, alles im rechtmäßigen Ziegelneubau, wahre Menschlichkeit, wahre Freiheit! Soundsovielhundertmeter Fußgängerzone zum Bahnhof Altona, am McDonalds vorbei, leuchtend leuchtend, klassich, ganz klassisch! Ein Wort von Goethe auf den Lippen: »Wer jetzt nicht fickt, wird niemals ficken!«, im Wind, der wo das Haar zaust! Wieviel Uhr ist es lieber Bubi? Fünf nach neun! Recht so!
Höflichkeitsliga schrieb am 28.11. 2001 um 01:02:37 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Liebes Tagebuch,
Soso, der Dings hat also die Dings gefickt, ehrlich gesagt, egal ist es mir ja, schließlich kenn ich die Dings ja gar nicht, aber den Dings kenn ich, und einfach so, in diesem Zimmer, während all die anderen Besoffenen da rumhängen, und ich selbst total am Arsch auf dem Sofa derilierend, na ich weiß nicht, also einfach so hingehen, also ich meine daß ist doch keine gute Welt wo die Mädchen sich nach fünf Minuten Gespräch sich einfach den Schwanz reinschieben lassen, ehrlich gesagt, ich finde das zutiefst spießbürgerlich, wie überhaupt der ganz Sexscheiß schon immer die Aura von Kaffeeklatsch und Tod innehate, aber daß würden diese ganzen Narren natürlich abstreiten, ach, die Eltern von dem Dings, der wohnt ja noch zuhause, äh, naja, die denken bestimmt auch die sind flippig, weil die Freundin von dem jenem Dings (ein anderer Dings als der der die anderee gefickt hat) hat ja mal erzählt daß die Mutter von dem Dings, der wie gesagt nicht der Dings ist der die andere da auf der Party (haha) gefickt hat, ihr selbst von diesen Sexspielzeugliebeskugeln erzählt hat, die sie da im Schrank hat, und, hoho, sich dadurch auf der sicheren Seite wähnt. Ich habe ja mal, in dieser bescheuerten Kneipe, gesagt, die Eltern von dem Dings, also die mit dem Sexzeug, das wären Spießer, absolute. Da wurde mir aBER AUFS SCHÄRFSTE WIDERSPROCHEN; SCHLIEßLICH GEHEN DIE BEIDEN IN AKTUELLE Kinofilme, und sind auch sonst ganz locker drauf, ne!
Au weh!
Höflichkeitsliga schrieb am 22.11. 2001 um 01:39:44 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Liebes Tagebuch,
Es ist grauenhaft, die ganze Zeit dieses elende Zeug wälzen, ich frage mich wie die anderen es schaffen, dreieinhalb Stück muss ich bis Ende März davon Schreiben, gräßlich, und thematisch kommen einem die Dinger auch kein Stück weit entgegen, nun ja, teilweise schon, trotzdem, eine häßliche Aufgabe, heute hatte sich im Zug nach Hause dann auch noch zufällig die Bibliothekarin genau auf die Sitzbank gegenüber gesetzt, zu spät wohl hatte sie mich an meinem Bücherstapel erkannt, sie hat aber das beste aus der Situation gemacht, und einfach die zwanzig Minuten bis ich aussteigen musste die Augen geschlossen um so zu tun als ob sie schlafen würde. Ein gangbarer und geschickter Weg, wie ich meine.
Morgen werde ich die Kündigung in den Briefkasten werfen.
Höflichkeitsliga schrieb am 16.10. 2002 um 02:29:20 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Liebes Tagebuch,
Heute war kein guter Tag, aber trotzdem bin ich jetzt frohen Mutes. Jaja. Über den Vor- und Nachmittag brauche ich keine Worte zu verlieren, ich gebe zu, ich bin Student. Nein ich bin Arbeiter, nein, Fabrikbesitzer...haha. hohoho. hihihi. Schlimm: Kunstgewerbekneipe, mit schmiedeeisernen kunstobjekten, aber nicht einmal ambitioniert, sondern halt, naja, und so Glasperlen und Wandbemalungen. Man darf nicht mehr so viel Bier trinken, nein nein. In der Kneipe schlecht geworden, wegen dümmlichsten Kurzfilmen. Die Kiffer haben gelacht. Ich versteh mich gut mit den Kiffern. Hallo! Nicht das sie das jetzt lesen, ich glaube ich habe die Seite mal erwähnt in ihrer Gegenwart. Aber die Kiffer vergessen eh alles immer wieder. Falls nicht, nix fia unguat! Denen braucht man nämlich mit gar keiner Information nicht kommen, alles gleich vergessen. Idioten! Australische Frau ist SemiHippiemädchen. =schlecht. Das dumme bei den schlechten Menschen ist, daß man ihnen nicht zuvorkommen kann, im nicht-leiden-können, weil Sie einen immer schon zuerst nicht leiden können. dann entsteht leicht der Eindruck auf den außenstehenden, daß man sie nur nicht leiden kann, weil sie einen nicht leiden können. Das ist aber falsch. Abneigung gegen Marihuanaraucher heute deshalb wieder zugenommen. Hallo ihr Kiffer! Ich predige keinen Hass, nein nie, nur eine lustige Normalität, die man eigentlich für jedermann einrichten müsste. das sollte so schwer doch nicht sein. Ist es aber natürlich.
