Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga«
Höflichkeitsliga schrieb am 28.11. 2001 um 01:02:37 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Liebes Tagebuch,
Soso, der Dings hat also die Dings gefickt, ehrlich gesagt, egal ist es mir ja, schließlich kenn ich die Dings ja gar nicht, aber den Dings kenn ich, und einfach so, in diesem Zimmer, während all die anderen Besoffenen da rumhängen, und ich selbst total am Arsch auf dem Sofa derilierend, na ich weiß nicht, also einfach so hingehen, also ich meine daß ist doch keine gute Welt wo die Mädchen sich nach fünf Minuten Gespräch sich einfach den Schwanz reinschieben lassen, ehrlich gesagt, ich finde das zutiefst spießbürgerlich, wie überhaupt der ganz Sexscheiß schon immer die Aura von Kaffeeklatsch und Tod innehate, aber daß würden diese ganzen Narren natürlich abstreiten, ach, die Eltern von dem Dings, der wohnt ja noch zuhause, äh, naja, die denken bestimmt auch die sind flippig, weil die Freundin von dem jenem Dings (ein anderer Dings als der der die anderee gefickt hat) hat ja mal erzählt daß die Mutter von dem Dings, der wie gesagt nicht der Dings ist der die andere da auf der Party (haha) gefickt hat, ihr selbst von diesen Sexspielzeugliebeskugeln erzählt hat, die sie da im Schrank hat, und, hoho, sich dadurch auf der sicheren Seite wähnt. Ich habe ja mal, in dieser bescheuerten Kneipe, gesagt, die Eltern von dem Dings, also die mit dem Sexzeug, das wären Spießer, absolute. Da wurde mir aBER AUFS SCHÄRFSTE WIDERSPROCHEN; SCHLIEßLICH GEHEN DIE BEIDEN IN AKTUELLE Kinofilme, und sind auch sonst ganz locker drauf, ne!
Au weh!
Höflichkeitsliga schrieb am 22.11. 2001 um 01:39:44 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Liebes Tagebuch,
Es ist grauenhaft, die ganze Zeit dieses elende Zeug wälzen, ich frage mich wie die anderen es schaffen, dreieinhalb Stück muss ich bis Ende März davon Schreiben, gräßlich, und thematisch kommen einem die Dinger auch kein Stück weit entgegen, nun ja, teilweise schon, trotzdem, eine häßliche Aufgabe, heute hatte sich im Zug nach Hause dann auch noch zufällig die Bibliothekarin genau auf die Sitzbank gegenüber gesetzt, zu spät wohl hatte sie mich an meinem Bücherstapel erkannt, sie hat aber das beste aus der Situation gemacht, und einfach die zwanzig Minuten bis ich aussteigen musste die Augen geschlossen um so zu tun als ob sie schlafen würde. Ein gangbarer und geschickter Weg, wie ich meine.
Morgen werde ich die Kündigung in den Briefkasten werfen.
