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Der erste Text am 30.10. 2001 um 00:32:07 Uhr schrieb
Grobianismusliga, ehemals Höflichkeitsliga über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga
Der neuste Text am 20.7. 2026 um 21:20:57 Uhr schrieb
Christines Radiomoderator über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga
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am 11.5. 2004 um 00:47:44 Uhr schrieb
Höflich über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

am 14.10. 2004 um 15:35:57 Uhr schrieb
Hagia Sofa über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

am 16.2. 2003 um 17:15:08 Uhr schrieb
Höflichkeitsliga über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

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Assoziationen zu »DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga«

Höflichkeitsliga schrieb am 8.1. 2004 um 23:34:25 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 10 Punkt(e)

Heute wieder blödes Mißgeschick:
Im Treppenhaus, schon den Triumph wähnend, als mir Schritte entgegenkommen, es sind sicher die Studenten, denn das ganze Haus ist voll von Studenten, was würde ich darum geben, in einem Haus voll mit stolzen Osmanen zu wohnen, »alda, Arslan!«, aber nix, nur Studentenbeutel aus wasweißich, vermutlich Niedersachsen, die mich, den Freundlichsten aller Menschen, der ich gerne die Freundlichkeit bis zum Ätzenden treibe, und mir manches darauf auch einbilde, kurzum, ich wurde von den entgegenkommenden Studenten auf der Treppe trotz freundlichsten Zuvorkommens bis dato nie gegrüßt, heute also, Schritte von oben beim hinaufgehen, ich denke mir, »Aaah! Die Studenten!«, reibe die Hände und setze eine besonders teilnahmslose Miene auf, und tatsachlich, drei, vier Studenten und Studentinnen kommen im Abstand je eines dreiviertelten Treppenabsatzes vorbei (Die Studenten sind, so scheint es, heute wohl in Ausgehlaune!), und ALLE sagen »Hallo«, ICH jedoch, was für ein GROßER Moment, einfach vorbei, Blick nach vorn, Mundwinkel in der strengen Horizontalen, und als die letzte Studentin, die allerletzte Studentin, an mir vorüber ist, und ich schon meine Wohnungstür aufsperre: passiert das schreckliche, was meinen ganzen schönen Triumph (den ich eigentlich schon mit vielen goldenen Wagen auf der Straße des 17. Juni abhalten wollte!) zerstören, zernichten sollte: durch einen Ungeschickten, äußerst ungeschickten Handgriff beim Schließen der sehr, bei der allzu leichtgängigen Tür, bei einem törichten Handgriff, etwas, nur etwas zu schwungvoll in der Art, fällt diese mit Getöse, laut krachend, knallend, ins Schloss!!! Ich erstarre! »Nein, nie! Ausgerechnet DU! Tür! Et tu porte? War ich nicht wie ein Vater für dich?«. Der ganze Eindruck ist hin. Die Studenten müssen meinen ich hätte einen schlechten Tag gehabt, oder wäre insgesamt ein unzurechnungsfähiger Choleriker. So spielt das Leben.

Grobianismusliga schrieb am 13.11. 2001 um 02:54:09 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 4 Punkt(e)

