Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »DasOffizielleWebtagebuchDerGrobianismusliga«
Höflichkeitsliga schrieb am 8.1. 2004 um 23:34:25 Uhr zu
Bewertung: 9 Punkt(e)
Heute wieder blödes Mißgeschick:
Im Treppenhaus, schon den Triumph wähnend, als mir Schritte entgegenkommen, es sind sicher die Studenten, denn das ganze Haus ist voll von Studenten, was würde ich darum geben, in einem Haus voll mit stolzen Osmanen zu wohnen, »alda, Arslan!«, aber nix, nur Studentenbeutel aus wasweißich, vermutlich Niedersachsen, die mich, den Freundlichsten aller Menschen, der ich gerne die Freundlichkeit bis zum Ätzenden treibe, und mir manches darauf auch einbilde, kurzum, ich wurde von den entgegenkommenden Studenten auf der Treppe trotz freundlichsten Zuvorkommens bis dato nie gegrüßt, heute also, Schritte von oben beim hinaufgehen, ich denke mir, »Aaah! Die Studenten!«, reibe die Hände und setze eine besonders teilnahmslose Miene auf, und tatsachlich, drei, vier Studenten und Studentinnen kommen im Abstand je eines dreiviertelten Treppenabsatzes vorbei (Die Studenten sind, so scheint es, heute wohl in Ausgehlaune!), und ALLE sagen »Hallo«, ICH jedoch, was für ein GROßER Moment, einfach vorbei, Blick nach vorn, Mundwinkel in der strengen Horizontalen, und als die letzte Studentin, die allerletzte Studentin, an mir vorüber ist, und ich schon meine Wohnungstür aufsperre: passiert das schreckliche, was meinen ganzen schönen Triumph (den ich eigentlich schon mit vielen goldenen Wagen auf der Straße des 17. Juni abhalten wollte!) zerstören, zernichten sollte: durch einen Ungeschickten, äußerst ungeschickten Handgriff beim Schließen der sehr, bei der allzu leichtgängigen Tür, bei einem törichten Handgriff, etwas, nur etwas zu schwungvoll in der Art, fällt diese mit Getöse, laut krachend, knallend, ins Schloss!!! Ich erstarre! »Nein, nie! Ausgerechnet DU! Tür! Et tu porte? War ich nicht wie ein Vater für dich?«. Der ganze Eindruck ist hin. Die Studenten müssen meinen ich hätte einen schlechten Tag gehabt, oder wäre insgesamt ein unzurechnungsfähiger Choleriker. So spielt das Leben.
Höflichkeitsliga schrieb am 16.10. 2002 um 02:29:20 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Liebes Tagebuch,
Heute war kein guter Tag, aber trotzdem bin ich jetzt frohen Mutes. Jaja. Über den Vor- und Nachmittag brauche ich keine Worte zu verlieren, ich gebe zu, ich bin Student. Nein ich bin Arbeiter, nein, Fabrikbesitzer...haha. hohoho. hihihi. Schlimm: Kunstgewerbekneipe, mit schmiedeeisernen kunstobjekten, aber nicht einmal ambitioniert, sondern halt, naja, und so Glasperlen und Wandbemalungen. Man darf nicht mehr so viel Bier trinken, nein nein. In der Kneipe schlecht geworden, wegen dümmlichsten Kurzfilmen. Die Kiffer haben gelacht. Ich versteh mich gut mit den Kiffern. Hallo! Nicht das sie das jetzt lesen, ich glaube ich habe die Seite mal erwähnt in ihrer Gegenwart. Aber die Kiffer vergessen eh alles immer wieder. Falls nicht, nix fia unguat! Denen braucht man nämlich mit gar keiner Information nicht kommen, alles gleich vergessen. Idioten! Australische Frau ist SemiHippiemädchen. =schlecht. Das dumme bei den schlechten Menschen ist, daß man ihnen nicht zuvorkommen kann, im nicht-leiden-können, weil Sie einen immer schon zuerst nicht leiden können. dann entsteht leicht der Eindruck auf den außenstehenden, daß man sie nur nicht leiden kann, weil sie einen nicht leiden können. Das ist aber falsch. Abneigung gegen Marihuanaraucher heute deshalb wieder zugenommen. Hallo ihr Kiffer! Ich predige keinen Hass, nein nie, nur eine lustige Normalität, die man eigentlich für jedermann einrichten müsste. das sollte so schwer doch nicht sein. Ist es aber natürlich.