Höflichkeitsliga schrieb am 8.1. 2004 um 23:34:25 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
Heute wieder blödes Mißgeschick:
Im Treppenhaus, schon den Triumph wähnend, als mir Schritte entgegenkommen, es sind sicher die Studenten, denn das ganze Haus ist voll von Studenten, was würde ich darum geben, in einem Haus voll mit stolzen Osmanen zu wohnen, »alda, Arslan!«, aber nix, nur Studentenbeutel aus wasweißich, vermutlich Niedersachsen, die mich, den Freundlichsten aller Menschen, der ich gerne die Freundlichkeit bis zum Ätzenden treibe, und mir manches darauf auch einbilde, kurzum, ich wurde von den entgegenkommenden Studenten auf der Treppe trotz freundlichsten Zuvorkommens bis dato nie gegrüßt, heute also, Schritte von oben beim hinaufgehen, ich denke mir, »Aaah! Die Studenten!«, reibe die Hände und setze eine besonders teilnahmslose Miene auf, und tatsachlich, drei, vier Studenten und Studentinnen kommen im Abstand je eines dreiviertelten Treppenabsatzes vorbei (Die Studenten sind, so scheint es, heute wohl in Ausgehlaune!), und ALLE sagen »Hallo«, ICH jedoch, was für ein GROßER Moment, einfach vorbei, Blick nach vorn, Mundwinkel in der strengen Horizontalen, und als die letzte Studentin, die allerletzte Studentin, an mir vorüber ist, und ich schon meine Wohnungstür aufsperre: passiert das schreckliche, was meinen ganzen schönen Triumph (den ich eigentlich schon mit vielen goldenen Wagen auf der Straße des 17. Juni abhalten wollte!) zerstören, zernichten sollte: durch einen Ungeschickten, äußerst ungeschickten Handgriff beim Schließen der sehr, bei der allzu leichtgängigen Tür, bei einem törichten Handgriff, etwas, nur etwas zu schwungvoll in der Art, fällt diese mit Getöse, laut krachend, knallend, ins Schloss!!! Ich erstarre! »Nein, nie! Ausgerechnet DU! Tür! Et tu porte? War ich nicht wie ein Vater für dich?«. Der ganze Eindruck ist hin. Die Studenten müssen meinen ich hätte einen schlechten Tag gehabt, oder wäre insgesamt ein unzurechnungsfähiger Choleriker. So spielt das Leben.
Höflichkeitsliga schrieb am 6.2. 2002 um 19:02:49 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Liebes Tagebuch, seit ich hier den letzten Eintrag geschrieben hatte, ist allerhand passiert, öh...
...na, ach, wen soll ich denn hier zum Narren halten, nichts ist passiert, rein gar nichts, niente, nulle, nix, nothing, null. Aber vielleicht ist das ja auch zum Guten, denn, wenn nichts passiert, können ja auch keine schlechten Dinge passieren, du verstehst mich.
Gut, der Umzug nimmt langsam Gestalt an, er kündigt sich an sozusagen, hinter dem Wochenende ragen die ersten vorbereitenden Maßnahmen hervor, Sondierung ist angesagt, was soll ich sagen, nun ich bin doch recht froh, daß ich diesen unwirtlichen Flecken jetzt hinter mir lassen kann, das vergangene Jahr, na, das könnte ich eigentlich glattweg aus meinem Lebenslauf streichen (und wende jetzt bitte nicht ein, daß ich mit den Jahren davor recht eigentlich genauso verfahren sollte, daß ist nämlich nur teilweise wahr).
Also, man sieht sich,
Höflichkeitsliga
höflich schrieb am 14.5. 2004 um 19:23:02 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
ER IST WEG!!!!!!!!!
ER SCHEINT WIRKLICH WEG ZU SEIN!!!!
ALLEEEEEEER! WIE GEIL ISTDAS DENN DUUUUU????!!!!
WEEEG! EINFACH WEEEG!!!!!
Zugegeben, so ganz sicher bin ich mir nicht, ich meide die Stille, noch mehr seitdem ich Anhaltspunkte habe daß er weg sein könnte (nicht auszudenken, wenn es sich als Irrglaube herausstellt!), aber heute morgen im Bett gelegen, also aufgewacht, und ich so »nanu, irgendwas fehlt! Stimmt, das Quietschen und Röhren! Oh jaaa! Oh oh oh!!!! Schnell aufstehen bevor es wiederkommt!«. Heute nachnmittag dann dreimal aufs Klo gegangen, und so gut wie nichts gehört, ich so »Also also, wie geil du!!!!!!!!!!!!!!!!!!«, zwischendurch Ohren zugehalten, und was man hört, das ist mir anscheinend nur noch so eine Art erinnerung an den Unsinn, krasssss, das ist so geil, SO GEIL IST DAS WENN DAS STIMMT, heute nacht wird man ja sehen, im Bett, wenn man da nichts mehr hört, dann ist der Scheiß überstanden, die schrecklichste Krankheit die einen überhaupt befallen kann! Ich hab keine Angst mehr, vor nichts, ICH BIN UNBESIEGBAR, gestählt hervorgegangen aus drei Monaten Hölle, ich bin jetzt der universal soldier, bin voll krass, ich will das nie wieder durchmachen müssen, das war das schlimmste! was mir je passiert ist, das darf nie wieder geschehen!
