Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 218, davon 211 (96,79%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 84 positiv bewertete (38,53%)
Durchschnittliche Textlänge 947 Zeichen
Durchschnittliche Bewertung 0,431 Punkte, 89 Texte unbewertet.
Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 7.3. 2000 um 04:18:39 Uhr schrieb
Norbert über Gesellschaft
Der neuste Text am 6.11. 2023 um 20:52:52 Uhr schrieb
Permaf über Gesellschaft
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 89)

am 7.11. 2006 um 20:19:58 Uhr schrieb
Achim über Gesellschaft

am 14.8. 2012 um 23:38:53 Uhr schrieb
Die Leiche über Gesellschaft

am 26.2. 2008 um 20:52:10 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Gesellschaft

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Gesellschaft«

Chaouki schrieb am 22.3. 2000 um 13:19:00 Uhr zu

Gesellschaft

Bewertung: 8 Punkt(e)

Gesellschaft ist möglicherweise die erste große Gruppierung von Menschen.
Sie befindet sich in der größeren Einheit: Menschheit.
Man muß sich in der Lage eines Atoms versetzen um die eigene Position als Individium auszumachen.
...daß ein Atom schwach ist und ohne die Bindung an andere Atome gar nicht existieren kann, sagt über sein eigentliches Potential aus.
Wenn Atome gespaltet werden und wieder zusammengesetzt werden können Dinge geschehen, die alles zerstören, was in der Umwelt vorhanden ist.

Ich finde, um in einer Gesellschaft zufrieden zu leben, muß man diese zunächst verstehen! Dabei ist es nicht wichtig, ob es ein Gott oder zwei gibt, Gold oder Silber, sondern ob das Gesllschaftliche Gefüge einem Platz genug schafft, um zu Atmen und um zu Riechen.

nigno von jemen schrieb am 16.12. 2000 um 16:38:17 Uhr zu

Gesellschaft

Bewertung: 4 Punkt(e)

Unsere Gesellschaft ist ein System in das der Einzelene gedrungen wird. Dies fängt schon mit unserem Schulwesen an. Du wirst 13 Jahre ohne Rücksicht auf deine Talente und Fähigkeiten in einen Raum gepfercht wo dir größtenteils ein Schmarn unter die Nase gebunden wird, den du spätestens innerhalb zwei Jahren wieder vergessen hast. Schule ist nicht die Förderung deiner potentiellen Intiligenz sondern nur eine Frage in wie fern Du als Individualist, sich dem Schulsystem anpassen kannst. Als wäre es wie zu Regime Zeiten in der HJ.
Das System trimmt dich, sich zu assimilieren, sowie immer erfolgreich und Aufrecht zu sein. Dadurch lebt die Gesellschaft.
Doch was ist mit demjenigen der sich nicht fügen will o. kann. Der sich von der Masse abheben will und dies nicht auf » n o r m a l e « Art durchführt. Dieser wird diskriminierender Weise krass zum Aussenseiter dargestellt. Bsp. (Aussteiger, Zigeuner, Schwule, Drogenabhänige, Behinderte). Leute wie die haben immer Probleme Selbstbewußt aufzutreten weil sie in der Öffentlichkeit diskriminiert und belächelt werden. Mich kotzt dieses Klischee Denken der deutschen an. Gerade weil deren Horizont/Bewußtsein auf ein kleines Maß, dem Altag, beschränkt ist, haben Leute keinen Plan vom Leben.
Und was hat Die Gesellschaft bisher wirklich geschafft. Was haben wir denn schon ereicht außer zunehmende Umweltverschmutzung, Überbevölkerung o. die Globale Erwärmung etc.
Fazit: Besser wir würden leben wie die Neandertaler

Norbert schrieb am 7.3. 2000 um 04:18:39 Uhr zu

Gesellschaft

Bewertung: 3 Punkt(e)