Höflichkeitsliga schrieb am 19.10. 2002 um 05:33:19 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
So so so. Das sind ja schöne Neuigkeiten! Weißt du noch liebes Tagebuch, na, du weißt natürlich nicht, weil du damals noch gar nicht auf der Welt warst, aber damals, als ich meinen ALLERERSTEN Text in den Assoziationsblaster geschrieben habe, und zwar über das Wort »Nachbar«? Jaja, da hatte ich mich sehr beschwert, weil mein damaliger Eilbeker Nachbar, mein Wandsbek-Eilbeker Hiphop-Punknachbar mit seinem riesigen schwarzen haarigen Hund, weil der eben nie die hausordnung gemacht hat, was sonst nicht schlimm gewesen wäre, weil ich sie auch nicht, unter normalen Umständen, gemacht hätte, aber in diesem speziellen Fall eben doch, weil hunderte von Tauben das Treppenhaus einfach täglich vollgeschissen haben, und es sooo fürchterlich gestunken hat, das ich nach einmal hausordnung machen wieder ausgezogen bin? Na? Siehste! ABER, das Problem an der Sache ist, das war ÜBERHAUPT KEIN PROBLEM, DAS WAR EIN SCHEISS, ENTGEGEN DIESEM MIST HIER IN DEM ICH MICH BEFINDE, was mache ich heute also, also ich komme von der üblen Austauschstudentenuniversitätsfete zurück, in den vierten Stock, und sehe so schwarzes Zeug auf meiner Türschwelle, also denke ich mir noch »HUCH,«, denke ich mir, »bin ich heute etwa in einen Dreck getreten?!«, und dann seh ich genauer hin, und sehe daß das kein Dreck ist, sondern eine scheißbeschissene Zigarettenasche, und gar nicht mal wenig davon, und ich denke mir, »NA SAUBER!«, und dann macht auf einmal auch dieser Vorfall vor dreieinhalb Monaten Sinn, wo ich innerhalb von zwei Wochen zweimal eine übel stinkende Katzenscheise vor meiner Tür gefunden hatte, wo ich noch gedacht hatte »hmm, das sieht eigentlich ziemlich nach hingelegt aus, aber das kann eigentlich nicht sein, wer würde denn so einen Unsinn machen???«, ABER ABER, ich merke, das hat System, denn die Zigarettenasche ist sehr bestimmt nicht von mir, denn bin ich dumm und asche eine halbe Zigarette ganz und gänzlich vor meine Wohnungstür??? Eben nicht! So, also, und da ich es eben nicht war, muss es jemand anderes gewesen sein, und wenn ich daran denke, daß irgendsoein Spinner da hergeht, und mir meine Türschwelle vollascht, dann bekomme ich gleich wieder so eine Aggression, daß ich demjenigen so ÜBELST die Fresse einschlagen könnte, daß es nur noch ein Spass ist, immer drauf, knack knack zack, und dann noch auf den Wichser eintreten wenn er schon längst am Boden liegt, minutenlang, Nierenquetschung, Schädelbruch, Rippenbrüche, Kieferbruch usw. usf., DAS PROBLEM IST NUR, ich habe überhaupt keine Ahnung wer das gewesen sein könnte, denn eigentlich könnte das jeder sein, der dumme Wichser unter mir, der mich ermahnt hat meine Musik leiser zu drehen (obwohl er selbst seine dümmliche Reggae-Hirnwichse noch viel lauter dreht!), der Unbekannte aus dem zweiten Stock, den ich erst einmal in sieben Monaten im Treppenhaus gesehen habe, oder dieser PSYCHOPATH, dieser Typ der nie grüßt, oder selten, und der immer, als circa dreiunddreißigjähriger, mit einem KICKBOARD (!) das Haus verläßt um Besorgungen zu machen (der hat auch eine Katze, also