Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Jesus«
Bäääääh! schrieb am 19.4. 2005 um 21:02:59 Uhr zu
Bewertung: 12 Punkt(e)
Und als Jesus an Fret glaubte und den armen Mök so traurig am Wegesrand sitzen sah, hub er an zu Mök zu sprechen:
»Wahrlich, ich sage Euch, der Tag ist nicht mehr fern, da werde auch ich wieder an dich glauben. Eher geht ein Porsche durch ein Nudelöhr denn der Splitter im Auge des Samariters durch die faulen Jungfern. Ein Senfkorn aus Köpenick wird in Kapernaum Lazarus mit Talern vergraben, und sein anderer Knecht wird wuchern und reichlich Hochzeit bringen. Du mußt sein wie die Kinder. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Bist du nicht wie die Kinder, wirst du mich verraten haben. Was aber habe ich mit ihnen zu schaffen? Sie säen nicht, sie ernten nicht, und werfen den ersten Stein.«
Da war Mök getröstet, und Jesus zog seiner Wege.
Als er so am See Gehnietiv sitzt und Steinchen über die glatte Wasseroberfläche hüpfen läßt, kommt der Plusquamperfekt von Homunculum geritten. »Was störst du meine Kreise? Weißt du nicht, daß in diesem Wasser Tausende von Fischen sich auf die baldige Teilung vorbereiten?« - »Vergebung, Rabbi, ich dachte, du kannst mir helfen. Mein Weib ist von einem Dämon besessen.« - »Welcher Art ist der Dämon?« - »Von der Art, welche Pech und Schwefel seiht, Bretter mit bloßen Händen spaltet und die Fische mit dem Mund fängt.« - »Dein Glaube hat dir geholfen. Geh nach Hause und gib deine Frau dem Schiffer zum Weibe. Sie wird ihm zu großem Reichtum verhelfen. Nimm dafür des Schiffers Tochter. Sie ist dir seit langem gewogen und frug mich gestern um Rat.« - »Sei tausendfach bedankt, Rabbi. Was kann ich tun, um's dir zu vergelten?« - Bring mir morgen tausend Körbe Brot und fünfhundert Töpfe Fisch und stell sie unauffällig in den Strandhafer, so wird's der Fret gern sehen."
So zog der Plusquamperfekt von dannen, und es war gut.
ganz ein Frommer schrieb am 30.7. 2003 um 22:01:02 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
»Hömma Jesus«, sach ich, »kannze mich ma erlösen, wenn ich mit eim Bein quasi schon inne Kiste bin?« »Wieso dat denn?«, sacht der. »Ja, weil de doch alle erlösen tust, hasse ma gesacht.« »Ja, Kerle ey, aber doch nich jeden Hannes, da könnt ich ja vor lauter Erlösen nich ma mehr aufet Klo.« »Aber da kannze doch wenichstens mich erlösen tun.« »Dat mit die alle Erlösen darfse nich so wörtlich aufe Goldwaage legen.« »Gesacht is aber gesacht.« »Wat bis du für einen Pedant, hömma, dat is ja wie aufe Behörde. Unterschrieben hab ich ga nix.« »Aba mit dat Vertrauen von dat, watt einer sacht, is dat doch eins vonne menschliche Fundamente. Hasse dat nich auch ma gesacht?« Da wirta ganz rot und sacht: »Ja, ja, geh Du ma erst inne Kiste, dann kuck ich ma, ob ich da grad füret Erlösen inne Nähe bin.« Dat ganze hat mich ganz inne Verunsicherung, also in dat Zweifeln gebracht, dat ich gezz überhaupt nich weiß, watt mit mir is mit die Erlösung. Dat is villeicht eine schöne Kacke.
Imagine schrieb am 27.2. 2003 um 10:47:30 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Ich habe Menschen getroffen, die ihren Glauben gelebt haben, durch Werke der Nächstenliebe, der Selbstachtung in Bescheidenheit, durch einen offenen, bewußten Umgang mit dem was sie als die Schöpfung Gottes betrachtet haben, und die sich dennoch Lebens– und Liebesfähigkeit bewahrt haben, Sinnenfreude und Weitsicht. All diese Menschen waren Katholiken. Die evangelische Kirche hingegen, und besonders ihre sektiererischen Abspaltungen wie Freikirchen, Jesusfreaks und alle Formen von –isten sind der großen Lüge vom Vorrang des Wortes vor der Seligmachung durch Taten erlegen, und produzieren wie ihr säkulares Gegenstück, die Werbeindustrie nur einen aus selbsterhöherischer Geltungssucht und slebstläuferischem Multiplikationswillen gespeisten Wust papierner Halbweisheit. Sie sind nicht von Gott erwählt, sie haben Gott erwählt, haben sich ein Bild zurechtgelegt, das sie in eifernder Einfalt gegen eine Wirklichkeit zu verteidigen suchen, die ihren immer neuen Exegesen und Uminterpretationen des verkündeten Wortes stets um einige Schritte hinterherhnken wird. Und am Ende dieses Hase–und-Igel–Spiels bleiben verdorrte Seelen zurück, verhärtete Herzen und Unmengen missionarischen Schrifttums, das in wenigen Jahren keiner lesen wird.
