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am 10.11. 2012 um 14:42:00 Uhr schrieb
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Assoziationen zu »Liebe«

Liamara schrieb am 1.5. 1999 um 12:14:36 Uhr zu

liebe

Bewertung: 12 Punkt(e)

Und wieder bin ich ganz allein,
ein Botengang mit Höllenqualen.
Ich will kein Geld von Euch, mein Herr,
das ist mit Geld nicht zu bezahlen.
Die Nacht ist schon so nah -
fast könnt' ich glauben, er wär da.

Ich ziehe oft allein umher,
wenn alle andern Menschen schlafen.
Wie oft hab ich von ihm geträumt,
und daß wir uns im Dunkeln trafen.
Der Mond am Himmelszelt
führt mich in meine eigne Welt.

Nur für mich,
im Stillen ist er bei mir.
Ganz allein durchwachen wir die Nächte.
Dann fühl ich:
Sein ferner Arm berührt mich,
und wenn ich mich verlauf, schließ ich die Augen
und er führt mich.

Regen fällt, die Straße glänzt wie Silber.
Nebel steigt, im Fluß verwehn die Lichter.
Dunkle Bäume, die Zweige schwer von Sternen,
und alles was ich seh, sind unsre ewigen Gesichter.

Doch ich weiß, es kann ja nie gescheh'n,
denn ich red nur mit mir selbst und nicht mit ihm.
Ja, ich weiß, er hat mich übersehn,
ganz egal, ich muß zu ihm steh'n.

Ich lieb ihn,
doch geht die Nacht vorüber,
ist er fort. Der dunkle Fluß wird trüber.
Er fehlt mir - die Welt verliert die Farben,
die Bäume kahl, die Menschen fahl,
die Straßen voller Narben.

Ich lieb ihn,
doch täglich muß ich sehen,
wie er lebt, als hätt's mich nie gegeben.
Sein Leben wird ohne mich vergehen.
Die Welt ist voller Seligkeit und ich darf nicht hinein.
Ich lieb lihn - ich lieb ihn - ich lieb ihn
doch nur für mich allein.

Susanne schrieb am 5.7. 2006 um 16:57:51 Uhr zu

liebe

Bewertung: 12 Punkt(e)

Ich bin verliebt.
Ich bin schwach vor Liebe, meine Beine weit weg von mir, mein Bauch verschlossen, mein Hals zerrissen. Zorn kriecht hervor, hangelt sich empor an ihrem Bild, schiebt seine Krallen in jede Ritze meiner Sehnsucht, wie ein Soldat die Stärke einer Mauer prüft, bevor er sie berennt. Wie sehr mich ihre Launen treffen, jeder jähe Umschwung, jeder Wechsel.
Sie ist so leicht, so klar! Doch mir? Mir viel zu leicht, zu klar, als wäre sie nur ein Bild aus Luft und trügerischem Licht, an einem warmen Sommertag, wenn schon der Herbst das erste Gelb ausstreckt. Angst tobt in mir, selbstsüchtig starre starke schlaue Angst, zu wenig, nichts, gar nicht für sie zu zählen. Ich gehe alle Worte durch, jede Geste, jeden Blick: Galt es mir? Bin ich es, die sie atmen, denken, fühlen, lachen läßt? Wen schaute sie an? Wo ging sie hin?
Darf ich so fordernd sein? Natürlich nicht, wo bleibt mein Verstand?
Sie nahm ihn mir weg!
Mein ganzes Leben liegt im Staub, unwichtig, disponibel, kleinlich, bleiern. Ich lege beide Hände auf den Haufen Bücher neben mir, stoße ihn hinweg, bis alle Bücher prasselnd auf den Boden fallen. Zusammen mit dem Aschenbecher von gestern Abend. Ich schau mir alles an, die Asche grau und schwarz auf dem Papier.
Es klopft, sehr zaghaft. Ich sage nichts. Die Tür wird sacht geöffnet, ein Becher herein geschoben. Der Becher wackelt, wie eine Kasperl-Puppe. Gibt kleine, alberne, quietschende Töne von sich. Ich muß, will lachen. Kaffeeduft kommt zu mir herüber. Ich muß heulen. Sie kommen herein, fast alle sind sie da. Sie heben meine Bücher auf und saugen die Asche weg und sitzen dann in meinem Zimmer, Kaffee und Tee in den Händen und Freundlichkeit in den Augen. Wie froh ich bin. Wie stolz auf mich: erbärmlich schniefend, doch umgeben von trauter Solidarität, die süße Susanne, die zarte, verletzliche, empfindsame, intelligente, begehrenswerte kleine Susanne, wie sie da sitzt auf ihrem Bettchen und sich die verheulten Äuglein reibt und das kurze Näschen rümpft und mit ihren Fingern so schön und malerisch durch ihre schönen Haare fährt, alle lieben sie, müssen sie einfach lieben, immer lieben, immer immer immer.
-- life goes on --
Und wieder zieht sich eine Liebe am Ende doch zurück. Kriecht hinab, zu anderen Lieben. In mir drin ein trauriges Archiv aus kalt gewordener Liebe. Am Telefon klingt sie verletzt. Ich kann kaum sprechen. Lange Pausen. Bösartiges Schweigen. Gibt es keine Schweigetöne für Handys? Die Oldie-Line: Get-off-of-my-cloud remixed im Medienhotel Carnaby Street, ein gelifteter Jagger als smarter Liftboy mit der Good-bye-Karte auf dem silbernen Tablett. Ich weiß, daß ich ihr weh tue, daß ich mir weh tue, daß sie mich nicht mehr wird sehen wollen und daß ich sie nie vergessen kann.
Ich bin (wieder einmal) verliebt.

