Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 730, davon 294 (40,27%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 220 positiv bewertete (30,14%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 12.5. 1999 um 00:20:03 Uhr schrieb
Pee über Punk
Der neuste Text am 4.6. 2026 um 14:52:20 Uhr schrieb
Blasterleser über Punk
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 9)

am 4.6. 2026 um 14:52:20 Uhr schrieb
Blasterleser über Punk

am 11.4. 2013 um 22:13:12 Uhr schrieb
urgs über Punk

am 3.11. 2009 um 03:10:09 Uhr schrieb
Nampina über Punk

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Punk«

rotezecke schrieb am 27.4. 2000 um 13:33:48 Uhr zu

Punk

Bewertung: 12 Punkt(e)

ich glaube punk wird sehr oft falsch verstanden. punk ist nicht jemand der
besoffen in der ecke rumliegt und einen iro hat. für mich sind punker menschen, die begriffen haben das die gesellschaft, ihr land oder gar die ganze welt den bach runtergeht. sie sehen, dass man ausbeutung, faschismus, kapitalismus und das spießbürgertum nicht einfach so hinnehmen darf. diese leute formen leider zum größten teil unsere gesellschaft oder machen diejenigen die nicht so sind wie sie selber klein und schwach. punker wollen nicht teil dieser gesellschaft sein und heben sich durch kleidung und ihre einstellung von den anderen ab.
viele punker sind für anarchie. auch das wird oft falsch verstanden. anarchie heißt nicht chaos. dieser gedanke besagt nur, dass die menschen ohne regeln leben können. und es wäre doch sehr schön, wenn wir keine gesetze für morde bräuchten, weil niemand mordet. dieser gedanke ist friedlicher als alles andere. nur durch die ignoranz vieler menschen wird er falsch verstanden. natürlich kann man nicht abstreiten, dass punks auch gewalttätig sind. aber manchmal muss man halt gewalt einsetzen um gewalt zu verhindern.
auch che guevara hat viele menschen getötet und trotzdem hatte er nur vor gehabt den menschen zu helfen.
ich glaube, wenn 1000 punks auf einer Insel zusammen leben würden, gäbe es dort fast keine gewalt.
was mich an der szene stört, sind bands wie die popperklopper. die haben die wohlstandskinder mal als teeniepunkband bezeichnet. die PK glauben also sie könnten bestimmen wer punk ist und wer nicht. das kann man nicht. punk heißt nicht einen iro zu haben. wenn sich herr müller von neben an einen iro schneiden lässt, aber nicht mal weiß was dieses komische A denn bedeutet, ist er kein punk. wenn aber jemand ganz unauffällig gekleidet ist, aber sich mit den texten von bands auseinandergestzt hat und eine wirklich gefestigte meinung hat, die punk ist, dann ist er sehr wohl ein punk. auch ohne loch in der Hose.
ich selber sehe mich wirklich als punk und definiere mit diesem begriff einen teil meines lebens.
ich habe ganz normale halblange haare(es sollen mal dreadlocks werden) und trage batikhosen oder zerrissene jeans.
ich bin ein punk obwohl ich nicht gerne unkontrolliert saufe. ich bin ein punk obwohl ich bei den grünen bin. ich bin ein punk.
und mir kann niemand sagen, dass ich´es nicht bin, vor allem nicht die Popperklopper.

anoubi schrieb am 17.1. 2007 um 21:22:37 Uhr zu

Punk

Bewertung: 17 Punkt(e)

Gewaltige Kräfte der Verneinung und Zersetzung sind überall in Europa am Werk: Materialismus, Nihilismus, Mammonsdienst, Genußgier, Spötterei.

Heinrich von Treitschke 1882 in den »Preußischen Jahrbüchern«


Vor hundert Jahren war Königin Luise, strahlend in ihrer Mütterlichkeit, das Vorbild der Frau, heute ist es die kinderlose Filmdiva mit dem seelenlosen Puppengesicht. Anstelle einer echten Erotik tobt die entfesselte Sexualität.

Edgar Jung: »Die Herrschaft der Minderwertigen«, Berlin 1929


Ein sehr großer Teil der Jugend beiderlei Geschlechts ist einer Vorstellung von Freiheit verfallen, die ihr Zügellosigkeit und Unmoral als ihr gutes Recht erscheinen läßt.

