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Der erste Text am 30.10. 2001 um 00:32:07 Uhr schrieb
Grobianismusliga, ehemals Höflichkeitsliga über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga
Der neuste Text am 20.4. 2015 um 09:23:29 Uhr schrieb
Christine über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga
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am 27.6. 2004 um 07:25:55 Uhr schrieb
Höflich über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

am 12.7. 2004 um 02:19:55 Uhr schrieb
Höflich über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

am 12.12. 2004 um 23:52:02 Uhr schrieb
Höflich über DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

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Assoziationen zu »DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga«

Höflichkeitsliga schrieb am 12.1. 2004 um 18:45:47 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 6 Punkt(e)

Die neue Wohnung: zwar spottbillig: aber: finster! Eigentlich wollte ich ein Vorderhaus, ist nicht gegangen. Von innen zwar schön, aber das Viertel um den Viktoriapark (Viktoriaaa! Viktooooooooria-a! Viktoria! Viktoria! DüdeldüedeldüdeldüdelDADüüdü!) sieht folgendermaßen aus: Es stehen vieles Häuser um den Park, der in einem Berg gipfelt (dem Namenspatron von Kreuzberg). Häuser, jene, die Häuser sind alle sher groß, aber es ist wenig los, es gibt kaum Büdelchen oder Marktschreier, oder Döneria, oder Eisdiel, sondern nur eine ägyptische Kneipe und zwei drei Schwulenkneipen, wo alte Buben mit Lederkäppi davorstehen und mürrisch den Fußgänger mustern! Und zu den Häusern: sie sind duster und schwer, und starren aus der Jahrhundertwende, scheinen auch gerad unter all dem lutheranischen Zierrat zusammenzubrechen, gräußlichste Wasserspeier die mit Wahnsinnsfratzen auf die Passanten am Gehsteig hinabschaun, Erkerchen und Portikusse an jedem von zweihunderttausend ausladenden Fenstern, Schlußsteine und Tonnengewölbe, Fix und Foxi, Fialen und Krebse, Lolek und Bolek, decorum und diabolum, Kranzgesims und Bimsstein, alles überall auf wenigen Quadratmetern, und so schwarz wie Ruß. Nie würde ich, um mich jetzt richtig zu verständigen, abgedroschen wie ein Gymnasialmittelstüfler sagen, daß alles das, was wo schmückt am Haus, im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB!) geahndet werden sollte! In der Tat bin ich ein Bube des Musters, dem es erst richtig gemütlich wird, wenn es sich schön richtig mustert.
Aber dies und das und jenes ist zu viel, liebe Tante Claudia, lieber Onkel Claudius!
Das gemerkt, wurde uns gleich schwer ums Herz! Jetzt in die U-Bahn steigen, und durch die neue große Bergstraße laufen, DAS wäre es, vorbei an billigen Drogerien, Dönerläden, alles im rechtmäßigen Ziegelneubau, wahre Menschlichkeit, wahre Freiheit! Soundsovielhundertmeter Fußgängerzone zum Bahnhof Altona, am McDonalds vorbei, leuchtend leuchtend, klassich, ganz klassisch! Ein Wort von Goethe auf den Lippen: »Wer jetzt nicht fickt, wird niemals ficken!«, im Wind, der wo das Haar zaust! Wieviel Uhr ist es lieber Bubi? Fünf nach neun! Recht so!

Höflichkeitsliga schrieb am 8.1. 2004 um 23:34:25 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 9 Punkt(e)