Höflichkeitsliga schrieb am 19.10. 2002 um 05:33:19 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
So so so. Das sind ja schöne Neuigkeiten! Weißt du noch liebes Tagebuch, na, du weißt natürlich nicht, weil du damals noch gar nicht auf der Welt warst, aber damals, als ich meinen ALLERERSTEN Text in den Assoziationsblaster geschrieben habe, und zwar über das Wort »Nachbar«? Jaja, da hatte ich mich sehr beschwert, weil mein damaliger Eilbeker Nachbar, mein Wandsbek-Eilbeker Hiphop-Punknachbar mit seinem riesigen schwarzen haarigen Hund, weil der eben nie die hausordnung gemacht hat, was sonst nicht schlimm gewesen wäre, weil ich sie auch nicht, unter normalen Umständen, gemacht hätte, aber in diesem speziellen Fall eben doch, weil hunderte von Tauben das Treppenhaus einfach täglich vollgeschissen haben, und es sooo fürchterlich gestunken hat, das ich nach einmal hausordnung machen wieder ausgezogen bin? Na? Siehste! ABER, das Problem an der Sache ist, das war ÜBERHAUPT KEIN PROBLEM, DAS WAR EIN SCHEISS, ENTGEGEN DIESEM MIST HIER IN DEM ICH MICH BEFINDE, was mache ich heute also, also ich komme von der üblen Austauschstudentenuniversitätsfete zurück, in den vierten Stock, und sehe so schwarzes Zeug auf meiner Türschwelle, also denke ich mir noch »HUCH,«, denke ich mir, »bin ich heute etwa in einen Dreck getreten?!«, und dann seh ich genauer hin, und sehe daß das kein Dreck ist, sondern eine scheißbeschissene Zigarettenasche, und gar nicht mal wenig davon, und ich denke mir, »NA SAUBER!«, und dann macht auf einmal auch dieser Vorfall vor dreieinhalb Monaten Sinn, wo ich innerhalb von zwei Wochen zweimal eine übel stinkende Katzenscheise vor meiner Tür gefunden hatte, wo ich noch gedacht hatte »hmm, das sieht eigentlich ziemlich nach hingelegt aus, aber das kann eigentlich nicht sein, wer würde denn so einen Unsinn machen???«, ABER ABER, ich merke, das hat System, denn die Zigarettenasche ist sehr bestimmt nicht von mir, denn bin ich dumm und asche eine halbe Zigarette ganz und gänzlich vor meine Wohnungstür??? Eben nicht! So, also, und da ich es eben nicht war, muss es jemand anderes gewesen sein, und wenn ich daran denke, daß irgendsoein Spinner da hergeht, und mir meine Türschwelle vollascht, dann bekomme ich gleich wieder so eine Aggression, daß ich demjenigen so ÜBELST die Fresse einschlagen könnte, daß es nur noch ein Spass ist, immer drauf, knack knack zack, und dann noch auf den Wichser eintreten wenn er schon längst am Boden liegt, minutenlang, Nierenquetschung, Schädelbruch, Rippenbrüche, Kieferbruch usw. usf., DAS PROBLEM IST NUR, ich habe überhaupt keine Ahnung wer das gewesen sein könnte, denn eigentlich könnte das jeder sein, der dumme Wichser unter mir, der mich ermahnt hat meine Musik leiser zu drehen (obwohl er selbst seine dümmliche Reggae-Hirnwichse noch viel lauter dreht!), der Unbekannte aus dem zweiten Stock, den ich erst einmal in sieben Monaten im Treppenhaus gesehen habe, oder dieser PSYCHOPATH, dieser Typ der nie grüßt, oder selten, und der immer, als circa dreiunddreißigjähriger, mit einem KICKBOARD (!) das Haus verläßt um Besorgungen zu machen (der hat auch eine Katze, also von wegen dem Katzenscheiss ist das ein heißer Kandidat), und der immer wenn ich das Treppenhaus hinuntereile seine Tür, wenn ich auf der Höhe bin, einen Spalt aufmacht und schnell wieder zumacht (das klingt relativ verdächtig, wahrscheinlich sollte ich