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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 22.8. 1999 um 21:48:41 Uhr schrieb
Alvar über Chat
Der neuste Text am 22.1. 2020 um 10:06:38 Uhr schrieb
Christine über Chat
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am 12.1. 2010 um 20:59:16 Uhr schrieb
Völklingen über Chat

am 14.1. 2004 um 08:24:07 Uhr schrieb
doc über Chat

am 16.9. 2005 um 13:07:44 Uhr schrieb
nn0815 über Chat

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Chat«

Die Erzählerin schrieb am 27.4. 2000 um 16:45:02 Uhr zu

Chat

Bewertung: 15 Punkt(e)

Das Chattertreffen

Ja, nun bin ich auf dem Weg zum Bahnhof und will ihn abholen. Ihn, den Mann
mit dem ich schon so oft und so viel geplaudert habe. Ihn, der so viel über
mich weiß, wie nur wenige andere. Ihn, mit dem ich so viele Stunden online
auf einer virtuellen Couch verbracht habe. Ihn, dessen Stimme ich kenne, als
ob er ein teil meiner selbst wäre. Ich weiß nicht viel über sein Äußeres.
Wir haben keine Fotos getauscht, oder besser gesagt, ich habe keines von
ihm. Ich weiß nur, dass er groß ist und dunkle Haare hat. Eine Brille soll
er haben und dunkle Augen. Augen, in denen man angeblich versinken könne. Na
ja, das meinen ja nun alle Männer von sich. Nun gut, ich bin nicht
aufgeregt, jedenfalls nicht sehr doll. Ich habe mich schon mit anderen
Männern aus dem Chat getroffen, so ganz vorbehaltlos, ohne Sinn und Zweck.
Es ist nix besonders, denke ich mir, aber warum bin ich dann so nervös? War
ich denn sonst auch so nervös? Nein, irgendwie nicht, oder doch? Ich kann
mich sicher nur nicht daran erinnern. Bestimmt, dass wird es sein. Er ist
nicht anders als die anderen. Er ist nur ein Mann, ein ganz normaler Mann.
Das hat er selbst oft genug betont. Nicht schön, nicht häßlich. Nicht
übermäßig schlau, nicht dumm. Ganz normal halt. Gut, dann treffe ich mich in
ca. 20 Minuten mit einem ganz normalen Mann. Groß, dunkelhaarig, mit Brille.
Ach so, ´ne schwarze Jeans soll er anhaben.

Ich parke das Auto mal am besten hier so am Bahnhof, nicht zu weit weg. Den
Kindersitz muß ich noch schnell nach hinten räumen, damit mein Gast nicht
auf der Rücksitzbank sitzen muß. Das wäre ja echt ´ne nette Geste. "Hey du,
schön, dass du da bist. Ähhh, kannste dich hinten hinsetzen, da sitzt immer
mein Kind." Neee, so geht das nicht. OK, warum läßt sich der blöde Gurt denn
nicht lösen? Warum hakt das olle Ding ausgerechnet jetzt? Menno, ich hab
keine zeit. OK, Gabi, ganz ruhig. Ein ganz normaler Mann. Nix besonderes.
Ein Freund, wie die anderen auch. Aber wenigstens aussaugen und Staub
wischen hätte ich sollen.

Vielleicht etwas zu langsam schlendere ich die Bahnhofsvorhalle entlang. Nur
nicht auffallen, vielleicht ist er schon früher gekommen und beobachtet
mich. Schwarze Jeans. Der da vorn hat ´ne schwarze Jeans an. Oh Gott, ist
der häßlich. Und viel zu klein. Was mache ich eigentlich wenn er mir nicht
gefällt? Äußerlichkeiten sind nicht wichtig? Doch, irgendwie schon. Eine
gewisse optische Harmonie zwischen den Partner sollte schon da sein. Ich
habe nie einen speziellen Typ Mann favorisiert, nur groß ist wichtig. Na ja
und nicht zu dünn. Ich mag einfach keine dünnen Männer. Mir fällt ein, dass
ich noch nie darüber nachgedacht habe, was ich mache, wenn ich ihm nicht
gefalle. Was mache ich dann? Darüber kann ich jetzt nicht nachdenken, da
kommt schon wieder ´ne schwarze Jeans. Warum guckt der denn so? Was issen
los? Puhhh, der geht vorbei. Alles klar.
Aha, Bahnsteig 2, 12:03 Uhr.

10 Minuten also. Die Sonne scheint und ich stehe auf dem Bahnhof und warte
auf einen wildfremden Mann. Was mache ich hier eigentlich? Soll ich wieder
gehen? Sollte ich nicht lieber am Sonntag mit meiner Tochter zusammen Kaffee
trinken? Nein, das nicht. Ich hab mir das verdient. Schließlich arbeite ich
die ganze Woche und hocke jeden Abend allein zu Hause rum. Und dieses kleine
Vergnügen hier ist nicht zu viel verlangt. Trotzdem, ein Treffen mit einem
Fremden. Oh je. Haben meine Eltern nachher recht, sind alle im Netz Perverse
oder Verbrecher? Nein, ich bin auch oft online und ich bin weder pervers
noch kriminell. Warum soll er es denn sein? Und nach einer gewissen Zeit
kann man den anderen auch ganz gut einschätzen.