Die Gemeinschaft, in der eine Anzahl von Menschen zusammen lebt. Dies kann eine Familie oder eine ganze Nation sein. Grenzübergreifende Gemeinschaften sind Gesellschaften, die nach den selben Grundprinzipien leben. Z.B. die kapitalistische Gesellschaft oder die islamischen Gesellschaften. Diese Oberbegriffe umreißen die Grundwerte der einzelnen nationalen Gesellschaften, die untereinander unterschiedliche Ausprägungen haben können.
Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. In ihr werden die werte und Normen für den Gesellschaftsverbund festgelegt und geprägt. Die Familien haben ebenfalls unterschiedlichste Ausprägungen. Die Menschen, die aus ihnen hervorgehen, prägen die Gesellschaft.
Da Menschen und die Familienverbände aus denen sie hervoorgehen nicht gleich und stetigem Wandel unterworfen sind, ändet sich im Laufe der Zeit auch die Gesellschaft.

Ansonsten: Die wirtschaftliche Gemeinschaft einer begrenzten anzahl von Personen oder juristischen Personen (z.B. die GmbH, die AG, der Konzern usw.)

clf schrieb am 3.9. 2000 um 18:29:02 Uhr zu

Gesellschaft

Bewertung: 7 Punkt(e)

die gesellschaft besteht zu 90 % aus idioten, die ohne sie nichts erreichen würden und hilflos verloren währen. so gesehen hat die gesellschaft ihre gute seite. gehörst du aber zu den anderen 10 % bist du verarscht.

Mäggi schrieb am 22.10. 2001 um 09:07:06 Uhr zu

Gesellschaft

Bewertung: 3 Punkt(e)

redundanz 116

Die Vollkommenheit einer Uhr besteht nicht darin, schnell, sondern richtig zu gehen. Das ist doch schön getickt, nicht wahr? die zeit als vierte dimension wird meist vernachlässigt, da wir sie in ihrer ausdehnung oder als kontinuum kaum wahrnehmen. unsere
wahrnehmung sieht eigentlich nur ein zeitfenster, einen augenblick, in dem wir räumliche ausdehnungen wahrnehmen. Die Raumzeit der Relativitätstheorie ist, mathematisch betrachtet, ein vierdimensionales Kontinuum. Krankheiten stehelen einem Lebenszeit, Traumzeit nach einem erweckungserlebnis.










..................................................NEXT:vernetzungsstelle29
..................................................BEGIN:vernetzungsstelle01
..................................................HELP:texterlebnisprogramm Hoechst Denk an den Gerinnungsfaktor Deiner Worte! Du kreierst, Du erzeugst - und schon ist ein neuer kleiner Informationspfropf im
Blutkreislauf des Universums geronnen. Was, wenn es zu Verstopfung kommt ?! Ob das Universum voller Leben ist, mag vielleicht Definitionssache sein; klar ist jedoch, es ist voller Existenzen. Wie ging das mit der 'Bestellung beim Universum'? Wenn ich dringend wichtig unbedingt etwas brauche, bestelle ich es beim
Universum. Und wenn ich fest genug dran glaube, wird es geliefert. Hoffentlich rechtzeitig... Das ist kein Wort für Alvar, nein. Rechtzeitig ist ein schwammiger Begriff für diesen jungen Mann. Sagt man beispielsweise: »Komm
doch bitte rechtzeitig und hol mich ab«, dann muss er kurz vor Toresschluss noch aufs Klo oder sich kämmen oder ins Internet. eine bestimmte konstellation von faktoren ist in unserem leben eigentlich immer erwünscht. da die zeitabfolge aber linear und nicht
umkehrbar ist (zumindest für uns arme würmer), sollte die konstellation auch zum richtigen zeitpunkt erfolgen, sonst ist sie meist
nutzlos, und man muß warten, bis im großen lotto des universums wieder die gleiche konstellation gezogen wird. das kann aber
dauern! Weihnachten 1998 kamen bei Spiel 77 und Super 6 die teuflische Zahl. Seit diesem spiele ich nicht mehr und spare 640 DM im Jahr. Echt
gutes Gefühl. jedem zu empfehlen. Wenn man sich in einem Teufelskreis befindet, ist man dann auch gleich teuflisch ?