von wegen dem Katzenscheiss ist das ein heißer Kandidat), und der immer wenn ich das Treppenhaus hinuntereile seine Tür, wenn ich auf der Höhe bin, einen Spalt aufmacht und schnell wieder zumacht (das klingt relativ verdächtig, wahrscheinlich sollte ich ihm so oder so eins aufs Maul hauen, der Fotze!), oder gar diese Deppenfamilie, die im Vorderhaus wohnt, und die mir schon immer so übel in die Kammer schauen kann, die Frau schließe ich jetzt mal aus, die geht auf Krücken, und ist relativ normal, aber der Mann ist ein affenfickender Hippielanghaariger dem stundenlang eigentlich auch schon ohen Grund die Fresse eingeschlagen gehört, und dann haben die noch so eine absolut FETTE Tochter, die in so Kleinkriminellenkreisen verkehrt anscheinend, die immer wenn ich aus dem Haupteingang auf die Straße gehe, an der zwischen Tür und Türgesims lehnt, und ihre dümmlichen Zigaretten raucht, die Fotze, oder eben diese 5.000 dumm-Araber hier, denen meine Haare und meine Nase nicht passen, bzw. wäre das die ungünstigste Lösug, weil man dann herausfinden müsste, wer von diesen 5.000 das ist...
Alles Wichser!
Höflich schrieb am 16.12. 2003 um 23:29:39 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Ich könnte ihn erschlagen, diesen Ingolstädter Deppm diesen elenden Idioten, diesen Wahnsinnigen, der sich jeden JEDEN Tag mit seiner dümmlichen Freundin im Nebenzimmer bis um 0.30 im mindesten unterhält, diesen Wahnsinnigen, der ungern Dinge wegwirft, solches sind die schlechtesten Menschen, die ungern Dinge wegwerfen, denn schon Eusebius und Lactanz wußten: »Dinge wegwerfen ist ein Werk Gottes, von daher von allen unbedingt nachzuahmen!«. Kein Wunder daß ich solchem Ingolstädter Rotweingesindel ausgerechnet hier über den Weg laufe, und nicht daheim, was näher läge zumal! Hat die Stadt doch schon seit der Reichsgründung ihre rechte Funktion als Deppenmagnet inne, so daß man sich bereits, dem braven Kanzler Adenauer hier rechtgebend, kurz nach dem Aussteigen am allerlächerlichsten Bahnhof Zoo, in der, allerdings ins Nationalsozialistische gewendeten, asiatischen Steppe wähnt! Unvergessen der tätliche Angriff auf meine Gesundheit durch einen Jungnazi (»jung« im Sinne von neu, an Alter mag er mir älter als ich gewesen sein, sicherlich) in der Wissmannstraße zu Neukölln, der allerdings von Glück sagen konnte, daß ich einen entfernten Bekannten ausführen sollte, so daß ich mir kein blaues Auge leisten konnte! Unvergessen all die gräulichen Berliner Pflänzchen, im Durchschnitt einen Meter und fünfzig groß mit Bommelmütze und kleinen Plüschtierchen am Rucksack die Straßen um das Institut säumend, die das Weite suchen, obwohl man sich geradezu aus philantrophischem Motiv annnähert! Unvergessen all die Streikprotestler, die erst SPD/PDS wählen, und sich dann wundern daß die Genossen als Bauernopfer die gesamte Universitätsinfrastruktur, meine Herren, kurz- und kleinschlagen, nur um weiterhin sozialverträglich 20.000 unbefristet beurlaubte Kindergärtnerinnen bei vollem Gehalt beschäftigen zu können, nebst 100.000 Verwaltungsbeamten der Stadt, in Ämtern die im Durchschnitt am Tag zwei Stunden dem Publikumsverkehr geöffnet sind.