Liebes Tagebuch,

Also, das verhält sich jetzt folgendermaßen: Ich selbst, die Grobianismusliga, also ich habe bis jetzt, in meinen zweiundzwanzig Jahren, noch nicht darin reussiert mir eine zutreffende Vorstellung über den Begriff des Hyperventilierens zurechtzulegen, also über das Hyperventilieren, das sich augenscheinlich allzu kompliziert gestaltet, wenigestens zu kompliziert daß ich mir einen Reim darauf machen könnte. Gut. Nun. Also, ja ja, die Symptome, wir wissen, der Hyperventilierende, nun, er atmet wie hysterisch (die Hysterie ist ja im Übrigen ein anderer höchst interessanter pathologischer Befund, doch dazu an anderer Stelle mehr), gleichsam gedrungen hektisch, und gerade deshalb scheint es irgendwie zuzugehen, daß der Hyperventilierende keine Luft mehr bekommt, was ihn in diese und jene Bedrängnisse zu bringen vermag. Gut, werden sie sagen, sollte das nicht ausreichen? Nun vielleicht, allein, natürlich interessiert mich das Detail, auch könnte, über dies hinaus, ich natürlich nicht sicher sagen, ob der eben von mir geschilderte Sachverhalt auch wirklich so zutrifft, und es ist wohl so daß ich diesem Detail just nicht so recht auf die Schliche kommen mag. Sicher, von Schaden wird das nicht sein, bin ich doch kein Arzt oder sonst wie vom Fach, doch Ehrgeiz wiegt wie immer schwer. Also, der Begriff, er sollte uns doch einiges Aussagen über die Natur der Sache, schließlich wird man wohl sagen können, daß derjenige der damals diesen oder jenen Begriff für dieses oder jenes Symptom gewählt hat, bei dieser Benennung eben es darauf angelegt hatte, ein Wort einzuführen was, wie es in der Medizin so häufig der Fall ist, mit dem Bezeichneten in einem Verhältnis einer auf bloßem Hören hin nachvollziehbaren Repräsentation des Ereignisses steht. So. Nun haben wir da also das Wort »Hyper-ventilieren«. Gut, das »Ventilieren«. Wie gesagt, ich bin weit entfernt von jedem medizinischen Sachverstand, aber die wohl nicht zu leugnende Affinität der Medizin zur Mechanik läßt mich zu dem Schluß kommen, daß mit »Ventilieren« wohl schlicht »atmen« gemeint sein könnte. Haben die Atemwege nicht auch irgendwas Ventilhaftes an sich? Stellen wir dies einmal, auf die Gefahr eines Irrtums hin, nicht in Abrede. Gut. Aber »Hyper«? Was Nun? »Hyper«, ja das ist wohl griechisch. Aber was, und bitte, sehen sie mir das nach, ich bin kein Humanist, heißt das denn? Heisst das Über oder Unter. Hypo und Hyper? Ich habe es schon immer verwechselt. Ach...
Sie sehen, es hat keinen Sinn, wissen sie, der Gegenstand hat sich mir, für den Fall das sie sich wundern, vor einigen Tagen aufgedrängt, als ich spät nachts, wie ich annahm, hyperventilierend, in meiner kleinen Kammer saß, und mich ganz und gar unwohl fühlte. Jetzt lese ich allerdings, daß der große Gasheizkörper, und das stand in der Betriebsanleitung, ungelüfteten Räumen in geradezu gefährlichem Ausmaß Sauerstoff entzieht, und denke hierin die Ursache für mein kleines Malheur entdeckt zu haben, ist doch das Lüften im Winter bei widrigen Außentemperatur eine Pflicht der ich nur äußerst ungern, und somit selten, nachkomme. Ach, bestimmt langweile ich sie...
Nebenher kann ich erwähnen, daß ich mich wieder sehr auf meinen nächsten Umzug freue, ich habe jetzt wirklich genug Zeit in der unfreundlichen Stadt Nürnberg zugebracht.

Auf bald,

Ihre Grobianismusliga

Höflichkeitsliga schrieb am 28.11. 2001 um 01:02:37 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 8 Punkt(e)

Liebes Tagebuch,

Soso, der Dings hat also die Dings gefickt, ehrlich gesagt, egal ist es mir ja, schließlich kenn ich die Dings ja gar nicht, aber den Dings kenn ich, und einfach so, in diesem Zimmer, während all die anderen Besoffenen da rumhängen, und ich selbst total am Arsch auf dem Sofa derilierend, na ich weiß nicht, also einfach so hingehen, also ich meine daß ist doch keine gute Welt wo die Mädchen sich nach fünf Minuten Gespräch sich einfach den Schwanz reinschieben lassen, ehrlich gesagt, ich finde das zutiefst spießbürgerlich, wie überhaupt der ganz Sexscheiß schon immer die Aura von Kaffeeklatsch und Tod innehate, aber daß würden diese ganzen Narren natürlich abstreiten, ach, die Eltern von dem Dings, der wohnt ja noch zuhause, äh, naja, die denken bestimmt auch die sind flippig, weil die Freundin von dem jenem Dings (ein anderer Dings als der der die anderee gefickt hat) hat ja mal erzählt daß die Mutter von dem Dings, der wie gesagt nicht der Dings ist der die andere da auf der Party (haha) gefickt hat, ihr selbst von diesen Sexspielzeugliebeskugeln erzählt hat, die sie da im Schrank hat, und, hoho, sich dadurch auf der sicheren Seite wähnt. Ich habe ja mal, in dieser bescheuerten Kneipe, gesagt, die Eltern von dem Dings, also die mit dem Sexzeug, das wären Spießer, absolute. Da wurde mir aBER AUFS SCHÄRFSTE WIDERSPROCHEN; SCHLIEßLICH GEHEN DIE BEIDEN IN AKTUELLE Kinofilme, und sind auch sonst ganz locker drauf, ne!
Au weh!