ihm so oder so eins aufs Maul hauen, der Fotze!), oder gar diese Deppenfamilie, die im Vorderhaus wohnt, und die mir schon immer so übel in die Kammer schauen kann, die Frau schließe ich jetzt mal aus, die geht auf Krücken, und ist relativ normal, aber der Mann ist ein affenfickender Hippielanghaariger dem stundenlang eigentlich auch schon ohen Grund die Fresse eingeschlagen gehört, und dann haben die noch so eine absolut FETTE Tochter, die in so Kleinkriminellenkreisen verkehrt anscheinend, die immer wenn ich aus dem Haupteingang auf die Straße gehe, an der zwischen Tür und Türgesims lehnt, und ihre dümmlichen Zigaretten raucht, die Fotze, oder eben diese 5.000 dumm-Araber hier, denen meine Haare und meine Nase nicht passen, bzw. wäre das die ungünstigste Lösug, weil man dann herausfinden müsste, wer von diesen 5.000 das ist...
Alles Wichser!
Höfliche Tonne schrieb am 11.11. 2002 um 01:58:04 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Jaja, von einem Bekannten, also ich habe mir vor Tagen eine CD aus seinem Abfallkorb gefischt, da ist so ein amerikanischer Cleverlefilm drauf, hat er gemeint kann ich mitnehmen, habe also die Asche von der Cd, eigentlich waren es zwei CDs, gewischt, und in die Jacke gesteckt, aber zu Hause habe ich dann festgestellt, daß ich gar nicht weiß wie das geht, so Filme auf dem Computer abzuspielen, wahrscheinlich brauche ich da einen extra Player oder so, na wurscht, so liebes Tagebuch, ich werde jetzt alle meine Gedanken systematisch ordenen, also ab jetzt, und mehr System in den Alltag bringen, so sieht es nämlich aus, ich werde mir den Tag ganz toll vermessen und herangehen an, ja nämlich, ein großes Problem ist der ökonomische Umgang mit der Zeit nämlich so ist es, es wird eiserne Ordnung herrschen, jawohl, ich werfe eine ganze Menge Unsinn nämlich über Bord, vor allem nämlich werde ich mich nun täglich rasieren, und nicht mehr erst nur zwotäglich, Zigaretten will ich auch nicht mehr rauchen, und das Bier, das gehört auch abgewöhnt, am besten sollte wieder umgezogen werden, in den fremdstädtischen Isolationsknast, weil man in der Einsamkeit ja natürlich am besten zu sich kommt, und nicht wenn man sich gegenseitig immer einen Schwachsinn ans Ohr redet das es zum herzerbarmen ist, wobei das natürlich auch lustig ist, in gewisser Weise, aber die Pflicht muss nun einmal die Neigung freundlich überreden, daß sie doch nun mal überhaupt nichts zu melden hätte hier...
EIN EISIGES ZEITALTER BEGINNT!
Höflichkeitsliga schrieb am 27.11. 2002 um 01:32:22 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Jetzt eben nämlich das Zimmer komplett umgeräumt, hat Stunden gedauert, Regale ausräumen, Regale verschieben, Regale wieder einräumen, ich weiß auch nicht recht ob es besser aussieht, der Schreibtisch mit Computer steht jetzt halb am Fenster, eigentlich eine etwas gefährliche Entscheidung, nachdem ich neulich bemerken musste, daß sich jemand im haus auf der gegenüberligenden Hofseite anscheinend einen Spaß daraus gemacht hat mit dem Laserpointer in meine Wohnung zu pointen, aber um hier am Rand des Fensters zur Zielscheibe zu werden dürfte der Winkel für den Wahnsinnigen zu spitz sein. Aber es ist schon ein recht seltsames Gefühl, nun, alleine von der, jaja jaja, Umgewöhnung, so siehts nämlich aus. Scheißwohnung. Dreck! Ich hasse sie! Ich hasse hasse hasse! Sagts und bereut. Natürlich hasse ich nicht. Aber mir ist zuwieder!