5 Minuten noch. Da hinten ist es sonniger und ich stehe allein, dann kann er
mich besser sehen. Ob er auch so aufgeregt ist? Warum bin ich überhaupt
aufgeregt? Ich bin 29 und Mutter einer tollen Tochter. Ich stehe mit beiden
Beinen im Leben und weiß, was ich will und vor allem, was ich nicht will.
Ich möchte einen gleichberechtigten Partner. Einen Mann zu dem ich
aufschauen kann, nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Jemanden, den
ich achten kann. Jemanden, der sich nicht von uns zwei Weibern um den Finger
wickeln läßt. Zänkisch isser immer gewesen. Und ernst, sehr ernst. Ruhig,
bedacht, überlegt. Bis auf das eine mal am Telefon. Da hat er gelacht,
richtig laut gelacht. Das war schön, da ist mir erst richtig bewußt
geworden, dass er ein Mensch ist. Ich habe ihm alles erzählt, jede kleine
Kleinigkeit. Mein Leben mit meinem Ex, meine Chatliebeleien und sogar von
den Treffen weiß er. Wofür wird er mich halten?

»Die Ankunft des Zuges verspätet sich um ca. 5 MinutenNoch 5 Minuten zum
Fliehen. Quatsch, warum sollte ich abhauen. Er ist ein ganz normaler Mann.
Die Frau, die da vorn auf der Bank sitzt, ist echt hübsch Blonde kurze Haare
und sehr schlank. Ja, das war ich auch mal. Damals, als ich dachte, dass das
wichtig ist.
Sie sieht irgendwie aus, wie ich auf einem meiner Fotos, die ich ihm
geschickt habe. Oh Gott, wenn er nun denkt, dass sie ich ist. Das ist
peinlich. Und dann komme ich und er ist enttäuscht. Ich stell mich mal noch
ein bissel in die Sonne. Etwas weg von der anderen, dann kann er sich
entscheiden und ich kann zur Not den anderen Aufgang schnell hinunter
flitzen.

Der Zug fährt ein. Jetzt isses soweit. Gut, die Sonne schient. Das ist gut,
wenn ich dann im richtigen Licht dastehe und ihn so mit meinen grünen Augen
anstrahle, dann kann er nicht widerstehen. Woran denke ich? Er ist ein
Freund, vielleicht mehr, vielleicht sogar weniger. Der Zug hält.
*quiekkkkkkksch* Wenn doch mal jemand dieses blöde Quietschen beim Einfahren
der Züge abstellen könnte. Der Zug steht. Gut, das Quietschen ist weg. Die
Türen gehen auf. Leute überfluten den Bahnsteig. Ein alter Mann und ein alte
Frau begrüßen sich herzlich. Das ist ja niedlich, denke ich mir. Wo ist er?
Der da? Nein, der nicht, der hat ´ne helle Jeans an. Der da? Neeee, er wird
wohl keinen Koffer mitbringen oder doch? Der da! Groß, Brille, dunkle Haare,
´ne schwarze Jeans. Das isser. Er kommt auf mich zu. Er ist schön, ich finde
ihn schön und er ist eindeutig nervöser als ich. Eine Umarmung, eher
flüchtig, kaum spürbar. Blitzschnell checke ich seine Größe ab. So um die
1,85 m. Zu dünn isser auch nicht, soweit man das zweifelsfrei unter ´ner
Winterjacke fühlen kann.

Die erste Hürde hätten wir genommen. Wir haben uns erkannt. Hand in Hand
gehen wir über den Bahnsteig. Ich erzähle irgendwas. Irgendwas von Zug
fahren und Essen gehen und Sonne und schön, dass er da ist. Belangloses
Zeug. Warum hält er meine Hand? Warum halte ich seine Hand? Wir gehen zum
Parkplatz. Klinge ich oberflächlich? Ich klinge oberflächlich, mein Lachen
ist etwas zu schrill. Oh Gott, bin ich nervös.
Er sieht mich immer wieder an. Zieht er seine Hand weg? Ich traue mich nicht
in anzusehen. Wie sah er aus als er auf mich zukam? Er war schön, einfach
nur schön. Ich muß nachher beim Essen noch mal etwas genauer gucken.
Wir gehen in ein kleines gemütliches Restaurant. Ich habe es mit Überlegung
ausgesucht. Es ist ziemlich reizvoll gelegen, sofern hier überhaupt
irgendwas reizvoll gelegen ist. Ein Raddampfer auf dem Trockenen im grünen
Herzen einer Stadt im Osten, das wird ihm gefallen. Ganz sicher. Ruhig ist
es da und wir können uns unterhalten. Hoffentlich setzt er sich nicht neben
mich, sonst fällt das Begucken so auf. Gut, wir sind da. Die Fahrt vergeht
wie im Flug. Das ist auch verdammt gut so, was erzählt man mit einem Mann,
den man nicht anstarren will und der schon so viel über einen weiß? "Schön
leer. Komm wir setzen uns da hin."
Er setzt sich mir gegenüber hin. Wenn das alles so klappt, bin ich in einem
Jahr verheiratet oder schwanger. Gut, die Karte. Ich nehme eine Cola, er ein
Wasser. Die Kellnerin geht wieder. Jetzt kann ich gucken, muß man ja. Man
muß ja seinen Gesprächspartner angucken. Er ist schön. Ein schön
geschnittenes Gesicht. Eine gerade Nase und einen sehr sinnlichen Mund. Er
hat sich gut rasiert. Ich könnte wetten, er verbringt mehr Zeit im Bad als
ich. Er ist nervös, sehr nervös. Wir plaudern über Gott und die Welt. Er hat
Leberflecken, genau wie ich. Immer im Zweierpack, das ist niedlich. Er ist
seriös, gebildet und hat richtig Manieren. Er fragt, was ich essen möchte.
Er bestellt für mich mit.