Höflichkeitsliga schrieb am 16.10. 2002 um 02:29:20 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 6 Punkt(e)

Liebes Tagebuch,

Heute war kein guter Tag, aber trotzdem bin ich jetzt frohen Mutes. Jaja. Über den Vor- und Nachmittag brauche ich keine Worte zu verlieren, ich gebe zu, ich bin Student. Nein ich bin Arbeiter, nein, Fabrikbesitzer...haha. hohoho. hihihi. Schlimm: Kunstgewerbekneipe, mit schmiedeeisernen kunstobjekten, aber nicht einmal ambitioniert, sondern halt, naja, und so Glasperlen und Wandbemalungen. Man darf nicht mehr so viel Bier trinken, nein nein. In der Kneipe schlecht geworden, wegen dümmlichsten Kurzfilmen. Die Kiffer haben gelacht. Ich versteh mich gut mit den Kiffern. Hallo! Nicht das sie das jetzt lesen, ich glaube ich habe die Seite mal erwähnt in ihrer Gegenwart. Aber die Kiffer vergessen eh alles immer wieder. Falls nicht, nix fia unguat! Denen braucht man nämlich mit gar keiner Information nicht kommen, alles gleich vergessen. Idioten! Australische Frau ist SemiHippiemädchen. =schlecht. Das dumme bei den schlechten Menschen ist, daß man ihnen nicht zuvorkommen kann, im nicht-leiden-können, weil Sie einen immer schon zuerst nicht leiden können. dann entsteht leicht der Eindruck auf den außenstehenden, daß man sie nur nicht leiden kann, weil sie einen nicht leiden können. Das ist aber falsch. Abneigung gegen Marihuanaraucher heute deshalb wieder zugenommen. Hallo ihr Kiffer! Ich predige keinen Hass, nein nie, nur eine lustige Normalität, die man eigentlich für jedermann einrichten müsste. das sollte so schwer doch nicht sein. Ist es aber natürlich.

Höflich oida schrieb am 19.6. 2003 um 21:40:51 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 5 Punkt(e)

Wir sind eigentlich nur wieder hier weil wir betrunken sind. Was gab es nun also bemerkenswertes in den letzten Tagen? Nun, das trifft sich gut. gar nichts gab es, einen Scheiss. Und warum? Weil wir kein Geld nicht haben, weil wir zuvor zuviel für das Disse und das Bier ausgegeben ham, weil ja nämlich mit der Euroumstellung alles teurer geworden sein mag. So. Keine Klamotten können wir uns kaufen, kein nichts, nur Grundnahrungsmittel und Bier und Eintritt und manchmal Zigaretten. Oh weh! Wenn es Winter wird, dann kommt hoffentlich das neue SuperFurryAnimals Album auf den Markt, soviel Teenager bin ich immerhin noch, daß ich Alben von Popgruppen, obacht, hier bricht der Gaymnasialmittelstüfler durch, »antizipiere«! Sowieso! Oh, ich hasse diese Stadt! Nur Bodybuilende Bauarbeiter und Partypeople aus Tübingen und Frankfurt. »Aber ist es nicht überall anders genauso schlimm?«. Oh, das ist es ja, nun, außer im schönen Wandsbek, oh, Wandsbek, welch Wunderort, gern denke ich an meine Wohnung in der Seumestraße 3 zurück, wo gegenüber das Bierparadies war, mit den 200 verschiedenen Sorten Bier, und die freundliche Sandwhichfrau, bei der ich in meiner Jugend immer das Baguette holt! Allein, was sollte es mir nützen! Keine zeit für zärtlichkeit, Karriere will gemacht werden, denn all der Immobilienbesitz meiner Mutter ist itzt schon an meine zahlreichen älteren Schwestern im voraus vererbt worden, und der fadenscheinige Grund hierfür lautet daß mir das Studium finanziert wird! Ein Hohn! Ich, der Bürger unter den Bürgern, soll ohne bürgerlichen Besitzstand mir den Weg in die süße Matrimonia suchen? Ein Hohn! Was soll ich denn sagen, wenn die feingliedrigen Senatorentöchter mich fragen was ich dereinst erben werde? Luft und Liebe???! So geht es nicht Mutter, so nicht! Schande bringst du über die Familie, was wenn alle Stricke reißen, eines Taxifahrers Unterhalt müßte ich mir suchen, und das färbt wohl ab, auf den Namen der Familie!
Was will ich mit mehr Geld zur Zeit, das ist mir einerlei! Ich will unermeßlichen Reichtum, der mir zusteht, von Geburt wegen! ich will das höchste Amt im Staat, ja, auf der Welt!