Sollte das so sein, wäre das gar nicht so schlecht, denn in manchen Dingen kann man teuflisch gut oder teuflisch schlecht sein. Wenn
man wenigstens in seinem eigenen Teufelskreis teuflisch gut ist, ist das doch schon gar nicht so schlecht, so daß man am Ende
vielleicht doch rauskommt. Dahinein
Dazu
Dadurch
Damit
Darüber
Daraus
Davon
Dahin! Stubenfliegen sind sehr treu und freuen sich über menschliche Gesellschaft - wahrscheinlich, weil sie uns nicht verstehen können. Die Gesellschaft ist eine der Schlimmsten.

sandkorn schrieb am 27.5. 2007 um 00:58:41 Uhr zu

Gesellschaft

Bewertung: 1 Punkt(e)

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich mich um einen hcsorftfonk bewerben. Denn dann kam der Fuchs und frass sie alle alle auf. Nicht, dass das etwas zu bedeuten hätte. ach der hcsorftfonk fonktet und im grunde genommen will ich das gar nicht alles schreiben hier aber naja und svenja ist toll weil sie nämlich ich weiss auch nicht naja ich liebe sie jedenfalls und hannah ist auch ziemlich nett und ich hab heute zwischendurch fast vergessen dass ich svenja liebe und ach das ist alles so blöd hmm was ist liebe? ist liebe bloss dieses gefühl, das selbe wie verliebtheit? was ist gott? wer ist das? wie kann ich das erleben?? wie erleben das die anderen? ach das ist alles so komisch und schwierig und ja. diese liebe für die ganze welt, i crave for life, ich will stärker leben... will ich anders leben? wie lebe ich wozu liebe lache lebe ich wozu leben lachen lieben wir? wer sind wir wer bin ich? was is t ein mensch was bin ich für ein mensch was will ich für ein mensch sein? und dieses lächeln auf meinen lippen manchmal was bedeutet dass? ich will nicht Nur gefangener meiner moleküle sein. scheiss kausalität . ist aber irrelevant für mich als menschen
ich bin nur ein mensch. was ist ein mensch? was kann ein mensch. if you remember your humanity you can change distrust into trust. wie das leben, wie die liebe, wie gott selbst das wahre licht. da fällt ein tropfen von dem regen der aus gärten wüsten macht. immerhin dürfen die in heiligendamm jetzt demonstrieren. ich hoffe bloss dass es keine gewalt gibt. KEINE GEWALT! sonst geht alles schief. was ist das für eine welt, in der ich lebe? wo menschen jemanden anbetteln, indem sie lügen, wo menschen menschen zerstören und ausschließen und wo menschen sich selbst wehtun und wo menschen nicht mehr leben wollen und die deutsche bahn AG wünscht ihnen noch einen angenehmen tag. thänk ju for träwelling. selbstbespasst statt fremdbestimmt, denn scouting is doing. und ich bin viel Pfadfinderer. angenehme tage sind was für innerlich tote menschen. scheiss geld wer braucht das überhaupt. all you need is money money money must be funny. zack. konsum ist nicht glück. heutzutage ist jeder glücklich. freedom is slavery. und die terroristen! und überhaupt. das internet ist gefährlich, da kann jeder schreiben was er will. und der olle bundestrojaner der mir zuhört der kann mich mal. SCHEISS SICHERHEITSFANATIKER! freaks. könnt ihr nicht leben, lachen lieben oder was? carpe diem noctemque. verdammt. lasst mich in ruhe mit euren zahlen, mit eurer tristen welt aus bits. bits kosten menschenleben. was sind eure scheiss bits gegen ein menschenleben? dann was nützte es dem menschen, wenn er die ganze welt gewänne und nähme schaden an seiner seele. seele. seele. bewusstsein geist gott wille frei FREIHEIT. ich will frei sein von euren gesetzen eurer logik aristoteles ist ein depp was soll der mist. nichts ist wahr und alles ist erlaubt. ich brauche eure formeln nicht eure unveränderlichen abläufe. ich will auch ein paar steine aus dem sand reissen! die welt ist, was man daraus macht. es kommt darauf an, sie verschieden zu interpretieren. ihr müsst lernen damit ihr gute noten schreibt und später einen guten beruf mit viel geld kriegt