Unselige dümmlichste aller Freundinnen des dümmlichen Ingolstädter Mitbewohners! Gräuliche Frau, gräuliche gräuliche Frau! Man kann hier studieren, daß oftmals eher der Charakter häßlich macht als das allgemeine Wachstum, was ich nie gedacht zuvor! Aber es stimmt! Schlimmste verwerfungen des Charakters lassen sich lauschenshalber durch den Türspalt erahnen! Nieder! Ich will ausziehen, nächstes Jahr schon! Anfang Januar! Wenn es nicht für die liebenswerten Kiffer wäre, ich hätte die Stadt längst verlassen! Die Prophetie empfange ich nicht von Jesum, aber Nächstenliebe ist mir trotzdem ein Gebot!
Höflichkeitsliga schrieb am 13.9. 2003 um 22:42:48 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Gestern Nacht Vollrausch. Erschütternd, höchstpeinlich, grandios. Leute auf der Straße angepöbelt, in der U-Bahn Bier verschüttet, zu Hause um halb fünf in fremden Zungen in den Hof geschrien daß es nur so gekracht hat, laute Handygespräche, im Zimmer auf und abgehend und brüllend, fingiert, verstörende E-mails verschickt, Stefan altgriechisch auf den Anrufbeantworter diktiert, alle Glasflaschen in der Küche umgetreten, daß es nur so gescheppert hat, Musik zehn Minuten lang auf Anschlag gedreht. Expressiv, äußerst Expressiv, intensiv, unverfälscht, cholerisch und wutschnaubend. Ich sollte zum Theater gehen!
Klumpi schrieb am 17.4. 2004 um 19:06:07 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Weißt schon, irgendwann die Tage, wenn des so weitergeht, ned rausgehen können, weil einem des Ohr heavy bombt, und shit, dann lose ich irgendwann mein Temper, und shit, und wenns soweit iiiis, oida, dann wird irgendsoein Wichsa geofft, des hab ich mir schon früher ausgedacht, wenn ois nur noch bergabgeht, dann wird irgendsoein Nazi geclapt, weißt, wenn ois zerzweifelt ist, und die Perspektive Zilch, dann nehm ich so Kaschber mit, die wo meinen sie können ihr ganzes Leben auf Hass aufbauen oida, aber des geht ned, weil des kommt around. Also oida, wenn DU, Träger von so Schuhen mit dem »N« drauf, träger von Wischiwaschijeans und »Lee Perry Jacke« (Höhöhö!) an so eim crazy-ass jew vorbeikommst, der wo wie ausschaugt wie ein Nike-Werbeschild, der wo finster und heavy duty schaut oida, der wo gega BVG-MusicalWerbeSchilder kickt ohne daß die kaputtgehen, weil des Scheißplexiglas is, der wo voll bright is oida, der wo dich anschaut oida, weil er meint daß ihr Pussys drauf reagiert, aber ihr tuts ned, der wo nix Gaspistole dabeihat, aber trotzdem on fire is oida, der mehr Gewichte pumpt als ihr, der detached ausschaugt, dann is der Shit on, dann wird an euch die Vernichtungsweihe vollzogen, mir doch Fotze, ob ihr arm seid, nie was hadded, dumm seid, des wird heavy, weißt schon, könnts ihr soviel Anabolika schlucken wie ihr wollt, habts ihr euch vorbereitet dog? Ich mußte, bitch, mich vorbereiten, ich schick euch heim nach Walhalla, Breiti breit, trotzdem Reaktionszeit unter Null, Foootze, ich bin soweit oida, bitch, irgendjemand stirbt in nächster Zeit oida, und ich bin des ned. Dooooog!
Höflichkeitsliga schrieb am 17.3. 2003 um 23:24:28 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
OIDA! Praktikant! Die Kagge is am dampfen Bubi!!!!