Höflichkeitsliga schrieb am 18.1. 2002 um 01:35:47 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ernsthaftigkeit. Vorneweg, wenn ich sagen würde, ich wäre ein offensiver Liebhaber jeglicher Normalität, dann wäre das zum einen geklaut, und zum anderen natürlich etwas problematisch, denn immer wenn man es sich hübsch gemütlich gemacht hat kommen die dummen Goten oder die Parther und bedrohen das römische Imperium, von wirtschaftlicher Misere ganz abgesehen. Wenn du dich also in den Zug setzt, und durch die Bundesrepublik fährst, sagen wir, im Winter, dann wird dir bewußt, wie wenig der Limes im Endeffekt doch von Nutzen war. Also nicht daß wir uns falsch verstehen, ich rede hier nicht von Jet-set und dergleichen, aber wenn man zulange vor Ort bleibt, dann fällt immer alles auseinander, deshalb sollte man möglichst immer in Bewegung bleiben, schon um keine Zielscheibe für die Goten abzugeben.

Höflichkeitsliga schrieb am 5.1. 2004 um 18:41:27 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 4 Punkt(e)

Und wie geil ist denn das neue Handy!!!!
Metallic-Rotes Sonys-Ericcson Z600 zum auf- und zuklappen!!!! Eh geil eeh!!!
Isch wead varrückt! Isch glaub misch schtischt, eh isch glaub! Ist das geil! Nichts scheißmonochromdisplay, Kollege! Nix stinkiges Monochromdisplay hier! Und wenn man es aufklappt, dan macht es schön laut DingDong!!! Eh ich bin nur noch am Telefonieren, schon 20 Euro zertelefoniert, in zwei Tagen, eh suuuupa!

Höflich schrieb am 18.2. 2004 um 00:14:42 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 2 Punkt(e)

Man wundert sich doch zuweilen! Gerade die medizinische Anamese, wo wir nicht wissehn wieso sie so heißt, weil anamesos, weil die Griechen, aber oho, da steht es, anametrios, durchmessen, und anamesos, mitten im Land, das mit dem Land hätte ich jetzt nicht verstanden, aber durchmessen ist schon, gehm gut so, genau, eben, man wundert sich, wenn man auf einmal zum gegenstand der Untersuchung wird, aber die Ärzte doch blöder sind als man selbst, und man denkt an die Bekannten die immer ihre öden 20-Seiten 15-Punkt skripte lernen mussten im medizinstudium und sich darüber beschwert haben, und dann denkt man, Herr lass es gut gehen, aber es ist ja noch meistens gutgegangen, und im Medizin zählt ja auch nicht die altphilologische Kompetenz, sondern die Erfahrung, also wenn man fünfundvierzig Leute schon gesehen hat, die zu einem in die Praxis kommen und sagen »Eh alda, isch hab die ganze Zeit Angst und weiß nicht wieso!!!«, dann weiß man als Arzt, auch wenn man nie nichts gelernt hat schon aus reiner Erfahrung bescheid, und sagt dann entweder Einweisung, Medikamente oder Depp, von daher ist die Medizin eigentlich ein unproblematischer Beruf, und irgendwie amüsiert es mich auch, mich den Depp, wenn die Allgemeinärztin erstmal das Lehrbuch holt wenn ich zitternd in der Praxis sitze, letztendlich hoffe ich aber daß das alles nur ein böser dummer blöder Traum ist...

Höflichkeitsliga schrieb am 12.1. 2004 um 18:45:47 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 6 Punkt(e)