Wir reden und reden. Lassen witzige Begebenheiten und Gespräche aus dem Chat
lebendig werden. Ich beobachte ihn wie er ißt, wie er sein Besteck zur Seite
legt, wie er sich den Mund abwischt. Ein schöner Mund, mit sinnlichen
Lippen, nicht besonders voll und geschwungen, eher gerade und männlich. Er
ist männlich, sehr männlich. Bin ich weiblich genug? Er sieht mich an, er
lächelt mich an. Er sieht auf den Grund meiner Seele. Das hat er schon immer
getan, selbst im Chat hat er schon meine kleinen kindischen Spielchen als
genau das erkannt, was sie waren. Ich versuche aus seinem Gesicht und aus
seinen Augen irgendeine negative Reaktion herauszulesen. Hat sich nicht
gerade bei meinem letzten Satz seine linke Augenbraue verächtlich gehoben?
Nein, hat sie nicht. Sein Lächeln ist echt, er will nichts verbergen, er mag
mich. Ich kann nichts finden, was mich glauben lassen könnte, dass er
irgendwie versucht etwas zu überspielen. Seine Nervosität rührt mich. Ein so
großer und intelligenter Mann wird nervös, weil ich hier vor ihm sitze.
Dieses Gefühl mach mich unglaublich stolz. Er bekommt dafür aus heiterem
Himmel ein ehrliches Strahlen aus tiefstem Herzen. "Schön, dass ich jetzt
weiß, wer du bist." Er nickt und seine Hände zuppeln nervös an der Serviette
herum. Ich beobachte seine Hände, er hat schöne Hände. Sehr gepflegt. Viel
gepflegter als meine. Ich hätte meine Fingernägel machen sollen. Meine
Fingernägel sehen unmöglich aus.
Noch nicht mal lackiert, noch nicht mal gleich lang. Soll ich mich
entschuldigen, dass ich keine Zeit hatte, mich noch so richtig
aufzuhübschen? Nein, das werde ich nicht tun. Ich bin einfach nicht der Typ
Frau, der Stunden im Bad verbringt. Keine großartigen Schminkexzesse. Ich
möchte um meiner Selbst willen geliebt werden und nicht weil ich irgendwie
vorzeigbar bin. Er versteht das, ganz sicher. Also keine Entschuldigung für
Makel, keine Erklärungen. Tja, so bin ich halt. Nimm mich oder laß es. Er
läßt es aber offensichtlich nicht.
Nach dem Essen gehen wir etwas spazieren. Ich zeige ihm meine Heimatstadt.
Die Innenstadt, die schönsten Gebäude der Stadt und den Dom. Wir gehen
nebeneinander, manchmal berühren sich unsere Arme. Wenn es jetzt wärmer
wäre, dann könnte ich seine Haut spüren. So hört man nur das Leder
aneinanderreiben. Mist, warum kann jetzt nicht Sommer sein? Im Dom geht er
ein Stück hinter mir. Ich fühle mich beobachtet. Er hört mir zu und sieht
mich dabei an. Jetzt nur keinen Mist erzählen.