Aus der nationalsozialistischen Zeitschrift »Der Weltkampf«, Oktober 1931


»Zu Hitlers Regierungszeit hat Ordnung geherrscht, es gab nicht so viele Verbrechen. Das habe ich schon oft von Erwachsenen gehört.« ... »Mein Opa sagt: Es gab keien langen Haare, keine Hippies, man konnte nachts auf die Straßen gehen, ohne Angst zu haben

»Was ich über Adolf Hitler gehört habe«. Auszüge aus Schüler-Aufsätzen. Fischer-Taschenbuch 1977


Auf einer Pressekonferenz in Bonn erklärte Bayerns Kultusminister Hans Maier, die Politik der SPD/FDP habe zu Orientierungslosigkeit und Verunsicherung der Jugend geführt. Er sprach sich dafür aus, daß die Schulen künftig wieder »alte soziale Tugenden wie Fleiß, Verantwortungsgefühl, Ordnung und Disziplin« weitergeben müßten. Die Jugend solle in den Unterrichtsanstalten eine Erziehung zur Gemeinschaft und nicht zur »Selbstverwirklichung als einem Egoismus der Selbstentfaltung« erhalten.

»Nürnberger Nachrichten«, 19. August 1980


Das ganze Elend begann mit der sogenannten sexuellen Befreiung in den späten sechsziger und frühen siebziger Jahren. Das Ergebnis sehen wir heute, den Egoismus und die Perversion einer Gesellschaft, die dem Genuß ohne Verantwortungsbewußtsein huldigt. ... Mit der Pille hat der Mensch sich zum Herren darüber gemacht, ob Leben entstehen soll oder nicht. Das hat zur Enthemmung geführt.

»Der Republikaner« Nr. 11/1987


Man verkündet die Emanzipation des Fleisches. Eine gierig gewordene Sexualität sprengt alle Grenzen. Unter dem Terror des Sexus ist der Mensch ein Geschlechtstier geworden, das nur noch aus Körperlichkeit und Begierde besteht.

Erzbischof Joachim Meisner, Predigt im Kölner Dom, in der Silvesternacht 1997/98


Die Jugend fällt Nikotin, Alkohol, Drogen und dämonischer Musik anheim. Zum Sex wird sie geradezu genötigt. Diskotheken-Orgien unter Ecstasy zerstören ihre geistige und körperliche Gesundheit.

Christa Meves in der »Welt am Sonntag«, 14. November 1999


Weihnachten vor 100 Jahren. Da standen Ruhe, Besinnlichkeit und das für alle verbindliche Religiös-Philosophische im Vordergrund. Heute sind Ich-Bezogenheit und Gewinnstreben das Wichtigste. ... Gewiss, Korruption, Mörder, Diebe, Einbrecher gab es auch früher - aber es war eine andere Kriminalität, nicht so brutal und hemmungslos wie heute.

Marion Gräfin Dönhof auf der »Zeit«-Titelseite, 22. Dezember 1999


Was 1968 geschah, hat mit den heutigen Unruhen nichts zu tun. ... Die 68er formulierten Ziele, die Heutigen sind gegen alles.

Michael Stürmer über Jugendunruhen in Frankreich, in der Tageszeitung »Die Welt«, 8. November 2005


Die Exzesse dieser dummen und kriminellen Akteure haben nichts vom Steinewerfen zwar verblendeter, aber doch politisierter und gebildeter Hausbesetzer oder Punks früherer Zeiten.