Die neue Wohnung: zwar spottbillig: aber: finster! Eigentlich wollte ich ein Vorderhaus, ist nicht gegangen. Von innen zwar schön, aber das Viertel um den Viktoriapark (Viktoriaaa! Viktooooooooria-a! Viktoria! Viktoria! DüdeldüedeldüdeldüdelDADüüdü!) sieht folgendermaßen aus: Es stehen vieles Häuser um den Park, der in einem Berg gipfelt (dem Namenspatron von Kreuzberg). Häuser, jene, die Häuser sind alle sher groß, aber es ist wenig los, es gibt kaum Büdelchen oder Marktschreier, oder Döneria, oder Eisdiel, sondern nur eine ägyptische Kneipe und zwei drei Schwulenkneipen, wo alte Buben mit Lederkäppi davorstehen und mürrisch den Fußgänger mustern! Und zu den Häusern: sie sind duster und schwer, und starren aus der Jahrhundertwende, scheinen auch gerad unter all dem lutheranischen Zierrat zusammenzubrechen, gräußlichste Wasserspeier die mit Wahnsinnsfratzen auf die Passanten am Gehsteig hinabschaun, Erkerchen und Portikusse an jedem von zweihunderttausend ausladenden Fenstern, Schlußsteine und Tonnengewölbe, Fix und Foxi, Fialen und Krebse, Lolek und Bolek, decorum und diabolum, Kranzgesims und Bimsstein, alles überall auf wenigen Quadratmetern, und so schwarz wie Ruß. Nie würde ich, um mich jetzt richtig zu verständigen, abgedroschen wie ein Gymnasialmittelstüfler sagen, daß alles das, was wo schmückt am Haus, im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB!) geahndet werden sollte! In der Tat bin ich ein Bube des Musters, dem es erst richtig gemütlich wird, wenn es sich schön richtig mustert.
Aber dies und das und jenes ist zu viel, liebe Tante Claudia, lieber Onkel Claudius!
Das gemerkt, wurde uns gleich schwer ums Herz! Jetzt in die U-Bahn steigen, und durch die neue große Bergstraße laufen, DAS wäre es, vorbei an billigen Drogerien, Dönerläden, alles im rechtmäßigen Ziegelneubau, wahre Menschlichkeit, wahre Freiheit! Soundsovielhundertmeter Fußgängerzone zum Bahnhof Altona, am McDonalds vorbei, leuchtend leuchtend, klassich, ganz klassisch! Ein Wort von Goethe auf den Lippen: »Wer jetzt nicht fickt, wird niemals ficken!«, im Wind, der wo das Haar zaust! Wieviel Uhr ist es lieber Bubi? Fünf nach neun! Recht so!

Höflich schrieb am 28.6. 2003 um 06:01:38 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ach man fasst es nicht! Da spielt man vor der Disse Fußbal mit einer Becksdose, und was passiert, natürlich, der Alkohol und die Erdniederziehungskraft zwingen einen zu Boden, so daß man sich auf dem grobkörnigen Berliner Gewerbegebietsasphalt sich, wie könnte es anders sein, ein blutiges Loch in die teure Carharrt-Hose schlägt, die man eigentlich nur deshalb vor fünf Monaten gekauft hatte, weil man sich damals beim rennen zum Nachtbus und folgendem ausrutschen auf einer eisigen Schneescholle ein blutiges Loch in die teure Dockers-Khaki gechlagen hatte. Das Weltgeschehen im Großen mag sich nicht wiederholen, es sei denn als furzige Farce, der Alltag allerdings kennt Wiederholungen, die in ihrer Ähnlichkeit schon frappierend sind, heute wie damals werde ich in den nächsten Tagen (eigentlich Morgen), mein eh schon überlastetes Konto nochmals überziehen müssen um mir eine neue 100 Euro-Hose zu kaufen, noch dazu habe ich jetzt kleine Löcher in den Händen, was mir damals, vor einem halben Jahr dank Winterkleidung erspart geblieben war...
Die Wunde am Knie scheint allerdings weniger tief zu sein, obwohl die Hose diesesmal sehr viel Blutdurchtränkter war als letztes Mal, nun, der Stoff war auch dünner, was soll es, kaputt ist kaputt. Was soll das denn bitte???!!

Höflichkeitsliga schrieb am 17.3. 2003 um 23:24:28 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 3 Punkt(e)

OIDA! Praktikant! Die Kagge is am dampfen Bubi!!!!
Soeben erreicht mich von informierter Seite die Nachricht daß sie nach der Fraktionssitzung von den SPD-Spacken mit ihrer dummen Abgeordneten und anderen Deppm noch zum italienisch essen gegang sind! ITALIENISCH! ZORN ante portas!! HASS intra muros!!! OIDA! Jetzt tu ich hier gegen bestes gewissen Logis bieten für Apfel und Ei alda (das Geld daß sie mir gegeben haben hatte ich schon heutte nachmittag für Schallplatten bei Mr. Dead and Mrs. Free durch, und die sind nichtmal, wie ich entsetzt merken musste, sooo besonders gut!!!!) Und ich habe den Ärger, müsste für wichtigste Prüfungen so ungefähr bis nächsten Monat ein paartausend Seiten zerlesen, aber stattdessen muss ich mich grämen, wo sie bleiben, und fürchte doch mit jeder Minute ihr kommen, wo sie pausenlos mir einen Unsinn an die Backe labern werden, einen elenden Scheiss, einen sozialdemokratendreck, einen Bayrischstadtrandsiedlungquatsch, muss ich mir das gefallen lassen, mein Herr??? Ich werde ihre scheisscola jetzt wegtrinken, und ihnen auf etwaige NAchfragen höchst schnippisch ungehalten antworten, sie Arsch mit Gesichtsfotze!!!!!

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