Soeben erreicht mich von informierter Seite die Nachricht daß sie nach der Fraktionssitzung von den SPD-Spacken mit ihrer dummen Abgeordneten und anderen Deppm noch zum italienisch essen gegang sind! ITALIENISCH! ZORN ante portas!! HASS intra muros!!! OIDA! Jetzt tu ich hier gegen bestes gewissen Logis bieten für Apfel und Ei alda (das Geld daß sie mir gegeben haben hatte ich schon heutte nachmittag für Schallplatten bei Mr. Dead and Mrs. Free durch, und die sind nichtmal, wie ich entsetzt merken musste, sooo besonders gut!!!!) Und ich habe den Ärger, müsste für wichtigste Prüfungen so ungefähr bis nächsten Monat ein paartausend Seiten zerlesen, aber stattdessen muss ich mich grämen, wo sie bleiben, und fürchte doch mit jeder Minute ihr kommen, wo sie pausenlos mir einen Unsinn an die Backe labern werden, einen elenden Scheiss, einen sozialdemokratendreck, einen Bayrischstadtrandsiedlungquatsch, muss ich mir das gefallen lassen, mein Herr??? Ich werde ihre scheisscola jetzt wegtrinken, und ihnen auf etwaige NAchfragen höchst schnippisch ungehalten antworten, sie Arsch mit Gesichtsfotze!!!!!
Höflichkeitsliga schrieb am 6.2. 2002 um 19:02:49 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Liebes Tagebuch, seit ich hier den letzten Eintrag geschrieben hatte, ist allerhand passiert, öh...
...na, ach, wen soll ich denn hier zum Narren halten, nichts ist passiert, rein gar nichts, niente, nulle, nix, nothing, null. Aber vielleicht ist das ja auch zum Guten, denn, wenn nichts passiert, können ja auch keine schlechten Dinge passieren, du verstehst mich.
Gut, der Umzug nimmt langsam Gestalt an, er kündigt sich an sozusagen, hinter dem Wochenende ragen die ersten vorbereitenden Maßnahmen hervor, Sondierung ist angesagt, was soll ich sagen, nun ich bin doch recht froh, daß ich diesen unwirtlichen Flecken jetzt hinter mir lassen kann, das vergangene Jahr, na, das könnte ich eigentlich glattweg aus meinem Lebenslauf streichen (und wende jetzt bitte nicht ein, daß ich mit den Jahren davor recht eigentlich genauso verfahren sollte, daß ist nämlich nur teilweise wahr).
Also, man sieht sich,
Höflichkeitsliga
Höflich schrieb am 1.6. 2003 um 15:58:02 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Heute aufgewacht. Sofort Migräne bekommen. Das geht bei mir mit Aura, also zuerst bekommt man Gesichtsausfälle, und es wird einem übel, dann, nach ca einer halben bis dreiviertelstunde verschwinden die Gesichtsfeldausfälle, bloß die Übelkeit bleibt, und das Kopfweh kommt hinzu. Das war ein garstiges Erwachen. Glücklicherweise geht das recht schnell vorbei, nach vier bis fünf Stunden ist es in der Regel vorbei, d.h. es ist jetzt mehr oder weniger restlos weg, man fühlt sich noch ein bisschen verkatert, nein, nichtmal das, nur wie wenn man zwei Bier getrunken hätte, und dann vom Schwips langsam runterkommt. Was für ein garstiges Erwachen! Ich fürchte ja es kommt von meinem neuen Hobby, dem »Strenght-training« dessen Betreiben ich hier auch nur im anonymen Rahmen zum Ausdruck bringen will, sämtliche Bekannte von mir sind uneingeweiht, aber mein Bauch ist ein wenig zu groß geworden, und nachdem ich im letzten Jahr durch exzessives Fressen gemerkt haben wie formbar der gute alte menschliche Körper doch ist, haben wir uns gedacht, na, wieso nicht. Doch welch böses erwachen! Nicht nur das jetzt heute meine seit Monaten, und davor seit Jahren ruhende Migräne sich wieder zu Wort meldet, nein, auch der Studioalltag an sich ist, zumal hier, in Neukölln, wo alle Eltern anscheinend eine Hypothek auf ihren Pitbull aufnehmen damit ihr Sohn/ihre Tochter ab dem sechsten Lebensjahr nicht mehr auf die Lebensmitgliedschaft im Fitnessclub verzichten muss, eher etwas bedrückend, um nicht zu sagen einschüchternd...