Höflich schrieb am 5.12. 2004 um 19:50:04 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Wenn nicht alle Quellen lügen, dann muss der hgistorische Jesus mindestens ein Geistesgestörter, vielleicht aber auch ein gefährlicher Terrorist einer gewaltbereiten Bande gewesen sein.
Nicht daß wir uns falsch verstehen, Herr Meier, ich bin ein großer Fan des Christentums, und muß sagen, daß das schon eine gute Religion ist, immer charitas und Respekt vorm Leiden, eigentlich ist es schon so der Theorie nach die beste aller Religionen, und natürlich ganz großes Kino du, aber trotzdem schüttelt man doch beim lesen von der Offenbarung da schon so ein bisschen den Kopf. Ich hätte mich jedenfalls mit diesem arroganten »Fatzke« damals nicht einlassen wollen, so von wegen »ich bin der Herr, glaubt an mich, und ihr werdet sehen!«, ja du Arsch, wenn du damals meinen Tinnitus geheilt hättest, dann hätten wir drüber reden können, aber so, nein, vergiss es, schon wahnsinn, da kann ja auch vielleicht in zwei Tagen Liesschen Müller aus Oberursel auf die Straße gehen, und ein zwei merkwürdigkeiten sagen (oder Biggi!!!), und in zweihundert Jahren wird dann eine Weltreligion draus gestrickt. Wobei, wie gesagt, ich finde das schon gut, ja, so die ganze Auseinandersetzung über die Natur Christi, da entsteht ja erst die Wissenschaft draus, so, wenn der unheilige, verketzerte Apollinaris von Laodakien, oder so, z.B. behauptet daß der Jesus zum gleichen Teil Gott und Mensch war, aber alle anderen glauben das halt nicht, du, dann entbrennt gleich ein Streit über »sarks« (sarx? sars?) und »Logos«, und wie sich dann die Anteile mischen, im Jesus, und das gibt dann halt eine super Streitkultur (man darf nur nicht verlieren, sonst wird man hingerichtet, naja, rauhe Zeiten halt...), dies woanders halt nicht gibt, und dann kommt ja da gleich ein paar hundert Jahre später in direkter Folge Descartes und so, schon sehr gut, das Christentum, ja, subjektives und objektives, Fleisch und Geist, und wie die Inkarnation vonstatten geht, so eine Diskussion ist natürlich ein historischer Vorteil, da müssen sich die Islambuben auch gar nicht beschweren, daß die von Technik keine Ahnung haben, weil über sowas haben die sich ja nie unterhalten, und JETZT strömen die an alle Technischen Universitäten Deutschlands und des gesamten mehr oder weniger christlichen Abendlandes, um das nachzuholen, allein, es nützt nichts. Ihr braucht nämlich erst mal so eine divine Passionsfigur, da reicht so ein duodezfürst halt nicht, wofür man sich noch tausendfünfhundert Jahre später drum geißelt, daß der ermordet wurde, während die weit größere Hälfte sich deswegen insgesamt ins Fäustchen lacht, nein nein!
Das war aber gar nicht das Thema, das Thema war...
Liamara schrieb am 30.9. 1999 um 19:18:41 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Alles, was hier kürzlich geblastet wurde, hab ich schon mal in einem kleinen Heftchen gelesen, was mir in Stuttgart in die Hand gedrückt wurde. Es war sehr hübsch, denn es hatte nette Abbildungen drin, die deutlich machen sollten, was alles so passieren kann, wenn man sich nicht sofort zu Jesus bekennt. Unter anderem konnte man, glaube ich, der Drogensucht und anderen Süchten verfallen. Wenn man dies schon war, sollte die Bekennung aber helfen, dass man gerettet wurde, glaube ich. Das Heft war jedenfalls modern aufgemacht, aber die Botschaft war in ziemlich altmodischen Worten dargebracht. Vielleicht kann man das mal aufpeppen, so nach dem Motto: Jesus saves auch dich, du sündige Qualle, also schmeiss mal krass die Kippe weg und trete unserem Club bei. Das wär doch mal was!
Scytale schrieb am 31.3. 2002 um 15:02:28 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Wir sollten langsam aufhören, ihm nachzutrauern bzw. ihm für die Erlösung von unseren Sünden zu danken. Jemanden so nachtragenden wie die gläubigen Christen hab ich noch nicht gesehen.
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