(Ironie der Geschichte: ausgerechnet ein Ragga-Dancehall DJ der über alle Maßen in der Mitte-Kunstgallerie aufgedreht hat, lautstärkemäßig, scheint mich gerettet zu haben! Und ich wollt ihn sogar noch verprügeln! Ich entschuldige mich, und entschuldige mich!)
Höfliche Tonne schrieb am 11.11. 2002 um 01:58:04 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Jaja, von einem Bekannten, also ich habe mir vor Tagen eine CD aus seinem Abfallkorb gefischt, da ist so ein amerikanischer Cleverlefilm drauf, hat er gemeint kann ich mitnehmen, habe also die Asche von der Cd, eigentlich waren es zwei CDs, gewischt, und in die Jacke gesteckt, aber zu Hause habe ich dann festgestellt, daß ich gar nicht weiß wie das geht, so Filme auf dem Computer abzuspielen, wahrscheinlich brauche ich da einen extra Player oder so, na wurscht, so liebes Tagebuch, ich werde jetzt alle meine Gedanken systematisch ordenen, also ab jetzt, und mehr System in den Alltag bringen, so sieht es nämlich aus, ich werde mir den Tag ganz toll vermessen und herangehen an, ja nämlich, ein großes Problem ist der ökonomische Umgang mit der Zeit nämlich so ist es, es wird eiserne Ordnung herrschen, jawohl, ich werfe eine ganze Menge Unsinn nämlich über Bord, vor allem nämlich werde ich mich nun täglich rasieren, und nicht mehr erst nur zwotäglich, Zigaretten will ich auch nicht mehr rauchen, und das Bier, das gehört auch abgewöhnt, am besten sollte wieder umgezogen werden, in den fremdstädtischen Isolationsknast, weil man in der Einsamkeit ja natürlich am besten zu sich kommt, und nicht wenn man sich gegenseitig immer einen Schwachsinn ans Ohr redet das es zum herzerbarmen ist, wobei das natürlich auch lustig ist, in gewisser Weise, aber die Pflicht muss nun einmal die Neigung freundlich überreden, daß sie doch nun mal überhaupt nichts zu melden hätte hier...
EIN EISIGES ZEITALTER BEGINNT!
Höflichkeitsliga schrieb am 13.9. 2003 um 22:42:48 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Gestern Nacht Vollrausch. Erschütternd, höchstpeinlich, grandios. Leute auf der Straße angepöbelt, in der U-Bahn Bier verschüttet, zu Hause um halb fünf in fremden Zungen in den Hof geschrien daß es nur so gekracht hat, laute Handygespräche, im Zimmer auf und abgehend und brüllend, fingiert, verstörende E-mails verschickt, Stefan altgriechisch auf den Anrufbeantworter diktiert, alle Glasflaschen in der Küche umgetreten, daß es nur so gescheppert hat, Musik zehn Minuten lang auf Anschlag gedreht. Expressiv, äußerst Expressiv, intensiv, unverfälscht, cholerisch und wutschnaubend. Ich sollte zum Theater gehen!