Heute wieder blödes Mißgeschick:
Im Treppenhaus, schon den Triumph wähnend, als mir Schritte entgegenkommen, es sind sicher die Studenten, denn das ganze Haus ist voll von Studenten, was würde ich darum geben, in einem Haus voll mit stolzen Osmanen zu wohnen, »alda, Arslan!«, aber nix, nur Studentenbeutel aus wasweißich, vermutlich Niedersachsen, die mich, den Freundlichsten aller Menschen, der ich gerne die Freundlichkeit bis zum Ätzenden treibe, und mir manches darauf auch einbilde, kurzum, ich wurde von den entgegenkommenden Studenten auf der Treppe trotz freundlichsten Zuvorkommens bis dato nie gegrüßt, heute also, Schritte von oben beim hinaufgehen, ich denke mir, »Aaah! Die Studenten!«, reibe die Hände und setze eine besonders teilnahmslose Miene auf, und tatsachlich, drei, vier Studenten und Studentinnen kommen im Abstand je eines dreiviertelten Treppenabsatzes vorbei (Die Studenten sind, so scheint es, heute wohl in Ausgehlaune!), und ALLE sagen »Hallo«, ICH jedoch, was für ein GROßER Moment, einfach vorbei, Blick nach vorn, Mundwinkel in der strengen Horizontalen, und als die letzte Studentin, die allerletzte Studentin, an mir vorüber ist, und ich schon meine Wohnungstür aufsperre: passiert das schreckliche, was meinen ganzen schönen Triumph (den ich eigentlich schon mit vielen goldenen Wagen auf der Straße des 17. Juni abhalten wollte!) zerstören, zernichten sollte: durch einen Ungeschickten, äußerst ungeschickten Handgriff beim Schließen der sehr, bei der allzu leichtgängigen Tür, bei einem törichten Handgriff, etwas, nur etwas zu schwungvoll in der Art, fällt diese mit Getöse, laut krachend, knallend, ins Schloss!!! Ich erstarre! »Nein, nie! Ausgerechnet DU! Tür! Et tu porte? War ich nicht wie ein Vater für dich?«. Der ganze Eindruck ist hin. Die Studenten müssen meinen ich hätte einen schlechten Tag gehabt, oder wäre insgesamt ein unzurechnungsfähiger Choleriker. So spielt das Leben.

Höflich oida schrieb am 20.6. 2003 um 04:25:46 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 5 Punkt(e)

Oh wei oh wei. oh wei oh wei oh wei oh wei.
Wir sind so in der Hölle, das kann niemand glauben! Da würde niemand, und ich meine es, niemand mit uns tauschen wollen, also sagen wir mal so, von allen Leuten die nicht krank oder allerabstoßendst häßlich sind, oder ein ärmliches Dasein auf einer Drittweltmegalopolismüllkippe fristen, bin ich der elendeste, der allerelendeste, ärmlichste, niederste, zerschundenste, staubgeworfenste den man sich vorstellen kann in der westlichen Welt. Welch ein »predicament«!

Grobianismusliga, ehemals Höflichkeitsliga schrieb am 30.10. 2001 um 22:50:25 Uhr zu

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Bewertung: 7 Punkt(e)

Liebes Tagebuch...

Heute habe ich zu Mittag zwei Schälchen voll mit Pommes Frites und eine große Dampfnudel mit Vanillesauce gegessen. Ein Wasser hab ich auch noch dazu getrunken. Während ich die Dampfnudel aß, wurde mir eines klar: Die Menschen sind kalt. Meine Dampfnudel war zum Glück noch warm, aber auch nicht sehr. Morgen hab ich frei. Es ist viel zu warm zur Zeit. Ich verachte den milden Winter. Er bewirkt moralische Verkrüppelung. Ich weiß, noch ist nicht Winter. Aber bald. Ich dreh die Heizung jetzt besser an, bevor ich ins Bett gehe.

Bis Morgen,

Deine Grobianismusliga

Höflichkeitsliga schrieb am 28.11. 2001 um 01:02:37 Uhr zu

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Bewertung: 8 Punkt(e)