ICH WILL KEIN GELD, ICH WILL SPIELEN

verdammt was hab ich eigentlich verpasst?
ist es gut in diese gesellschaft in diese welt dieses system das ihr evolutionär entwickelt habt eingegliedert zu sein? (die wehrhafte demokratie).
ich will einen gesunden geist. angenehme tage sind ein klares zeichen für eine kranke gesellschaft.. meine tage sind gut. nicht angenehm. einen guten tag euch und eine nacht. nacht ist seltsam, der mensch ist so uneffizient. der mensch passt überhaupt nicht in unser leben, wirtschaftlich gesehen. allein die wartungskosten. wir sollten das wegkürzen. wir brauchen bloss bessere maschinen, die bessere maschinen konstruieren. verliebtheit ist wirtschaftsschädigend. und wirtschaft ist glück! und wohlstand und zufriedenheit und überhaupt. verkrampfte weltverbesserer. die wissen doch nicht was sie tun. rationalisten müssen immer alles rationalisieren. die naturgesetze sind irrelevant, ich brauche sie nicht, denn die hummeln fliegen trotzdem. ich will auch fliegen! wenn ich gross bin, werde ich mal ein hummel. ätsch. aerodynamik, bah. kennen heisst nicht können. kennen heisst nichtkönnen. wer denkt, tut nichts. wer redet, denkt nichts. achte auf deine gedanken, denn sie formen deinen charakter. und charakter ist heutzutage bares geld wert. nicht wahr? ich meine, es kommt ja bloss darauf an sich gut zu verkaufen. wer erfolg im leben haben will muss sich halt zusammenreissen!!!! so läuft das halt. heutige autoritäten sind gesichtslos. we hold these truths to be self-evident: that all men are created equal, but some are more equal then others. zerschlagt ihre imperien mit kreativität und liebe! brechen wir ihre gedanken auf. remember your humanity! sicher, angenehm ist es, das telephon zu haben, aber sind wir im ganzen genommen durch das telephonieren unglücklicher geworden? nicht wirklich. denn in wirklichkeit ist die realität ganz anders. ich bin ein verkrampfter weltverbesserer, der verkrampfte weltverbesserer weltverbessern will. was brauche ich werte? wie viel sind die denn wert? wieviel kosten deine werte? alles ist käuflich, es kommt nur auf den preis an. der transzendente markt folgt auch bloss den naturgesetzen. natur, natürlich. natürlich ist normal, und normal ist was alle machen. if you think i float, and i think i float, then it happens. globalisierung fon unten! wir machen unsere gesetze selber, und sollten uns an keines halten, auch nicht an dieses. und das mit den kretern ist einfach, der kreter lügt, denn manche kreter lügen. gell sveenja :-)
du bist irgendwie toll. hoffnung und bewunderung, eine sekunde nur. das leben ist schwierig genug, warum sollten wir es unnötig verkomplizieren? werd glücklich mit deinem marius, es wird schon vorbei gehen mit meiner liebe. aber ein bisschen toll bist du schon :-)
und wieder dieses lächen auf meinen lippen und dieses grosse gefühl, nichts als hormone und trägerstoffe, endorphine und andere ekligen schokoladenanteile. jeden tag ein bisschen glücklicher! kauf dich glücklich. nicht wahr. aber geld ist ja auch bloss aus quant. alles ganz einfach, 4 mal gedreht und schon ist es auf der einen seite. sms werden unanständig verteuert, wenn wap so billig ist. allzumenschliche werden von den allzuübermenschlichen entmenschlicht. der übermensch ist ein unmensch! eine maus würde nie eine mausefalle bauen. komm lass dich nicht erweichen, bleib hart in deinem kern die allzu hart sind stechen und brechen ab sogleich wir wollen wie das wasser sein das weiche wasser bricht den stein denn wir, die wir den boden bereiten wollten für freundlichkeit, konnten selber nciht freundlich sein. NaN. registriert überwacht kontrolliert. wenn aber die mächtigen ihre aufgabe nicht mehr erfüllen, gibt es keinen grund mehr ihnen zu gehorchen. macht ist das instabilste, macht ist gewalt. macht und gewalt schließen liebe und freiheit aus. ich brauche eure gefängnisse nicht, eure bürobauten und datenbanken. ich will farben, bilder, töne, liebe, sprache, gott.

es gibt aber nunmal kein recht auf ungleichheit und leid (vgl. huxley).