Es liegt eine gewisse Spannung in der Luft. Spannend, das ist der richtige
Ausdruck. Spannung, Anspannung. Wie stelle ich es nur an, dass ich seine
Hand anfassen kann? Ich will ihn anfassen. Ich möchte wissen, wie er sich
anfühlt. Jetzt fällt mir das kleine Geschenk ein, dass ich ihm gekauft habe.
Ein kleiner Schutzengel. Ich gebe ihm ihn. Die Wirkung ist wie erwartet. Ein
Engel im Dom überreicht, das ist doch nahezu genial. Ich bin stolz auf
diesen Schachzug, der sich eigentlich einfach so völlig ungeplant ergeben
hat. Seine Rührung steht ihm ins Gesicht geschrieben. Nun los, ring dich
durch! Fass mich an, nimm mich in den Arm. Ganz bewußt, nicht im
Vorbeigehen. Nein, er traut sich nicht. Menno, also ein schwieriger Fall.
Es ist sehr kalt, direkt unangenehm. Wir gehen wieder spazieren. Ja, jetzt
einen Kaffee trinken. Ein bissel aufwärmen. Mir fällt auf wie leer doch die
Innenstadt ist, kaum ein Cafe hat offen. Doch, das da. Ein kleines
französisches Café. Wenig Gäste, klitzekleine Zweiertische, Café au lait und
ein großer Spiegel an der Wand.
»Komm wir setzen uns da hin.« »Ja, da ist gutIch setze mich mit dem
Spiegel zum Rücken. Soll er sich begucken, ich bin nicht schön. Der Tisch
ist sehr klein, wenn wir die Hände auf den Tisch legen, berühren sich unsere
Finger. Ich lege die Hände auf den Tisch, auch er läßt seine liegen. Seine
Arme sind behaart, sofern man das bei 5 Zentimeter Einsicht unter seinem
langärmligen Pullover überhaupt einschätzen kann. Ganz glatte Haare, weder
übermäßig lang noch übermäßig viel. Er ist perfekt. Ich will ihn nackt
sehen. Kahle Stellen an den Handknöcheln. Ein halbkreisförmiges Haarloch an
den Armen. Haben das alle Männer? So was habe ich noch nie bemerkt oder habe
ich einfach noch nie so genau geguckt? Seine Hände, seine Fingerspitzen
sind so ungefähr 10 cm von meinen entfernt. Soll ich einfach seine Hände in
die meinen nehmen? Soll ich einfach meine Hände unter seine schieben? Soll
ich warten bis er es tut? Oh nein, das kann ja noch ewig dauern. Wir starren
beide die Leere zwischen unseren Händen an. 10 cm können so schrecklich weit
sein. Er ist so schrecklich nervös, meint er. Mensch, Hasi, das hättest du
nicht sagen brauchen, das sieht ein Blinder. Ich muß ihm helfen. Ich muß ihn
beruhigen. Ich muß ihm zeigen, dass er freie Bahn hat, dass ich nichts
anderes will als ihn. Ich lege meine Hände auf seine. Er zuckt zusammen,
aber er hält still. Oh Gott, dass sein Zittern so schlimm ist, hat man gar
nicht gesehen. Ich bin über meinen Mut erschrocken, aber er wird ruhiger, es
hat sich gelohnt. Er fühlt sich weich und warm an. Ich will ich nackt
umarmen. Wir reden über irgendwas, er hat einen heftigen Dialekt, für den er
sich unaufhörlich entschuldigt. Versteht er denn nicht, dass er selbst in
einer anderen fremden Sprache mit mir reden könnte und ich würde trotzdem an
seinen Lippen kleben, um nur keines seiner Worte zu verpassen. Ich bin
verliebt, richtig verliebt. Wir sitzen unbeholfen in der Ecke und lächeln
uns wie dreizehnjährige an. Wir müssen für Außenstehende ein ziemlich
lächerliches Bild abgeben. Wenn mich jemand so sieht, erklärt er mich für
doof. Er muß mal auf die Toilette. Mist, 5 Minuten ohne seine Hände, was
mache ich dann mit meinen? Ich lasse ihn los, damit er nicht in die
Verlegenheit kommt, seine Hände wegziehen zu müssen. Er steht auf und ich
gucke ihm hinterher. Er ist groß, gut gebaut und hat sehr kräftige Beine.
Das proportionale Verhältnis zwischen Schulterbreite und Taille ist für mich
wichtig. Knackige Po´s hingegen waren mir noch nie so wichtig, aber
verdammt, auch den hat er. Ob er wohl sehr schwer ist, wenn er auf mir
liegt? Nackt soll er auf mir liegen. Splitternackt, schwitzend, keuchend.
Ich sehe mich im Cafe etwas um. Außer der Kellnerin, nebenbei bemerkt eine
bildhübsche Frau mit französischem Akzent, ein wahrer Männertraum halt, den
er keines Blickes gewürdigt hat, sitzen noch 2 Paare an weit weg stehenden
Tischen. Ein älteres Paar, welches zweifelsohne schon mind. 10 Jahre
verheiratet ist. Sie haben sich nichts mehr zu sagen. Sie nehmen nichts mehr
wahr. Sie sind sich stetig im Weg. Ob das mit uns auch mal so kommt?
Dahinten zahlt gerade ein Paar in unserem Alter, die Frau lächelt mich an.
Ich muß echt ziemlich verwirrt und glücklich aussehen. Ich lächele zurück,
was soll´s. Soll doch jeder sehen, dass ich jetzt der glücklichste Mensch in
diesem Cafe bin.
Er setzt sich wieder an den Tisch und nimmt einfach meine Hände in die
seinen. Jetzt sind sie angenehm kühl. Soll ich ihm sagen, dass er ein
schöner Mann ist? Ja warum nicht. Nein, er wäre nicht schön, meint er. Gut,
dann lassen wir das. Keine komplimenthascherei. Ich liebe ihn. Ich würde
alles für ihn tun, aber er würde nie alles von mir verlangen. Wir sind unser
eigener Luxus. Wir brauchen uns nicht wirklich, nicht in Form einer
zwanghaften Abhängigkeit, wir lieben uns einfach, weil es uns gibt, weil wir
uns gefunden haben. Ich hätte sehr schöne Augen und edle Augenbrauen, aber
am schönsten ist mein inneres Leuchten, das beim Lächeln nach außen strahlt.
Charismatisch wäre ich. Das heißt nicht anderes, als dass er mich liebt.
Wir sind verliebt. Ok, wir haben es gesagt. Wir haben es geschafft. Küssen.
Küßt man sich nicht, wenn man sich liebt? Jetzt bin ich viel ruhiger. Es ist
alles gesagt, wir haben Zeit. Viel Zeit, den Rest unseres Lebens.
Wir gehen wieder spazieren, diesmal Hand in Hand. Er bleibt stehen und ich