Liebes Tagebuch,

Soso, der Dings hat also die Dings gefickt, ehrlich gesagt, egal ist es mir ja, schließlich kenn ich die Dings ja gar nicht, aber den Dings kenn ich, und einfach so, in diesem Zimmer, während all die anderen Besoffenen da rumhängen, und ich selbst total am Arsch auf dem Sofa derilierend, na ich weiß nicht, also einfach so hingehen, also ich meine daß ist doch keine gute Welt wo die Mädchen sich nach fünf Minuten Gespräch sich einfach den Schwanz reinschieben lassen, ehrlich gesagt, ich finde das zutiefst spießbürgerlich, wie überhaupt der ganz Sexscheiß schon immer die Aura von Kaffeeklatsch und Tod innehate, aber daß würden diese ganzen Narren natürlich abstreiten, ach, die Eltern von dem Dings, der wohnt ja noch zuhause, äh, naja, die denken bestimmt auch die sind flippig, weil die Freundin von dem jenem Dings (ein anderer Dings als der der die anderee gefickt hat) hat ja mal erzählt daß die Mutter von dem Dings, der wie gesagt nicht der Dings ist der die andere da auf der Party (haha) gefickt hat, ihr selbst von diesen Sexspielzeugliebeskugeln erzählt hat, die sie da im Schrank hat, und, hoho, sich dadurch auf der sicheren Seite wähnt. Ich habe ja mal, in dieser bescheuerten Kneipe, gesagt, die Eltern von dem Dings, also die mit dem Sexzeug, das wären Spießer, absolute. Da wurde mir aBER AUFS SCHÄRFSTE WIDERSPROCHEN; SCHLIEßLICH GEHEN DIE BEIDEN IN AKTUELLE Kinofilme, und sind auch sonst ganz locker drauf, ne!
Au weh!

Höflichkeitsliga schrieb am 22.11. 2001 um 01:39:44 Uhr zu

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Bewertung: 6 Punkt(e)

Liebes Tagebuch,

Es ist grauenhaft, die ganze Zeit dieses elende Zeug wälzen, ich frage mich wie die anderen es schaffen, dreieinhalb Stück muss ich bis Ende März davon Schreiben, gräßlich, und thematisch kommen einem die Dinger auch kein Stück weit entgegen, nun ja, teilweise schon, trotzdem, eine häßliche Aufgabe, heute hatte sich im Zug nach Hause dann auch noch zufällig die Bibliothekarin genau auf die Sitzbank gegenüber gesetzt, zu spät wohl hatte sie mich an meinem Bücherstapel erkannt, sie hat aber das beste aus der Situation gemacht, und einfach die zwanzig Minuten bis ich aussteigen musste die Augen geschlossen um so zu tun als ob sie schlafen würde. Ein gangbarer und geschickter Weg, wie ich meine.
Morgen werde ich die Kündigung in den Briefkasten werfen.

Höflichkeitsliga schrieb am 17.3. 2003 um 23:24:28 Uhr zu

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Bewertung: 3 Punkt(e)

OIDA! Praktikant! Die Kagge is am dampfen Bubi!!!!
Soeben erreicht mich von informierter Seite die Nachricht daß sie nach der Fraktionssitzung von den SPD-Spacken mit ihrer dummen Abgeordneten und anderen Deppm noch zum italienisch essen gegang sind! ITALIENISCH! ZORN ante portas!! HASS intra muros!!! OIDA! Jetzt tu ich hier gegen bestes gewissen Logis bieten für Apfel und Ei alda (das Geld daß sie mir gegeben haben hatte ich schon heutte nachmittag für Schallplatten bei Mr. Dead and Mrs. Free durch, und die sind nichtmal, wie ich entsetzt merken musste, sooo besonders gut!!!!) Und ich habe den Ärger, müsste für wichtigste Prüfungen so ungefähr bis nächsten Monat ein paartausend Seiten zerlesen, aber stattdessen muss ich mich grämen, wo sie bleiben, und fürchte doch mit jeder Minute ihr kommen, wo sie pausenlos mir einen Unsinn an die Backe labern werden, einen elenden Scheiss, einen sozialdemokratendreck, einen Bayrischstadtrandsiedlungquatsch, muss ich mir das gefallen lassen, mein Herr??? Ich werde ihre scheisscola jetzt wegtrinken, und ihnen auf etwaige NAchfragen höchst schnippisch ungehalten antworten, sie Arsch mit Gesichtsfotze!!!!!