Darksider schrieb am 25.10. 2004 um 16:46:50 Uhr zu

Gesellschaft

Bewertung: 1 Punkt(e)

Die Gesellschaft der DDR war eine andere. Es ist schwer zu erklären, zumindest einem Nicht-Ossi. Alle Menschen waren irgendwie zufriedener mit dem, was sie hatten, glücklicher. Das Streben nach Geld war nicht so wichtig, die Prioritäten waren irgendwie andere. Ich will die DDR nicht verklären, Gott bewahre. Ich frage mich nur ab und an, warum heute vieles so schwer ist manchmal, was früher leicht von der Hand ging. Jedenfalls verbinde ich mit der Gesellschaft der DDR eine glückliche Kindheit ohne größere Sorgen.

kontextslow schrieb am 11.8. 2003 um 02:14:50 Uhr zu

Gesellschaft

Bewertung: 1 Punkt(e)












Nun gehts ans Eingemachte

Goedart Palm 11.08.2003

Die solidarische »Soylent-Green«-Gesellschaft

In dem Sciencefiction Soylent Green (1973) mit dem erzkonservativen Waffennarr
Charlton Heston in der Hauptrolle wird das Problem der Nahrungsmittelknappheit im
Jahre 2022 auf ungewöhnliche Weise gelöst: Die Leichen alter, sanft eingeschläferter
Menschen werden zu nahrhaftem »Soylent Green« verarbeitet.

Auch wir müssen sparen. Die Kosten der Gesundheitspflege steigen im letzten
Lebensjahr so exorbitant an, dass sie angeblich um ein Vielfaches höher liegen als in
der gesamten vorherigen Lebenszeit. Welche Zahlen auch immer richtig sein mögen,
Moribunde sind jedenfalls ein extremer Kostenfaktor unserer kranken Kassen.




Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, outete sich nun mit einem konkreten
Sparvorschlag: 85-Jährige erhalten von der Krankenkasse keine Hüftgelenke und Rentner
keinen Zahnersatz mehr. Was auf den ersten Blick als höchster Ausdruck einer
darwinistischen »Catch-as-catch-can«-Gesellschaft erscheint, könnte auf den zweiten Blick
etwas plausibler werden. Zumindest alte Menschen mit hoher Rente könnten durchaus hin und
wieder in die eigene Tasche greifen, um die vermeintliche Solidargemeinschaft zu entlasten.




Man könnte das rational diskutieren, von Einkommenshöhe und Vermögen abhängig machen,
von der Frage, welche gesundheitlichen Maßnahmen bereits Luxus sind, etc. Mißfelders
Vorschlag ist in der Tat dagegen etwas platt und politstrategisch anfängerhaft, wenn er sich
auf den Konflikt »Generation Mißfelder gegen Generation Hüftgelenk« (Mathias Zschaler, Die
WELT) reduziert. Mißfelders Alten-Sparmodell transpiriert den modrigen Duft von "Soylent
Green" und der ist für Populisten und Wahlkämpfer geradezu tödlich. Der
Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karl Hermann Haack, labelte die Diskussion als
»schleichende Euthanasiedebatte«.

So wird also Mißfelder mies gemacht, weil er vor allem ein politisches Verkaufsprinzip
verletzt hat: Alle sollen den Gürtel enger schnallen, konkret darf aber keiner getroffen
werden. So will es das Gesetz der paradoxen Demokratie, das jederzeit verdeckt, dass
Solidargemeinschaften sich entsolidarisieren, wenn es schließlich um mehr als die Solidarität
nackter Männer gehen soll, denen ohnehin niemand mehr in die Tasche greifen kann.