Matthias Kamann, »Die Welt«, 7. November 2005

Insterburg schrieb am 31.8. 2002 um 19:50:47 Uhr zu

Punk

Bewertung: 50 Punkt(e)

Komm erzähl mir über PUNK

Wieder ein scheissnormaler Tag
Mehr in mir drin, als ich vertrag
In einer scheissnormalen Kneipe

Dummes Geschwafel um mich rum
Spießerkarrieren, Bürgertum
Wo ist mein Platz, wo meine Bleibe

Irgendwann standst Du vor mir
Griffst wortlos nach meinem Bier
Und dein Anblick brachte mich um
den Verstand

Kommerzähl mir über PUNK
Machmich süchtig, machmich krank
Überschütte mich mit Leidenschaft
und Glück

Kommerzähl mir über PUNK
Machmich süchtig, machmich krank
Und bring‘ mein gottverdammtes Leben
Meine kleine Welt zum Beben
Bring‘ mir einfach meine Leidenschaft
zurück

Tage vergingen wie im Flug
Und ich kriegte nie genug
Von allem was mir grad so einfiel

Leben ohne Zeit und Raum
Gefahren meistern wie im Traum
Endlose Nächte ohne Ziel

Große Zeiten, Ambitionen
Politik und Emotionen
Trunkenheit und Freudentaumel
ohne Zahl

Kommerzähl mir über PUNK
Machmich süchtig, machmich krank
Überschütte mich mit Leidenschaft
und Glück

Kommerzähl mir über PUNK
Machmich süchtig, machmich krank
Und bring mein gottverdammtes Leben
Meine kleine Welt zum Beben
Bring‘ mir einfach meine Leidenschaft
zurück

Franzi schrieb am 4.9. 2006 um 12:57:57 Uhr zu

Punk

Bewertung: 40 Punkt(e)

Viele behaupten Punks seien »Aussteiger«aber ich sage sie sind Einsteiger! Punks setzten sich für den Antirassismus ein. Rassismus ist nicht nur egoistisch, es ist auch unfair und feige. Du bist ein Punk, wenn du sagen kannst, »Ja, ich bin anders als die Anderen und ich will was erreichenDabei spielt das Aussehen keine Rolle. Die Musik unterstreicht meine Meinung. Wenn ich sage, dass ich die und die Band gerne höre, wissen die Anderen was ich denke und fühle.
Sehe ich wie ein typischer Punk aus , setzte ich ein Zeichen. Ich lasse Jeden wissen wer ich bin. Die Punkwelt ist wie eine große Familie. Egal wo man hin kommt, man ist willkommen. Punks, sind meiner Meinung nach, der Einstieg in eine gute Geselschaft.

Kaunis schrieb am 29.1. 2007 um 17:58:14 Uhr zu

Punk

Bewertung: 23 Punkt(e)

Punk... eine definition darüber zu machen ist, denke ich mal, schwer. ich selber bin auch punk, und kenne auch viele andere, man lernt irgendwann auseinander zuhalten, wer punk ist und wer punk ist, weil er denkt es sei cool. ich mag jene menschen, die nach dem äusseren gehen generell nicht und menschen die dieses typische »schubladen-denken« haben mag ich erst recht nicht, aber es werden alle, die bunte haare, zerissene klamotten, lederjacke mit patches haben, in die Schublade für asozial, dumm, alkoholiker und punk gesteckt. damit will ich sagen, dass punks halt als säufer, assis und dumm abgestempelt werden, aber geh mal über den schulhof eines gymnasiums, man findet dort recht viele punks, weit mehr, als hopper...
unter punk verstehe ich,...
...zu sein wie man will, man kann weiß net wie eingebildet aussehen, das ist net schlimm, solange die einstellung passt.
... zu machen was man will, was nicht heißen soll, dass man ständig scheiße baut (das sind dann nämlich die sachen, die das image der punx verschlechtert).
... seine einstellung zu leben, und sich dabei nicht nach den anderen zu richtender hat grüne haare, also hab ich auch grüne haare...^^« (achtung ironie^^))

saint jimmy schrieb am 17.2. 2007 um 23:51:14 Uhr zu

Punk

Bewertung: 10 Punkt(e)