Jetzt wo aber in München alle großen Firmen pleite machen, werden die Mieten vielleicht auch ein wenig billiger. (Schreibts und lacht höhnisch)
Dieser Ort, der nicht München ist, ist Steingewordene Unvernunft. Barbarei! Und ich habe keine Lust jetzt die ganzen Kabel von der Stereoanlage anzuschließen. Also kann ich keine Musik hören. So ist das! Die Zigarette in der Schachtel ist die letzte! Morgen beginnt nämlich ein neues Leben! Die Zukunft leuchtet im goldenen Ton! So sieht es nämlich aus! So muss es sein! Anders kann es nicht sein. Anders wird es nicht sein. Heißt das nämlich nun, daß alles so sein wird wie es schon immer war??? Nein! Nie! Aber vielleicht hoffentlich doch! Herr Kommerzienrat! Weil, ...ach. Ich darf keine Zeitung mehr lesen! Ich habe mir als mein eigener Unternehmensberater das angeraten, wegen der Ökonomie der Zeit. Weil es viel zu lange dauert, und man drei Viertel von allem am Abend schon wieder vergessen hat. Teuer ist es auch! Lieber unentwegt geschäftig tun, Kopf auf die Tischplatte haun (alter Witz) und miesepetrig sein, das soll die Losung sein, soll sie sein! Lateinischer Mist will gelesen werden. Der lateinische Mist hat mich aber nicht gefragt, ob ich ebenfalls überhaupt in ihm lesen will! Sein Anspruch ist, wie immer, absolut und gnadenlos! Sein Antlitz wage ich nicht zu schauen, Mut müsste man sich antrinken, die Tankstelle hat ganznächtig geöffnet, aber ich fürchte zuviel Bier ist nicht gut, weil wir gestern schon vier getrunken hatten, nicht wie so schön gelogen, nur zwei! Es ist beständig ein sanfter Kampf den man ausficht als sanft Kämpfender! Wenn ich jetzt keine zwei Bier bekomme, zum einschlafen, dann werde ich nämlich am Ende noch eine Literatur lesen, und auf schlechte Gedanken kommen. Ein steter Tropfen höhlt den Stein, du Schwein! Steter Regen macht verlegen, im mindesten. Die Luftfeuchtigkeit hier ist erstaunlicherweise immer zu hoch, liebes Tagebuch! Ich weiß nämlich genau, daß Berichte über das Wetter dir unlieb sind, aber ich komme daran, wirst du feststellen, nicht vorbei! Ich gehe jetzt zur Tankstelle, und lieber Herr Salllllust, mit Verlaub, gestatten Peter Shaw, zuständig für Recherche und Dummschwatz, und für dies und das, ich werde nun, zur Tankstelle gehen, um zu recherchieren, ob denn ein besseres Leben für alle Menschen möglich sei! Ich werde ihnen, so ich dies herausgefunden habe, einen Brief in ihrer allenthalben so geschätzten Sprache schreiben, ob sie ihn lesen, das müssen sie entscheiden!
Höflichkeitsliga schrieb am 21.4. 2004 um 20:28:16 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Nervös, immer nervös, wenn mich jemand von hinten antippt, spring ich einen Meter in die Luft, Herzrasen furchtbar, den Tinnitus im Nacken, und der wartet auf die Gelegenheit, wenn wo die Aufmerksamkeitslenkung versagt, auch immer verkatert, immer trinken, trinken trinken trinken, im Kampf gegen die wehleidigkeit, und die böse böse böse Verzweiflung. Bös bös bös. Sehr oft Angina Pectoris in letzter Zeit, muß gar nicht von der Köhlbrandbrücke springen also, erledigt sich von selbst, herzkaschperl unlimited, ABER JETZT wird alles wieder gut, kurz vor dem Aufgeben war ich, nach Hause fahren wollte ich und das Semester abbrechen, aber nie du, die ganzen Hausarbeiten die ich in den Ferien nicht schreiben konnte, bitten und betteln werde ich, daß die Proffessoren die Frist verlängern, bitten und betteln, heute wird die erste fertig geschrieben, dann die nächste und so immerfort, und bevor der Schulgong zu den Ferien ertönt, werde ich auch noch alle Arbeiten des laufenden Semesters fertig haben, mein lieber ErdbeerKali! Ich bin voll am randi Rand. Mir geht es gut! Ächz! Oh je, noch duschen heut abend!