Höflichkeitsliga schrieb am 16.10. 2002 um 02:29:20 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 6 Punkt(e)

Liebes Tagebuch,

Heute war kein guter Tag, aber trotzdem bin ich jetzt frohen Mutes. Jaja. Über den Vor- und Nachmittag brauche ich keine Worte zu verlieren, ich gebe zu, ich bin Student. Nein ich bin Arbeiter, nein, Fabrikbesitzer...haha. hohoho. hihihi. Schlimm: Kunstgewerbekneipe, mit schmiedeeisernen kunstobjekten, aber nicht einmal ambitioniert, sondern halt, naja, und so Glasperlen und Wandbemalungen. Man darf nicht mehr so viel Bier trinken, nein nein. In der Kneipe schlecht geworden, wegen dümmlichsten Kurzfilmen. Die Kiffer haben gelacht. Ich versteh mich gut mit den Kiffern. Hallo! Nicht das sie das jetzt lesen, ich glaube ich habe die Seite mal erwähnt in ihrer Gegenwart. Aber die Kiffer vergessen eh alles immer wieder. Falls nicht, nix fia unguat! Denen braucht man nämlich mit gar keiner Information nicht kommen, alles gleich vergessen. Idioten! Australische Frau ist SemiHippiemädchen. =schlecht. Das dumme bei den schlechten Menschen ist, daß man ihnen nicht zuvorkommen kann, im nicht-leiden-können, weil Sie einen immer schon zuerst nicht leiden können. dann entsteht leicht der Eindruck auf den außenstehenden, daß man sie nur nicht leiden kann, weil sie einen nicht leiden können. Das ist aber falsch. Abneigung gegen Marihuanaraucher heute deshalb wieder zugenommen. Hallo ihr Kiffer! Ich predige keinen Hass, nein nie, nur eine lustige Normalität, die man eigentlich für jedermann einrichten müsste. das sollte so schwer doch nicht sein. Ist es aber natürlich.

Digger is die Crew schrieb am 7.4. 2004 um 00:10:12 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ja ihr Kasper, mir doch scheisse.
Ich geh eh im Wintersemester zwecks DottoreErbat endlich zurück nach Mighty Minga, und ihr könnt weiter dümmlich jede Woche auf www.tontransfer.de kucken wo in, oh, im crazy Berlin die coole Party geht du, zum Beispiel nächsten Samstag ins dümmliche Rio, wo immer der Benjamin Stadlober Hof hält, und da wo zum gegebenen Datum die dümmlichen Golden Pudel-DJ's, die mich schon als Anfangszwanziger verzagt hatten wegen ihrem Eklektizismusscheiß, wo die also in diesem Schlauch-Vorraum auflegen, und wieder alle Kreativberufler Mitte zwanzig eintreffen und nichts trinken aber einschnmeißen und sich für Sadomaso Party verabreden, NMV, nicht mein Verein, in mighty Minga geht das anders, denn da ist jeder, wie ich, qua Familientradition reich (Meine Eltern: Vater Zahnarzt mit vielfachem Altbau-Immobilienbesitz in westdeutscher Miethochpreisinnenstadt, Mutter durch Erbschaft Eigentümerin von Hochhaus-Immobilien in günstiger Lage), und da zählt es noch was, wenn man reich ist, was das normalste der Welt ist, ich hasse arme Leute, nein, nicht wirklich, aber Leute die wo mittelviel Geld haben, und sagen daß sie auf Schickimicki nicht können, das sind Arschlöcher, wie Ihr, die ihr Arschlöcher seid, wobei DEIN Vater lieber Dingsbunms, Personalchef bei Bosch ist, und du sicherlich bei der entsprechenden, sicherlich in Aussicht stehenden, Anstellung auf mehr Geld hoffen kannst als ich je, als aus der Familie ausgeschiedener Alkoholiker, von meinen Erzeugern bekommen werde. Aber trotzdem wählst du SPD, was eine Barbarei ist, gut, jetzt mit der Agenda 2010 ist das schon besser geworden, trotzdem nicht mein Verein, NMV, da könnt ihr tausend mal dümmlich im dummen Rio herumstehen, du und der Stefan, oder in diesem blöden S-Bahnbogen bei der Jannowitzbrücke, und sagen: »Oh, ich mag Elektromusik, weil die schöne Melodien hat!«, wo ich doch viel lieber die Proletenmädchen mit den dicken Titten im Polar-TV oder im Sternradio bestaunt hätte, aber das ist jetzt vorbei, der Ohrenarzt sagt daß das nicht geht, und wegen euch Ärschen musste ich die ganze Zeit in so Kasperklitschen hängen, mit so Vorgartenbitches, die zwar nicht aus der Gosse kommen, aber von denen auch niemand wirkklich REICH ist, und was DAS bitte bringen soll, das will ich euch jetzt hiermit fragen..., und auch wegen der Musik, das beste musikalische erlebnis hier jetzt war im Sommer 2002, wo Justus Köhncke im Maria Metro Area-oder wie das heißt- Platten aufgelegt hatte, das war visionär, gut, für Menschen, und nicht so ein Scheiß wie wenn man im dummen Golden Gate neben der Propangasheizung sitzen muß und der dümmliche Discjockey Human League und Daft Punk auf seinem dummen Teller dreht.
Ich ziehe mich hiermit ins private zurück. Mighty Minga!
(Text nach Diktat per E-Mail versandtl. Freundschaften gekündigt.)
(Text nach Diktat per Mail versendet, Freundschaften gekündigt...)