nein das war gelogen, ich geh gar nicht ins Fitnesstudio, male mir das aber hin und wieder aus, und ich bin sicher, da sind 30 Prozent Nazis und 70 Prozent pistolenschwingende Libanesen, die mindestens so viel Stereoide schlucken wie sie Gewichte heben. Ich lasse mir leiber drei Pizzas ins Haus kommen (das ist wirklich ein billiger Laden! Gerade 12 Euro für drei 26 centimeterdurchmesser Pizzas!). Auch eine Art des stahlharten stählens. Himmel, das dauert! Nicht daß er die Straße falsch verstanden hat, jetzt anruft um nachzufragen, und ich bin im Internet! Oh weh! Na. Huch. Im übrigen: Sehr angenehm ein Wochenende nicht irgendwohinzugehen und zu saufen. Die Freunde sind lieb, aber im Endeffekt, oh der Pizzabub kommt die Tre GEIL GEIL GEIL DER PIZZABUB WAR DA! EINMAL INSALATO POLLO (stegt etzt neben mir!) einmal pizza pepperoni, einmal pizza carcifiosi und einmal pizza margahritha (oddä so), ey subba, SUBBA, jetzt, hoho hoho, aber hm, die Pizzas sind schon ein wenig klein, 26 cm naja, war billig, ach, und horch ,der Salat geht auch, is ja oft so eine Sache mit dem Salat, der is ja bei den Lieferservicen oft so, naja, aber der geht, so so eine Aluminiumkugel ist auch dabei, soll Brot drin sein, na, etwas ungewähnlilch, mal aufmachen, ha, also schon du, nicht schlecht herr specht, das ist schon in Ordnung, wollen bloß mal hoffen daß die Pizzas nicht verbhrutzelt sind du du ey du! Eh geil eh! Essen. Gestern hab ich ja voll wenig gegessen, nur einen Bigmac und einen McRib und am Abend dann noch ein viertelglas Erdnussbutter, weil nichts anderes da war, aber heute wird das ein Fest, mit den drei pizzas, was ich abends esse weiß ich noch nicht! Tja das kommt jetzt wohl ein bisschen Fressackmäßig rüber, aber, na, ich weiss auch nicht, wenn man so ein gewisses körpergewicht erreicht, dann braucht man halt auch mehr, sonst kriegt man den bösen Hunger!!! Mahlzeit!!!!
Höflichkeitsliga schrieb am 12.1. 2004 um 18:45:47 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Die neue Wohnung: zwar spottbillig: aber: finster! Eigentlich wollte ich ein Vorderhaus, ist nicht gegangen. Von innen zwar schön, aber das Viertel um den Viktoriapark (Viktoriaaa! Viktooooooooria-a! Viktoria! Viktoria! DüdeldüedeldüdeldüdelDADüüdü!) sieht folgendermaßen aus: Es stehen vieles Häuser um den Park, der in einem Berg gipfelt (dem Namenspatron von Kreuzberg). Häuser, jene, die Häuser sind alle sher groß, aber es ist wenig los, es gibt kaum Büdelchen oder Marktschreier, oder Döneria, oder Eisdiel, sondern nur eine ägyptische Kneipe und zwei drei Schwulenkneipen, wo alte Buben mit Lederkäppi davorstehen und mürrisch den Fußgänger mustern! Und zu den Häusern: sie sind duster und schwer, und starren aus der Jahrhundertwende, scheinen auch gerad unter all dem lutheranischen Zierrat zusammenzubrechen, gräußlichste Wasserspeier die mit Wahnsinnsfratzen auf die Passanten am Gehsteig hinabschaun, Erkerchen und Portikusse an jedem von zweihunderttausend ausladenden Fenstern, Schlußsteine und Tonnengewölbe, Fix und Foxi, Fialen und Krebse, Lolek und Bolek, decorum und diabolum, Kranzgesims und Bimsstein, alles überall auf wenigen Quadratmetern, und so schwarz wie Ruß. Nie würde ich, um mich jetzt richtig zu verständigen, abgedroschen wie ein Gymnasialmittelstüfler sagen, daß alles das, was wo schmückt am Haus, im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB!) geahndet werden sollte! In der Tat bin ich ein Bube des Musters, dem es erst richtig gemütlich wird, wenn es sich schön richtig mustert.
Aber dies und das und jenes ist zu viel, liebe Tante Claudia, lieber Onkel Claudius!