sehe seinen inneren Kampf. Los, nun trau dich. Ich komme ihm entgegen und
umarme ihn. Er ist so groß, so wahnsinnig warm. Ich schiebe meine Hände
unter seinen Jackenbund. Den Spruch mit den kalten Händen, spare ich mir.
Das würde mir kein Mensch glauben. Mir ist die Außentemperatur völlig egal,
ich möchte diesen Mann fühlen, ihn küssen. Mit der einen Hand drückt er mich
ganz fest an sich, die andere legt sich in meinen Nacken. Den Daumen hinter
meinem linken Ohr. Mit ganz sanftem Druck läßt er meinen Kopf nach hinten
sinken, genau so dass ich ihn ansehen kann. Ganz nah, ganz dicht. Also, wenn
er mich jetzt nicht küßt, geh ich ein. Ganz sacht küßt er mich, meine Hand
an seinem Rücken beruhigt sich. Seine Lippen auf den meinen. Sacht, viel zu
sacht, schiebt sich seine Zunge in meinen Mund. Ich bin ihm verfallen, ich
bin seins. Es ist der absolute Wahnsinn. Ich würde alles dafür geben ihn
nackt hier vor mir stehen zu haben. Nur ansehen, ich würde ihn nur ansehen.
Wir küssen uns, unsere Zungen kreisen umeinander und unsere Lippen
verschmelzen. Ich möchte die Zeit anhalten. Hier und jetzt soll die Welt
stehen bleiben. Ich bin eine Frau, er sieht mich als Frau. Er behandelt mich
wie eine wunderschöne Frau. Es tut gut, mal nicht nur Mutter zu sein. Ich
entdecke durch ihn meine Weiblichkeit. So kann das nur sein, wenn man sich
aufrichtig liebt. Das muß Dornröschen gefühlt haben, nach Hundert Jahren
ohne Liebe und dem erlösenden Kuß. Unsere Lippen trennen sich. Ich habe
wieder Boden unter den Füßen. Schade, aber wir gehen noch nicht weiter. Wir
stehen einfach so da. Das einzige was uns trennt sind ca. 5 Kilo Kleidung.
Ich öffne die Augen. Er sieht mich an und ich sehe seinen klaren Blick, sein
Wissen, dass ich ihn liebe. Wie zur Bestätigung weiche ich seinem Blick
nicht aus. »Ich bin unendlich glücklich«, sagt er. Ein: »Ich auch«, kann ich
mir sparen. Das ist unnötig. Langsam erinnere ich mich an meine Hand auf
seinem Rücken. Ich fühle seinen Rücken, seine Wärme. Nackt, er jetzt nackt
und ich könnte für nichts garantieren.
Er weiß das und küßt mich. Etwas heftiger, etwas zwingender. Er wartet nicht
bis ich meine Lippen öffne. Er öffnet sie mit seiner Zunge. Ich lasse ihn
gewähren. Ich lasse es zu, dass er seine Zunge heftig und ruckartig in
meinen Mund schiebt. Ja, so will ich geküßt werden. Seine Hand an meinem
Nacken hält meinen Kopf fest, so dass ich noch nicht mal eine Gelegenheit
hätte, seinem Kuß auszuweichen. Seine linke Hand hält mich fest und erkundet
dabei meinen Po. Er greift sacht aber zielstrebig zu. Wenn mein Rock nicht
so lang wäre, dann würde er ihn garantiert hoch schieben, das weiß ich und
ich würde es genießen. Gott, was kann der Mann küssen. Hier, mitten in der
Stadt, in eisiger Kälte, im Halbdunkeln, denke ich an nichts anderes als die
Zunge des Mannes in meinem Mund und seine Hand an meinem Hinterteil.
Grotesk, aber wunderschön. Einfach geil. Bisher dachte ich immer meine
Reizschwelle würde etwas höher liegen, aber dieser Mann schafft es mich mit
seiner Zunge in meinem Mund zum Zittern zu bringen. Was würde diese Zunge
wohl in anderen Körperteilen anrichten? Wie wäre es, wenn er genau so wie er
gerade über meine Lippen leckt, ein paar Etagen tiefer lecken würde, genau
so das Unbekannte zwischen den Lippen erkundet? Seine Hand gleitet von
meinem Hintern an die Außenseite meiner Schenkel entlang. Er nimmt die Hand
von meinem Nacken. Jetzt könnte ich meinen Kopf abwenden, wenn ich wollte.
Vorsichtig und langsam wartet er ab, um meine Reaktion auf seine Hände zu
testen. Ich küsse ihn. Ich beiße sanft in seine Unterlippe und meine Zunge
tanzt in seinem Mund. Jetzt hat er beide Hände auf meinen Hüften. Er
zeichnet die Form meines Körpers nach. Er fährt an der Außenseite meiner
Schenkel über die Taille nach oben. Er fühlt Leder und meinen Körper. Die
Rundungen der Hüfte, die Taille, die Ansätze des Busens. Langsam löste er
sich von mir. Ich bin entsetzt. Warum, hab ich was verkehrt gemacht? Nein,
laß uns zum Auto gehen. Ja, warum bin ich da nicht selber draufgekommen?
Auto, großes Auto, mit Ledersitze. Es ist schummrig. Keiner sieht uns. Wir
gehen schweigend zum Auto. 10 Minuten Fußweg können so lang sein. Sein
schneller Gang ist das größte Kompliment an meine Weiblichkeit. Wie in
Trance habe ich ihm die Tür zur Rücksitzbank aufgemacht. Erst beim Anblick
des Kindersitz, der wie ein Ausrufezeichen dort prangt, wurde mir klar, dass
wir uns kaum kennen und das man in meinem Alter ja wohl noch gewisse Regeln
des Anstandes wahren sollte. Wir nehmen im Auto platz, Ich auf dem
Fahrersitz, er daneben. Verlegenheit macht sich breit. Wir reden und hören
Musik.
Kaum aushaltbare Entfernungen und diese dusselige Cd-Ablage stören unsere
Nähe. Er hebt seinen Arm. Er legt seine Hand in meinen Nacken. Ich liebe
diese Hände. Diese wunderschönen unglaublichen Hände. Er dreht sich zu mir
und lächelt mich an. Soviel Liebe in seinem Blick. So viel Begehren. Ich
halte das nicht aus, ich streichle seine Wange und fahre mit einem Finger
über seine Lippen. Mein Finger verschwindet in seinem Mund. Seine andere
Hand kommt auf mich zu. Er zeiht mich zu sich rüber und wir küssen uns.
Wieder so heftig, so tief, dass ich glauben kann, es wird nie anders sein.
Wir werden uns immer so küssen. Keine billigen und unehrlichen Küßchen auf
den Mund. Nur immer so wie jetzt, tief, intensiv, warm, feucht.