Melkanlagen der frommen Schenkungsart

Mißfelders Vorschlag ist viel zu konkret, weil er eine ganze Gruppe dieser Gesellschaft
benennt. »Das ist unter aller Sau«, kommentierte Stoiber. Freilich wird der Satz erst rund,
wenn man sich vergegenwärtigt, dass es bald den meisten »unter aller Sau« gehen könnte. In
einer populistischen Demokratie wird so lange umverteilt, mit der einen Hand gegeben, mit
der anderen genommen, bis es einem schwindlig wird. Sozialpolitiker aller Klassen haben
dann ihre rhetorischen Erfolgsmeldungen, verkaufen ihren diabolischen Pakt mit den
Verhältnissen als harmonieträchtigen Gesellschaftsvertrag, auch wenn das private Säckel des
Bürgers dadurch zum geringsten anschwillt.

»Generationenvertrag« ist eine dieser wunderbaren, Gerechtigkeit verheißenden Formeln der
temporären Umverteilung, die in Wirtschaftswunderzeiten noch Sinn machte. Heute gibst du
und morgen wird dir gegeben werden. Fast biblisch. Wenn diese und andere Formeln sich
aber an den Fakten stoßen, kann aus den Solidargemeinschaften, die alle einschließen, sehr
schnell ein Krieg aller gegen alle werden.

Mißfelder hatte sich angesichts dieses anschwellenden Krieges darüber mokiert, dass die
Alten eine gute Lobby hätten, während die Jungen schlecht repräsentiert seien. Allerdings
steht Mißfelder nicht ganz allein da. Auch der christliche Sozialethiker Friedhelm Hengsbach
sieht in dem »Stich ins Wespennest« das richtige Signal, wenn es auch verwerflich wäre,
allein am Alter als Kriterium anzusetzen und nicht etwa an der Lebensführung unserer
Mitmenschen.

Und hier wird dann auch die wahre Frontlinie deutlich markiert: Aus Solidargemeinschaft,
Generationenvertrag und den übrigen Melkanlagen der frommen Schenkungsart wird also über
kurz oder lang die Sozialneid- und Lebensführungsschuld-Gesellschaft. Das mag man dann als
neue Soziallehre einer budgetschwachen Gesellschaft verkaufen, wenn schon sonst nicht mehr
viel zu verkaufen ist. Doch das ändert nichts daran, dass wir ab jetzt bereit sein müssen, am
Anderen zu sparen. Misstrauisch werden wir nun Einzelne und gesellschaftliche Gruppen
danach bewerten, was sie sich aus dem drögen Kuchen noch herausschneiden.

Verteilungskämpfe in einer Wertegemeinschaft, der das Geld ausgeht

Gute Gründe für den Verzicht der Anderen gibt es, gottlob, genug. Ihre moralische
Unzulänglichkeit wird zum Ausschlusskriterium für Sozial- und Gesundheitspflegeleistungen:
Kranke aller Sorten, Alkoholiker, Raucher, Extremsportler, Verschwender, Behinderte,
Asylbewerber stehen also demnächst auf dem sozialethischen Prüfstand, der zugleich zur
sozialethischen Prüfung der Prüfer werden dürfte.

Das Ressentiment als neues gesellschaftliches Grundprinzip feiert dann fröhliche Urständ.
Immer in Verkennung des Umstands, dass jeder irgendeiner Gruppe angehört, die es nach
irgendwelchen Kriterien »verdient« hat, ein wenig kürzer zu treten. Denn letztlich führt diese
Diskussion zu nichts anderem als zu der Frage, welche Lebensqualitäten Vorrang vor anderen
haben. An sich sind diese Erörterungen in diesem Land hinlänglich bis unerträglich und, wie
es schien, abschließend geführt wurden.