@ ines
Zum Teil stimmt dein Text aber PUNK heisst nicht nur Anarchy und Alkohol und Pöbeln.
PUNK heisst für mich dass man seinen eigenen Weg geht und nicht darauf hört was andere sagen. PUNK ist Freiheit. PUNK heisst nicht pöbelnd durch die Gassen ziehn odr am Bahnhof rumhängen. PUNK ist auch keine Modenshow! Man KANN einen Iro haben, man KANN kaputte Kleidung tragen, man KANN jeden Abend besoffen in der Ecke liegen. Aber eigentlich ist Punk eine Lebenseinstellung. Mann kann ganz normal z.B im Anzug herum spazieren aber trotzdem Punk sein wenn man eine solche Einstellung besitzt. PUNKS sind Leute die sich die Verarschung und Ausbeutung vom Staat ,der ihnen das blaue vom Himmel verspricht, nicht mehr gefallen lassen und sich wehren. Sie wollen sich von der oberflächlichen Masse abheben sei es durch die Kleidung oder einfach durch die Einstellung. Viele Punks nehmen harte Drogen wie Heroin oder Kokes damit sie das Gefühl von Freiheit bekommen, denn das was hier abgeht ist keine FREIHEIT, es ist KONTROLLIERTE FREIHEIT!!

blasteruser schrieb am 15.1. 2007 um 02:29:32 Uhr zu

Punk

Bewertung: 12 Punkt(e)

»Im Alter von etwa zwanzig Jahren brachte der französische Schriftsteller Albert Camus 1935 seine ersten literarischen Versuche aufs Papier - ein Tagebuch. ... Jetzt sind Camus letzte Tagebücher im Französischen erschienen. ... Camus ist nach eigenem Bekenntnis ganz unbürgerlich. «Alles kommt von meiner angeborenen Unfähigkeit, ein Bürger - und ein zufriedener Bürger zu seinDahinter steht seine heftige Ablehnung der bürgerlichen Gesellschaft, der «Händlergesellschaft», der «Welt des Geldes», die keinerlei gesellschaftsbildende Potenzen hat: «Dieses Nichts, das die Bourgeoisie ist und das seit einhundertfünfzig Jahren der Welt eine Form zu geben versucht und dabei nur ein Nichts herstellt, ein Chaos."

Brigitte Sändig in »die tageszeitung«, 17. August 1990

Albert Camus war noch ein Einzelner, einer von ganz wenigen; heute denken ungefähr fünfzigtausend Punks genau das, was er dachte und schrieb. Und nicht nur Punks.

Sleepy Hollow schrieb am 3.8. 2006 um 17:04:16 Uhr zu

Punk

Bewertung: 26 Punkt(e)

Punks sind nicht asolzial oder faul. Sie sind normale Menschen wie ich und du mit nur einem Unterschied; sie bin friedliebend und ziehen sich ohne Probleme so an, wie sie es wollen. Das Problem habt IHR mit uns! Wir sind keine Nazis und wir arbeiten, duschen und essen wie alle anderen auch. Es gibt halt auch Ausnahmen, aber wo gibts die nicht... Wieviele Menschen in Deutschland arbeiten ihr ganzes Leben und haben am Ende nichts davon? Wieviele Menschen sitzen auf der Straße und können nichts dafür. Es gibt tausende Punks, die irgendwo in einem Büro arbeiten oder Verkäufer sind, ihr würdet sie gar nicht erkennen, weil wir nicht alle mit knallbunten Haaren oder billigen, zerfetztenm Klamotten rumrennen (Bsp: mein Freund und ich!)
Mich würde man auf der Straße auch nur als einen erkennen, wenn ich in langer Jeans und Mickeymouse TShirt rum laufen würde. Punks werden irrtümlicher Weise ->NUR<- auf ihren Kleidungsstil hin minderbewertet. Wenn sie sich wie Geschäftsmänner anziehen, dann bleiben sie doch trotzdem bei ihrer Meinung und Einstellung. Warum sollen sie das tun, nur um anderen zu gefallen. Punks sind weder ungebildet noch sind sie Störenfriede. Sie stehen nur hinter ihrer Meinung (ohne Gewaltausbrüche oder Anschläge) und das kann und darf heutzutage einfach nicht mehr schlimm sein!!! Wir leben im 21. Jahrhundert!
Wir Punks ziehen uns einfach nur anders an, haben die gleichen Bedürfnisse, wie jeder andere und dennoch werden wir zum schwarzen Schaf abgestempelt. Schimpfst du manchmal auf die Politik in unserem Land? Bist du nicht angekotzt von den Benzinpreisen und Steuern, Praxisgebühren und Ungerechtigkeiten. Sagst du nicht manchmal: »Wenn es nach mir ginge, dann würde sich das und das dahingehend ändern« ?
Jede Wette, hast du das schon gedacht.
Dir sieht man deine Meinung nur nicht an und du kannst den Schwanz einziehen, wenns hart auf hart kommt. Wir werden uns nicht rausreden. Wir ziehen nicht den Schwanz ein! Wir stehen zu unserer Meinung!!! Punks sind ein Teil von euch, den ihr nicht rauslassen könnt oder wollt und darum seid ihr so angepisst von uns.