Höflichkeitsliga schrieb am 19.1. 2003 um 00:15:45 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 3 Punkt(e)

JEDEN TAG ARBEITE ICH UNERMÜDLICH AN MEINEM OPUS MAGNUS, DAS MIR RÜHM BRINGEN WIRD! Unermüdlich muss gefeilt werden, doch dereinst, wenn es fertig ist, werde ich mich von meinem Werk abwenden, und durch das Fensterglas auf den Hof sehen, um leise bei mir zu sagen: »so ist es gut!«. Denn die Kunst ist treffliche, und ICH der beste aller Künstler, ich darf mich nicht ablenken lassen vom niederen Treiben, ich muss ausharren in der Kammer, und SCHAFFEN, ERSCHAFFEN, denn das Menschentum will ergötzt werden! Dann, oida, dann oida, macht es mir auch gar nichts aus, wenn ich wie gestern, halbalkoholbewußtlos in der Kneipe sitzend, mit einem Verständnislosen, der meine großen Worte nicht HÖREN WILL, der mir, dem magister ars rhetorica, beim Zuhören voll Hohn ins Gesicht spottet, rede, mit einem rusticus quasi, einem Bauernsohn, der... nein... ich will nicht hassen! Ich will nur lieben! Kunst ist Liiiihbe du!

Höflich schrieb am 28.6. 2003 um 06:01:38 Uhr zu

DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga

Bewertung: 2 Punkt(e)

Ach man fasst es nicht! Da spielt man vor der Disse Fußbal mit einer Becksdose, und was passiert, natürlich, der Alkohol und die Erdniederziehungskraft zwingen einen zu Boden, so daß man sich auf dem grobkörnigen Berliner Gewerbegebietsasphalt sich, wie könnte es anders sein, ein blutiges Loch in die teure Carharrt-Hose schlägt, die man eigentlich nur deshalb vor fünf Monaten gekauft hatte, weil man sich damals beim rennen zum Nachtbus und folgendem ausrutschen auf einer eisigen Schneescholle ein blutiges Loch in die teure Dockers-Khaki gechlagen hatte. Das Weltgeschehen im Großen mag sich nicht wiederholen, es sei denn als furzige Farce, der Alltag allerdings kennt Wiederholungen, die in ihrer Ähnlichkeit schon frappierend sind, heute wie damals werde ich in den nächsten Tagen (eigentlich Morgen), mein eh schon überlastetes Konto nochmals überziehen müssen um mir eine neue 100 Euro-Hose zu kaufen, noch dazu habe ich jetzt kleine Löcher in den Händen, was mir damals, vor einem halben Jahr dank Winterkleidung erspart geblieben war...
Die Wunde am Knie scheint allerdings weniger tief zu sein, obwohl die Hose diesesmal sehr viel Blutdurchtränkter war als letztes Mal, nun, der Stoff war auch dünner, was soll es, kaputt ist kaputt. Was soll das denn bitte???!!

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