Was aber seinerzeit dem Wahn eines faschistischen Vitalismus-Denkens entsprang, kehrt nun
auf dem Umweg über die Nöte öffentlicher wie privater Haushalte als scheinmoralische
Einsicht in die Notwendigkeit zurück. Und gleich welchen Ursprung diese Sparmodelle auch
haben, ihre Unsäglichkeit wird darin enden, dass es sich regelmäßig nicht um Kriterien
handelt, die einer Ethik, die diesen Namen verdient, zugänglich wären. Mit einem Wort: Es
geht um Verteilungskämpfe, wenn die Ratten das Schiff verlassen und die Boote knapp
werden. »Kinder und Frauen zuerst« oder doch erst die Alten und Schwachen oder sowieso
nur die Jungen und Starken? Wer möchte das noch entscheiden?

Mißfelder zu prügeln, weil die Verhältnisse die einstigen Spielräume hochtönender Moral
schrumpfen lassen, ist allzu billig. Diese Gesellschaft ist eben auf dem besten Wege, sich
auch ihren ethischen Standard, der dem Lebensstandard auf dem Fuße folgt, nicht mehr leisten
zu können. Da wird es viele fromme Erwägungen geben, die alle nicht darüber hinweg
täuschen, dass unsere vorgebliche Wertegemeinschaft, unsere egalitäre Demokratie ohne Geld
eben auch diese Werte verkaufen muss. Und wer nun zur Rettung des Generationenvertrags
biertischselig dafür plädiert, mehr Kinder zu zeugen, muss dann nur noch zeugungswillige
Eltern heranschaffen, die sich von der hiesigen Familienpolitik nicht weiter schrecken lassen.

Wer »Soylent Green« degoutiert, mag vielleicht dann noch einem bescheidenen Vorschlag von
1729 sein Ohr leihen: "Ich persönlich freilich empfehle eher, die Kinder lebend zu kaufen und
gleich nach dem Schlachten herzurichten, wie wir es mit Spanferkeln machen." So
beantwortete Jonathan Swift die soziale Frage, wie man verhüten kann, dass die Kinder armer
Leute in Irland ihren Eltern oder dem Lande zur Last fallen. Das war freilich Satire, die sich
ihre Moral noch leisten wollte. Swift sicherte sich im Übrigen gegen übel wollende Kritiker
seines »Vorschlags« ab: "Ich selbst habe keine Kinder, durch die ich auch nur einen Heller
verdienen könnte."
















Kommentare:
»Alterserscheinung« sind wohl nur die 50-Jahr-Prophezeihung (Hubertus, 11.8.2003 1:15)
Provokation erkannt...... (Kandinsky, 11.8.2003 0:56)
Wir hätten da was zum Vermieten in Österreich für die Alten! (Hubertus, 11.8.2003 0:53)
mehr...










Copyright © 1996-2003. All Rights Reserved. Alle Rechte vorbehalten
Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co.KG
last modified: 10.08.2003
Privacy Policy / Datenschutzhinweis



Dietmar Hoehn schrieb am 11.3. 2001 um 16:33:58 Uhr zu

Gesellschaft

Bewertung: 4 Punkt(e)

Bin der Ansicht, dass wir, die sog. schweigende Mehrheit, uns viel zu wenig in die uns alle betreffenden Belange der Gesellschaft auf den relevanten Ebenen einmischen. Nur einmal alle vier Jahre mitbestimmen dürfen, wer in Berlin das Sagen hat, ist doch für halbwegs gebildete Menschen zu wenig, oder?

Ich bin immer wieder erstaunt (eher erschüttert) wie wenig bzw. zaghaft sich unsere Geisteselite zu Wort meldet; gerade jetzt bei BSE, MKS usw.

Einige zufällige Stichwörter

Durchfallkacke-voll-ins-Gesicht-geschissen
Erstellt am 23.10. 2022 um 12:46:36 Uhr von Paul, enthält 22 Texte

seven
Erstellt am 21.5. 1999 um 18:44:36 Uhr von Lolli, enthält 40 Texte

Brokkoli
Erstellt am 27.9. 2002 um 03:20:43 Uhr von MechanicalBoy, enthält 17 Texte

Mesonen
Erstellt am 5.4. 2003 um 05:20:49 Uhr von elfboi, enthält 5 Texte

DerSagenumwobeneKelchderKotze929
Erstellt am 9.11. 2005 um 18:06:55 Uhr von Gynokelch, enthält 3 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,1179 Sek.