PUNKS NOT DEAD
Let´s rock!

Dragan schrieb am 2.10. 1999 um 00:38:56 Uhr zu

Punk

Bewertung: 11 Punkt(e)

Neulich fragte mich ein Punk: »Haste mal 50 PfennigDa war ich ganz verblüfft und sagte ihm, dass ein anständiger Punk immer nach der klassischen Mark fragt. Da meinte er, er sei noch nicht so lange im Geschäft und wolle nicht gleich in die Vollen gehen, sondern erst mal ganz langsam anfangen. Das war halt noch ein Junger, der kannte sich noch nicht so richtig aus.

Wir sind Deutschland schrieb am 4.12. 2006 um 23:30:47 Uhr zu

Punk

Bewertung: 32 Punkt(e)

koninuierlich (lat.) ununterbrochen, fortdauernd

kompatibel (frz.) vereinbar, zusammenpassend, verträglich

»Knaurs Fremdwörterbuch«


Wie auf jede neue Bewegung in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts reagierten Normalos auch auf die Punks mit Wut und Hass, weil sie sich in diesem Gegenüber nicht spiegeln konnten. Ihre Sprößlinge wurden etwas flexibler. Auch für sie sind uniforme und kontinuierliche Verhaltensweisen ein Zeichen der Intelligenz. Auch sie erkennen Punks fast nur als anpassungsunfähige daher lebensuntüchtige Dummköpfe. Aber sie sehen Punks nicht mehr als Bedrohung ihrer kleinen, normalen, heilen Welt, sondern nur noch als Hanswürste und Clowns, die etwas Farbe in den grauen Alltag bringen.
Doch jetzt scheinen sie nur noch Langeweile hervorzurufen. Und die Kritik, dass Punks nicht in das Schema der Leistungs- und Konkurrenzkampfgesellschaft passen, wurde erweitert durch den Vorwurf, sie hätten nichts Neues hervorgebracht. Das soll heißen: Punks können das Unterhaltungsbedürfnis der Normalos nicht mehr befriedigen. Aber das war nie ihre Aufgabe. Und die geistigen und kulturellen Vorbehalte, die Normalos den Punks entgegenbringen, werden ihnen gar nichts nützen. Denn in einer Gesellschaft, die nicht mehr mit der Mechanik und Motorik unserer Eltern und Großeltern funktioniert, uns daher immer weniger Routinearbeiten aufzwingen kann, schaffen sich Punks ihre eigene Welt. Deren Auswirkungen stecken nicht in Meinungen und Vorstellungen. Sie verlagern das Schwergewicht in unseren Wahrnehmungen. So ist zum Beispiel das Internet, als neue elektrische Strukturierung und Gestaltung des Lebens, nicht mehr kompatibel mit den alten linearen und atomistischen Methoden der sich immer noch spezialisierenden Egozentriker und Fachidioten. Einem Punkerhauptquartier ermöglicht das Internet überall als Kern oder Zentrum zu existieren. Punks können heutzutage Chaostage in einer Weise vorbereiten und organisieren, die noch vor zwanzig jahren undenkbar war. Und in einer Kultur wie der unseren, die schon lang daran gewöhnt ist, Menschen, um sie regieren und kontrollieren zu können, aufzusplittern und zu teilen, wirkt es fast schockartig, wenn du daran erinnert wirst, dass in ihrer Funktion und praktischen Anwendung Punkerhauptquartiere die Zukunft sind.

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Erstellt am 12.3. 1999 um 18:40:55 Uhr von juli, enthält 67 Texte

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Erstellt am 22.1. 2003 um 22:29:17 Uhr von radon, enthält 12 Texte

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Erstellt am 13.2. 2003 um 18:58:53 Uhr von Situationsanalyse, enthält 12 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,1097 Sek.