Höflichkeitsliga schrieb am 8.1. 2004 um 23:34:25 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
Heute wieder blödes Mißgeschick:
Im Treppenhaus, schon den Triumph wähnend, als mir Schritte entgegenkommen, es sind sicher die Studenten, denn das ganze Haus ist voll von Studenten, was würde ich darum geben, in einem Haus voll mit stolzen Osmanen zu wohnen, »alda, Arslan!«, aber nix, nur Studentenbeutel aus wasweißich, vermutlich Niedersachsen, die mich, den Freundlichsten aller Menschen, der ich gerne die Freundlichkeit bis zum Ätzenden treibe, und mir manches darauf auch einbilde, kurzum, ich wurde von den entgegenkommenden Studenten auf der Treppe trotz freundlichsten Zuvorkommens bis dato nie gegrüßt, heute also, Schritte von oben beim hinaufgehen, ich denke mir, »Aaah! Die Studenten!«, reibe die Hände und setze eine besonders teilnahmslose Miene auf, und tatsachlich, drei, vier Studenten und Studentinnen kommen im Abstand je eines dreiviertelten Treppenabsatzes vorbei (Die Studenten sind, so scheint es, heute wohl in Ausgehlaune!), und ALLE sagen »Hallo«, ICH jedoch, was für ein GROßER Moment, einfach vorbei, Blick nach vorn, Mundwinkel in der strengen Horizontalen, und als die letzte Studentin, die allerletzte Studentin, an mir vorüber ist, und ich schon meine Wohnungstür aufsperre: passiert das schreckliche, was meinen ganzen schönen Triumph (den ich eigentlich schon mit vielen goldenen Wagen auf der Straße des 17. Juni abhalten wollte!) zerstören, zernichten sollte: durch einen Ungeschickten, äußerst ungeschickten Handgriff beim Schließen der sehr, bei der allzu leichtgängigen Tür, bei einem törichten Handgriff, etwas, nur etwas zu schwungvoll in der Art, fällt diese mit Getöse, laut krachend, knallend, ins Schloss!!! Ich erstarre! »Nein, nie! Ausgerechnet DU! Tür! Et tu porte? War ich nicht wie ein Vater für dich?«. Der ganze Eindruck ist hin. Die Studenten müssen meinen ich hätte einen schlechten Tag gehabt, oder wäre insgesamt ein unzurechnungsfähiger Choleriker. So spielt das Leben.
Höflichkeitsliga schrieb am 6.8. 2002 um 00:22:21 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Wir werden nun, und das sagen wir in unserer Funktion als Wichtigtuer, alte Nürnberger Zeiten (oder auch alte Hamburger Zeiten, siehe meinen allerersten Blastereintrag überhaupt über das Stichwort »Nachbar« unter dem Namen »Michael«...) wiederaufleben lassen, zur Tankstelle gehen, Dosenweissbier kaufen, um dann zurück in der Kammer eines nach dem anderen in uns hineinzupressen, um dieses schöne Winter 2001/2002 Gefühl noch einmal zu goutieren, als der Schnee meterhoch vorm Haus stand, und wir uns unsere schönen Schuhe im weissen Matsch letztendlich ruiniert hatten, aber ich muss, sagen, im nachhinein war das ein guter Winter, ich habe die entscheidenden Schritte hin zum Alkoholismus getan, habe mir eine erstklassige Schlafstörung zugezogen an der ich noch heute zehre, und habe hohe Schulden bei meiner Sparkasse gemacht, weil ich immer die Heizung zu weit aufgedreht hatte. Im Nachhinein: Wenigstens sind wir uns jetzt sicher das der Winter lustiger ist als der Sommer, es mag an meiner Einbildung liegen, aber einen so ekelhaft heissen Sommer habe ich noch nie erlebt, ein Dreck ist das, froh bin ich, wenn die Temperatur wieder stürzend abfallen wird, aber das ist wahrscheinlich das Kontinentalklima hier, im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt (obwohl mir nach diesen gräßlichen Monat wahrscheinlich kein Winter jemals wieder zu kalt werden wird...), ein Skandal, recht eigentlich, morgen fahren wir (wenn wir nicht verschlafen) ins schöne Hamburg, um zu sehen was davon übriog ist...
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