Das gemerkt, wurde uns gleich schwer ums Herz! Jetzt in die U-Bahn steigen, und durch die neue große Bergstraße laufen, DAS wäre es, vorbei an billigen Drogerien, Dönerläden, alles im rechtmäßigen Ziegelneubau, wahre Menschlichkeit, wahre Freiheit! Soundsovielhundertmeter Fußgängerzone zum Bahnhof Altona, am McDonalds vorbei, leuchtend leuchtend, klassich, ganz klassisch! Ein Wort von Goethe auf den Lippen: »Wer jetzt nicht fickt, wird niemals ficken!«, im Wind, der wo das Haar zaust! Wieviel Uhr ist es lieber Bubi? Fünf nach neun! Recht so!
Grobianismusliga schrieb am 14.11. 2001 um 00:06:03 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Liebes Tagebuch,
Ich frage mich wirklich wer jetzt schon wieder verantwortlich ist für die Umgestaltung des Nürnberger Hauptbahnhofs. Ich meine, nicht das wir uns falsch verstehen, aber, nun, das tut mir leid, aber die neue Innenhalle sieht nun aus wie ein Gebäude aus dem dritten Reich, Nazimodernismus, übelster Machart. Ich verstehe das wirklich nicht, musste das sein? Alles weiß gestrichen, wenige hohe und gleichermaßen schmale Fenster, und der Fußboden aus schwarzem Granit. Gut, werden sie sagen, das scheint nicht ungewöhnlich, sind doch fast alle anderen Neubauten der Stadt ähnlichen Zuschnitts, dicke Mauern, schmale Fenster, weißer Anstrich, vergessen sie nicht, mitten in der Stadt wird ja just zu dieser Zeit auch ein ganzes Areal voll mit Sozialwohnungen hochgezogen, anscheinend komplett nach eben jener Facon, kalkweiß, wenige Fenster, undsoweiter. Fensterkreuze, auch so eine Unglaublichkeit, als ob die Fenster dieser, wie soll ich es nennen, neuen Nürnberger Schule des Nazi-Modernismus nicht klein genug wären, nein, es scheint hier ausserdem Sitte zu sein einem jeden ein schwerfälliges Fensterkreuz zu verpassen... gräßlich, wer es gut meint mit der Stadt, der spricht von der Renaissance der fünfziger Jahre, andernfalls...
Nun, ich schweife ab. Aber sehen sie, das ist just der selbe Esprit, der nun den Nürnberger Hauptbahnhof durchweht, und naja, nicht das sie mich mißverstehen, ich bin auf keinen Fall jemand der architektonischem Minimalismus mit Argwohn gegenübersteht, nein nein, aber DAS...
Gut, sie werden sagen, nun ja, die Bundesbahn hat wenig Geld und so weiter, und der ursprüngliche Bau war wilhelminischer Provenienz, viel kann man da nicht machen, wenn man nicht gleich alles niederreissen will, aber für diesen Fall würde ich sie recht gerne an den Hauptbahnhof der Stadt Hannnover verweisen, der dortige Fall ist ähnlich gelagert, das Ergebniss erinnert aber in keinem Fall auf so frappierende Weise an Hitlers Berliner Reichskanzlei, wie es jetzt der Nürnberger hauptbahnhof tut.
Ach, nun, sicher, sie haben Recht wenn sie mich jetzt fragen, was ich da eigentlich erwartet hätte, es ist ja klar, in dieser Stadt, und das wissen sie ja so gut wie ich, kann einfach NICHTS zum Guten geraten, ja ich würde soweit gehen, diese Stadt, Nürnberg, als den schlimmsten Ort des Landes zu bezeichnen, und Übertreibung ist in diesem Fall meine Sache nicht. Aber was soll ich mich groß beschweren, bin ich doch aus eigenen Stücken hierhergekommen, ein Fehler zwar, aber, und diesem Umstand verdanke ich meinen Rest an guter Laune, ist das Datum meines Auszuges aus dieser Stadt schon in greifbare Nähe gerückt. Was kann ich von Glück reden, das ich das bald Überstanden habe.
Ihre Grobianismusliga
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