Er fühlt mich, er nimmt mich wahr. Er liebt mich. Ich fühle mich geliebt
und ich liebe ihn. Ohne Worte, nur mit Gesten, mit den Händen. Seine Hand
wandert in meine Jacke, in meine Bluse. Ohne Zögern zwingt er meine Brüste
aus dem BH. Er reibt über meinen Busen und zupft an den Brustwarzen. Ich
will ihn. Es quält mich, dass wir uns nicht Hinlegen können, dass es
offensichtlich keine Möglichkeit gibt, ihn ganz zu spüren. Qualen, süße
Qualen bereiten seine Zunge an meinem Hals, seine Fingerspitzen an meinen
Brüsten. Seine Hand bahnt sich durch viel zu viel Stoff den Weg in Richtung
meines sich verräterischen windenden Unterleibs. Er fühlt den stoppligen
Haaransatz. Ich hab mich nicht rasiert. Ich bereue es und schäme mich. Woher
sollte ich wissen, dass der Freund aus dem Chat, die Leidenschaft an sich
weckt?
Woher soll man wissen, dass es so was gibt? Das Handy klingeln läßt uns
zusammenzucken.
Automatische Anrufannahme. Ich brauche Sekunden um die Fassung zu gewinnen,
mein Atmen wieder auf ein lautloses Maß zu reduzieren. »Ja, bitte.« "Mama,
holst du mich ab."
» Ja, mein Kind, ich bin gleich daKlare Realität. Harter Alltag. Es ist
spät, viel zu spät. In einer viertel Stunde fährt sein Zug und seit einer
halben Stunde wollte ich mein Kind abgeholt haben. Ich werde wach. Das Auto
ist beschlagen. Es dauert eine ganze Zeit ehe die Klimaanlage die Spuren
unseres Begehrens entfernt. Das gibt mir Zeit wieder ein paar klare Gedanken
zu fassen. Wir sehen uns an und ich frage: »Sehen wir uns wieder?«. Er
lacht: "Gabi, meine Gabi. Also wenn du nächstes Wochenende nichts vor hast,
würde ich dich gern besuchen kommenIch sagend lächelnd: «Ich hab nichts
weiter vor." In Gedanken füge ich hinzu, aber dann unterhalten wir uns mal
nicht stundenlang über Philosophie und Politik.