Wu-gatstahöflich schrieb am 9.6. 2003 um 23:22:10 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Heute eingeschlafen beim lesen, so um sieben oder so keine Ahnung, dann ins Bett gelegt, erst um halb elf wieder aufghewcht, war immer noch ein bisschen hell draußen. Doch oh weh, wann ist ein besserer Moment für die böse Schwermut als kurz nach einem Bleischweren Schlaf? Einen gräßlichen Traum hatte ich auch noch, ich hatte geträumt daß ich unter die Kokainhändler gegangen wäre, nur um dann von der Polizei auf einer Insel (!?) verhaftet zu werden, mithin also das Ende aller Berufspläne, ich kann mich bis vor kurz, also ich glaube in den ersten Sekunden des Gerichtstermins bin ich aufgewacht, und dann oh weh! Eine feuchte Warmheit hatte mich eng umschlungen, zwar ist es hier draußen nicht mehr allzuwarm, aber die Hitze von gestern vormittag hält sich immer noch in dieser elenden Wohnung, weil die Mauern von dem Haus ungefähr einen Meter dick sind, na jedenfalls hatte ich im unsanften Schlaf ordentlich geschwitzt, und als ich dann schreckhaft hochfuhr und mich eine lauwarme Brise umspülte, das war ein Moment in dem ich weiche Knie bekam, wie es so oft nach Nachmittags- bzw. Abendschlaf der Fall ist, die warme Luft hatte mich also eng umschlungen, mehr so Todeskussmäßig als Liebkosend, und wir haben uns gedacht: »oh weh oh weh oh weh! O Schlotter schlotter schlotter!«. Dann sind wir erst mal Bier holen. Eigentlich wollten wir nicht mehr so viel trinken gell, aber es scheint, als ob
... ach.
Höflich schrieb am 12.6. 2004 um 21:59:19 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Ich bin ja nun wirklich kein Feind von Klang und Ton und Musik unnd allgemeiner Heiterkeit, aber diese dümmliche illegale electroclash-Reggea-Hiphop-Disco die sie da so gegenüber von meiner Wohnung seit einem halben Jahr immer mit runtergezogenen Jalousetten laufen haben, verdrießt mich schon ein bisschen, v.a. weil sie immer schon Samstags um vier anfangen, und die ganzen offensichtlich über verwickelte Beziehungen geladenen Gäste allesamt immer noch die dümmliche Angewohnheit haben, nach jedem drummroll, oder Break oder weiß der Teufel, lautstark und unisono zu kreischen und zu jaulen und zu pfeifen (Huuuuuuuuuh! Juhhhhhhhhhuuuuh! Jaul!)
Wenn das nnächste Woche noch alles der Fall sein sollte werde ich mich jedenfalls bemüßigt fühlen die Polizei zu rufen (auch aus dem Grund weil ich mich da irgendwo ausgeschlossen fühle, da kommt man ja nicht rein, immer sind die Jalousien unten, und wenn ich nicht dabei bin, dann soll es überhaupt keine Party geben, so seh ich das jetzt!)
»Herr Wachtmeister!? Hier illegale Partys in der Schönleinstraße! Genau! Nicht TÜV-Überwacht! Gefährlich! Brennt wie Zunder in der Altbauwohnung im Fall der Fälle! Lärmbelästigung? Ja, auch, sehr! Kommen sie sofort, mit einer Hundertschaft, den Laden ausheben! Gern geschehen!«
So.
Pif&Hercules schrieb am 8.2. 2004 um 02:27:27 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Über was soll ich denn nun noch hier reden, ich bin geistig doch, also mental, von der Seele her, ach weh, schon so gut wie verlor'n, tot, vergessen, da kann ich genausogut mich in einem Jahr für den höheren Dienst im Auswärtigen Amt bewerben, denn: man wird alle vier Jahre versetzt, zum Beispiel nach Nouakchott, also in die Hauptstadt von Mauretanien, oder nach Karachi, oder nach Istanbul oder nach Los Angeles oder Saratow. Und: Büroarbeit war mir schon immer die liebste Arbeit. Wie sagt schließlich der oberste Dienstherr in der Broschüre auf Seite zwei: »Weltweitwir...Das Auswärtige Amt vertritt die Interessen Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger in der Welt. Gemeinsam mit unseren Partnern in der EU bringen wir die Integration Europas voran. Unser weltweiter Einsatz für Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und eine gerechte wirtschaftliche und soziale Entwicklung ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Zukunft unseres Landes. Diese Aufgabenvielfalt und das Leben in anderen Ländern sind reizvolle Herausforderungen. Die Angehörigen des Auswärtigen Dienstes stellen sich ihnen mit Kompetenz, Teamgeist und Flexibilität.« (Joschka Fischer, Bundesminister des Auswärtigen). Normal, ne?!