Ghostpoet schrieb am 10.9. 1999 um 12:41:25 Uhr zu

liebe

Bewertung: 10 Punkt(e)

Man sagt im allgemeinen das die Liebe ein seltsames Spiel ist, aber wie kann man ein Gefühl als Spiel bezeichnen??? Ich sehe nicht ein das jemand die Gefühle die ich für einen anderen Menschen empfinde als bloße Spielerei hinstellt...

Denn giebt es in unserem begrenzten Leben etwas wichtigeres als unsere Emotionen??? Was wären wir ohne sie? Nur dahinvegetierende Maschinen die ohne Sinn und Verstand über die Oberfläche eines halb toten Planeten wandeln...

Die meisten Menschen haben eh schon lange vergessen was es heißt etwas zu empfinden... Ich hoffe das die wenigen Leute die noch was mit dem Wort Seele etwas anfangen können, diese Zeilen lesen.

Ich weiß selbst das die Entscheidung, ob wir nun wirklich unseren Gefühlen folgen oder uns lieber ängstlich unter der Decke unserer Egalität zu verstecken, schwer fällt, und doch müssen wir genau diese Entscheidung irgendwann treffen.

Ich traf sie heute morgen. Unter der Dusche. Die einzige Wahl die ich hatte war Leben oder sterben. ich will leben, bin schon zu oft vor mir selbst davongelaufen. Außerdem ist es nicht allein meine Entscheidung, ob ich liebe, nicht allein die Entscheidung meines Geistes, meine Seele hatt da ja auch noch ein Wörtchen mitzureden... Also stelle ich mich meinen tiefsten Ängsten, der Angst vor Ihrer Reaktion, wenn ich sie berühre usw., und warte ab was geschieht. ich weiß nicht ob sie mich liebt aber mir reicht es bei ihr zu sein, sie zu sehen, zu riechén und sie wie zufällig mal zu berühren.

O.K. meine Träume machen mich nun wirklich fertig, wenn ich im Traum in Ihren Armen liege, und ich dann aufwache und... naja, wass solls, das Leben ist nicht einfach, aber man muß so leben wie wir können. Ihr wisst ja, mal verliert man, mal gewinnt man.

Also Leute, ihr solltet nicht über eure Gefühle nachdenken (glaubt mir das bringt es nicht) sondern diese Gefühle leben, und ich meine ALLE Gefühle und ich spreche hier nicht zwangsläufig von Sex und co, sondern von der menschlichen Seele.Ihr wisst schon, das von den diese Priester soviel halten ;-)).

Ich sehe hier gerade das ich angeblich literarisch bin aber ich bin noch nicht fertig mit diesem und anderen Themen, ihr seht mich hier bald wieder.

Also CU Surfer!