waldschrott schrieb am 27.12. 2001 um 01:05:09 Uhr zu

Chat

Bewertung: 5 Punkt(e)

Meine Freunde hatten ohne Zweifel recht: Ich sollte nicht hinter meinen Computer versumpfen, sondern hinaus ins feindliche Leben gehen. Die Nächte der letzten drei Monate erhellte der Schein des Monitor mein Zimmerchen, während ich in den Chats des Internets auf hochinteressante Leute traf. So manches tiefschürfende Gespräch hatte ich geführt, Anteil genommen an den Problemen anderer, Hilfeleistungen gegeben, wenn PC-System abgestürzt waren. Das alles war gut und schön - aber doch nicht das, was ich eigentlich wollte.
Jedenfalls fühlte ich mich stark genug, nun auch wieder Kontakte im wirklichen Leben zu knüpfen.
Ganz in meiner Nähe war auch eine sehr nette Kneipe, die ich eines Abends aufsuchte. Offensichtlich hatte die Kneipe einen Gastzugang, denn ich kam ohne die Nennung eines Nutzernamens und Paßworts anstandslos rein.Ja, hier pulsierte das Leben! Leute befanden sich im intensiven Plausch, sogar Soundunterstützung und eine 3D-Einrichtung war geboten. Es gefiel mir nicht übel! An einem Tisch bemerkte ich ein Mädel, das in eine Zeitung vertieft war, und ohne große Umstände setzte ich mich dazu.
Ich begrüßte sie mit einem kurzen »Hi«, sie schaute kurz auf, nickte mir zu, sagte ebenfalls »Hi« und vertiefte sich wieder in ihre Zeitung. Das war okay so, der Anfang eines Chats war immer ein wenig holprig. »Darf ich dich stören, oder bist du gerade zu beschäftigtIch wußte, es gehörte sich, erstmal zu fragen. Mädels werden oft von 5 oder 6 Chatpartnern gleichzeitig angetickert. In solchen Fällen antworteten sie immer nur kurz und die Gespräche waren nicht sehr ergiebig. Andererseits konnte ich sonst niemand an unserem Tisch sehen. Entsprechend antwortete sie auch: »Schon okay, was möchtest du dennNa ja, keine sehr geistreiche Frage, aber man konnte ohnehin erst nach einem längeren Chat abschätzen, wie der andere wirklich war. »Na, mich ein wenig unterhalten, lächel.« Zu dumm, ich hatte hier nichts, womit ich ein Smiley :-) zeichnen konnte.
»Du bist aber sehr direkt«, meinte sie und legte ihre Zeitung weg.
»Nein, nein, keine Angst, ich bin völlig harmlos, big-smile! Woher kommst du denn
»Woher soll ich kommen? Aus Ulm natürlich
Ah, ein Volltreffer! Sogar eine Gesprächspartnerin, die aus der gleichen Stadt wie ich kam!
»So ein Zufall! Ich bin auch aus Ulm! Das muß gefeiert werden. Ich geb' eine Runde Sekt ausGewöhnlich zeichnete ich an solchen Stellen ein sehr hübsches Sektglas, mit »>«, »-« und »|«. Das ging hier nicht, aber trotzdem kam Leben in die Kneipe, denn der Wirt hinter dem Tresen hatte mich gehört.
Mein Gegenüber schaute mich nachdenklich an und meinte: »Du bist schon ein merkwürdiger Kerl ...« Das nahm ich kurzerhand als Kompliment. Mir fiel ein, daß ich mich noch gar nicht vorgestellt hatte: »Übrigens, ich bin Kuschelbär28.« Sie stutzte und erwiderte: »Schön, ich bin Marion, 24Ah - wir lagen sogar altersmäßig auf einer Linie. Manchmal unterhält man sich ja, ohne es gleich zu merken, mit Kids um die 14 oder Gruftis um die 60 - alles schon dagewesen.
Wie gerufen kam gerade ein Rosenvekäufer an unserem Tisch vorbei. Ich zog eine aus seinem Strauß und reichte sie ihr. Eine Rose kann man übrigens sehr schön zeichnen mit *->->-, aber wie gesagt, das ging hier ja nicht. Noch ein anderer Unterschied fiel mir auf: Der Rosenverkäufer ging nicht eher, bis ich die Rose bezahlt hatte. Sie nahm die Rose mit den Worten: »Oh, ein Romantiker!« »Ja«, sagte ich, »das bin ich wohl, leicht-errötend-werd.« »Leichterrötendwerd? Sag' mal, willst du mich hier veräppeln oder arbeitest du für eine Comiczeitschrift?« Ich war verwirrt. Wieso kam sie denn auf diesen Gedanken? »Nein, nein, ich hab' mit Computern zu tun, wie die meisten wohl hierSie schaute sich um. Offensichtlich nahm sie mir nicht ab, daß auch die Teilnehmer in der EDV-Branche arbeiteten, obwohl das doch die Regel war, wie meine Erfahrung zeigte. Okay, wir waren hier in einem Hardrock-Café und auch ich fand es irgendwie komisch, daß die meisten mit Lederjacken und Tattoos herumliefen.
Ich beschloß nach dem guten Anfang, einen Gang höher zu schalten: »Damit du auch weißt, mit wem du hier überhaupt sprichst: Ich bin 1,86m groß, Brillen- und Barträger.« Marion24 lehnte sich zurück und musterte mich von oben bis unten. »Ach? Das hätte ich jetzt aber nicht gedacht.« »Nein? Ja, man macht sich oft so seine eigenen Vorstellungen, mit wem man sich unterhält. Vielleicht willst du dich auch mal beschreibenIch wußte, das war eine heikle Frage - aber probieren konnte man es ja mal.
»Mich beschreiben? Wie meinst du das? Meine Interessen, meinen Charakter oder was?« »Marion24: das auch, aber ich dachte jetzt erstmal mehr an dein ÄußeresSie lehnte sich noch weiter zurück. »Mein Äußeresfragte sie gedehnt. »Wie meinst du dasDie Frau war offensichtlich geistig nicht so ganz auf dem Damm, schade. Aber gut, ich bin nicht so.
»Na ja, so Größe, Haarfarbe, Figur usw. Oder ist dir das zu persönlich? Wie gesagt, ich will nicht aufdringlich seinSie schaute mich lange nachdenklich an, dann sagte sie: »SehschwächeDas brachte mich durcheinander, und ich beschloß, das Thema zu wechseln.
»Übrigens, Marion24, hast du hier auch ein Postfach?« »Postfach? Komische Idee, natürlich nicht. Mein Briefkasten ist zu Hause, wie sich das gehörtAh, sie war hier also nicht Stammgast. »Und Deine E-Mail-Adresse? Verrätst du mir die? Vorsichtig-mal-anfrag.« Sie zog die Luft ein. »Wie käme ich dazu?!« »Na ja, Marion24, ich mein' ja nur so. Oder ich geb' dir meine, dann kannst du mir ja bei Gelegenheit mal ein Bild schicken ... frech-grins
Sie nahm ihre Tasche, zahlte und gab mir ihre Visitenkarte: »Ich hab da eine viel bessere Idee. Du besuchst mich mal. Hier ist meine Adresse. Und bitte möglichst baldDamit ging sie. Ich war noch ganz benommen. Eine Verabredung zu einem Blind-Date gleich am ersten Abend - das war selten! Überglücklich zahlte ich auch (wobei ich mich über die drei Lokalrunden schon sehr wunderte) und verließ die Kneipe. Zuhause schaltete ich sofort meinen Computer ein, um die kostbare Adresse in meine Datenbank einzugeben. »Dr. Marion Eckenfels, Dipl.-Psych., Landesheilanstalt Günzburg« stand da. Ich schaltete meinen Computer still wieder aus und verkroch mich in mein Bett ...

tanna schrieb am 6.9. 1999 um 17:35:20 Uhr zu

Chat

Bewertung: 8 Punkt(e)

Tanja>Hallo! Ich heiße Tanja und bin 13. Welcher süße Boy möchte mit mir chatten?

Cool2000>ficken ficken ficken

Rattatat>schrecklich, immer diese pubertären kleinkinder, man müßte endlich ein mindestalter einführen

Guest203>Hallo, ich bin neu hier, kann mir jemand sagen, wie ich einen Namen bekomme?

Lisa16>Cool2000, m oder w?

Tanja>Keine süßen Boys? Hallo?

Cool2000>ficken ficken ficken

Guest203>kann mir mal jemand helfen??

...

(So ungefähr.)


lumina* schrieb am 25.3. 2001 um 12:17:48 Uhr zu

Chat

Bewertung: 2 Punkt(e)

Meine absolut liebste virtuelle community ist Metroplis.de. Die haben wirklich ne ansprechende Aufmachung und ziemlich viele Angebot: Foren, Gästebücher, Homepages, verschiedene Chaträume (und in einigen geht es wirklich zum größten Teil niveauvoll zu...), E-mail, Chat-mail,... jede Menge Zeugs eben...
Na ja, wenn man sich noch nicht so auskennt, ist alles etwas unübersichtlich, aber das hat man dann mit der Zeit schon raus.

Es ist auch nicht so, dass Chatten lächerlich sein muss... Klar, das In-Sternchen-schreiben sieht für Außenstehende vielleicht seltsam aus, aber es ist eben einfach nur geschickt, um Gesten und Emotionen auszudrücken...
Ich hatte schon ziemlich viele schöne und ernsthafte Gespräche im Chat und es fasziniert mich immer wieder, Leute zu treffen, denen ich im Wirklichen Leben vielleicht nie begegnen würde. Weil sie viel zu weit weg wohnen oder weil sie mir auf der Straße gar nicht auffallen würden und wir niemals ins Gespräch kämen.

Lächerlich sind nur diejenigen, die reinkommen und sich nur mit dir unterhalten wollen, wenn du ein bestimmtes Alter, ein bestimmtes Geschlecht und am Besten noch ein bestimmtes Aussehen hastWie alt bist du?«, »m oder w?«, »Wo kommst du her?«, »Siehst du gut aus???«). Ich muss da immer nur lachen... so ziemlich das Einfallsloseste, um ein Gespräch zu beginnen...
Und lächerlich sind die, die die Anonymität nutzen, um sich voll daneben zu benehmen... aber da gibt es ja zum Glück die Admins, die solche Rüpel rausschmeissen können, wenns zu dolle wird...

.... schrieb am 3.12. 2000 um 18:53:45 Uhr zu

Chat

Bewertung: 2 Punkt(e)

Wildkaetzchen schnappt sich die Decke vom Sofa und zieht Whisper in eine stille Ecke zum Kuscheln!
Ghost hat am 03.12.2000 um 18:38:32 den Main Chat betreten
Hunter22 hat am 03.12.2000 um 18:38:38 den Main Chat verlassen
Whisper: *kuschel*
Cindarella: Lisa: da wirst Du wohlrecht haben,jetzt frißt er....warwohldochnixmitmir....*Ggg*
Whisper: *seufz*
hotspot: *blümchen im main streu *haaaaach*
LittleBlueFlower hat am 03.12.2000 um 18:39:30 den Main Chat betreten
Wildkaetzchen: HOTTI???
LittleBlueFlower: hallo
Wildkaetzchen: hi flower
Whisper: HOTTI ?
hotspot: BORIS ....... ICH HASSE DEINE TOCHTER !!!!!!!!
Whisper: ups
Cindarella: Hi LBF
SUPAJENS: wer is boris tochter?
Wildkaetzchen: wen meinst du hotti?
LittleBlueFlower: was ist denn mir der Tochter?
Whisper *kicher*
hotspot: nix .. Boris weiß wat ich meine
Maggie32 Lisa32: cin:wann wollte denn der postsepp zurück sien?gib im nen dicken schmatz von mir!
hotspot: <--- zum ösiphon greif
SUPAJENS: aha - ja klar
hotspot: wat is kätzin ? ?
Cindarella: Lisa: keineAhnung....aberdas Küßchen werde ich ihm ausrichten *gggg*
Wildkaetzchen: nix hotti
Hunter22 hat am 03.12.2000 um 18:41:12 den Main Chat betreten
hotspot: besser iosset
Hunter22: rö
hotspot: o streich
hotspot: wie konnte ich bloß dieses weib hairaten ?????
hotspot: *annenkoppfass*
Ghost hat am 03.12.2000 um 18:42:09 den Main Chat verlassen
Maggie32 Lisa32: cin:hab ja noch ein mariokartmatch mit ihm offen,vielleicht klappts ja am don.
LittleBlueFlower: Hot, tröst
Ghost hat am 03.12.2000 um 18:42:19 den Main Chat verlassen
SUPAJENS: azrael?
hotspot: thx LBF
hotspot: yeeep jens
Cindarella: Lisa: Don ??????kommst Du etwa vorbei *freu* ?????

Baschti schrieb am 16.5. 2001 um 09:10:11 Uhr zu

Chat

Bewertung: 1 Punkt(e)

Chatten, tja ich geb's ja gern zu, es ist ne Art Notanker fuer mich. Ab und zu brauch man einfach mal Beistand, neue Ideen, Sichten. Manchmal glaube ich das ich ohne chat nicht mehr leben wuerde. Wenn man da mit dem Kuechenmesser bewaffnet vor dem Bildschirm sitzt und sich darueber austauscht wie die Pulsadern wohl am besten zu treffen waeren, das sind schon komische Momente.

Vielleicht bin ich ja merkwuerdig, oder einfach nur anders, aber mit vielen Dingen will (und oft auch kann) ich Freunden nicht auf den Wecker fallen. Ausserdem ist es ja wohl ein tolles Gefuehl anderen Menschen helfen zu koennen und an ihrem Leben teilhaben zu duerfen. Es muss natuerlich immer klar sein, dass das ganze unter Umstaenden nicht viel mit der Wirklichkeit zu tun hat. Und dennoch sind es (meist jedenfalls) echte Leute mit denen man da spricht, die sich so oft selber einbringen.

In einer Welt in der so viel von einem erwartet wird, wo oft durch aeussere Zwaenge so wenig Zeit fuer die eigenen Traeume bleibt, ist es wohltuend sich selbst neu erfinden zu koennen

Ach vergesst es, ich schreibe wirklich Stuss....

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