Susanne schrieb am 10.7. 2006 um 23:18:30 Uhr zu

liebe

Bewertung: 9 Punkt(e)

Ich bin verliebt.
Warum liebe ich sie? Was für eine Frage.
Ist es, weil sie alles ist, was ich nicht bin, aber sein möchte? So souverän, so deutlich, so fein, so sorgfältig und überlegend?
Ist es die Art, wie sie meine Brüste berührt, wie ihr Kopf in meinen Schoß vordringt?
Ist es ihre Stimme, die meinen Rücken herunter läuft wie ein weicher Pelz auf bloßer Haut?
Oder ihr Tadel, wenn ich mich klein und dumm und niedlich mache?
Wir kaufen ein, zusammen, ihr Lachen huscht zwischen den Regalen hindurch, umgibt die Waren mit der Magie des Augenblicks. Ich kann lachen, ich kann meine Schritte tanzen lassen, meine Beine sind unermüdlich, mein Kopf erhoben, frei und froh. Leichtigkeit in jeder Geste.
Der kleine Junge an der Kasse, wie er errötet, als ihre Hand sich unter meinen Rock verliert. Ich schau ihm in die Augen, blinzle, lache, und er lacht zurück, nimmt Teil an der Sekunde unserer Lust.
Wir packen aus und ein und schleppen rein und rennen herum und kochen, reden, lachen, trinken. Ich kann immer nach ihr greifen, die kühle, glatte Haut mir nehmen. Ich kann mich, einfach hier, vor sie nieder knien und meinen Kopf an ihren Bauch legen, während sie am Herd hantiert. Ich bin frei.
Ich höre ihre Stimme, das Telefon, mein Feind, mein Peiniger, kann mir jetzt nichts mehr tun. Sie spricht aus der Ferne, Sehnsucht über Funkwellen hinweg, ein garstiger Ersatz. Worte zwischen uns, nur Worte, ganz kurze Worte, es reicht, ich fühle sie, ich sehe sie, spüre sie, auch ohne ganze Sätze, komplizierte Konstruktionen, die fertig dennoch mein Gefühl betrögen.
Ich bin verliebt, voll Kraft und Mut.
Darum liebe ich sie? Ist das genug? Wird das bestehen?
Wer weißich will nicht daran denken, will gar nicht denken. Ich bin verliebt und will es sein.
Ich bin verliebt.

Susanne schrieb am 5.7. 2006 um 16:43:03 Uhr zu

liebe

Bewertung: 19 Punkt(e)

Deine Küche ist sauber, modern, funktional. Nicht steril, ein Vorwurf, den ich dir (leider) niemals machen konnte. Effektiv, das träfe zu. Wie Vieles an dir. Gut, solide, sauber. Ich habe das geliebt. Ich liebte die Plattform, auf der du mich hast dahin leben lassen. Das Feste, Gute, Bewährte. Ich liebte die Exotik, die ich mir anstecken konnte in deinem so sicheren Leben. Ich war das Monster deiner einsamen Nächte, die Wegelagerin auf deinen minutiös geplanten Reisen, die Räuberin deiner behüteten Schätze, die Fremde, die Wilde. Wie habe ich mich selbst geliebt!
Und du hast bezahlt dafür, den Freak, die Negerin im Zirkus deiner Exklusivität. Ich könnte versinken vor Scham, explodieren vor Wut. Wie leicht muß es gewesen sein, mich zu verführen. Wie albern stolz war ich auf meine Rollen, die du längst geplant und fertig ausgeschrieben hattest!
Und dennoch zieht mein Herz sich wild zusammen, wenn ich nur an dich denke. Warum nur bist du, wie du bist? Warum nicht meine Schöpfung, mein Erlösen?
Deine Küche also, wie gesagt, ist ein wunderbarer Ort, dir dreckige Sätze um die Ohren zu hauen. Oder hatte ich das noch nicht gesagt? Nun gut. Ich koche für dich, die Pfanne schwarz und schwer, das Öl bruzzelt, die Zwiebeln tanzen vor meinen Augen. Ich will nicht mehr, das lasse ich einfach fallen, als ich ein Messer säubere, nachdem ich die Zuccini klein geschnitten habe. Es reicht. Hast du noch von dem wilden Oregano? Du lächelst, reichst mir eine Tüte. Du weißt doch, Susanne, hier ist immer alles da. Sagst du, Triumph in deiner Stimme. Mein Rücken wird steif. Wieder, ich spüre es, wirst du gewinnen. Das kleine Mädchen, das ich nie abstreifte, ist immer da.
Oder Kerbel? Du stutzt. Schmeckt doch nicht. Du weißt es besser. Ich greife über dich hinweg, der Kerbel ist gleich vorn. Du wirst ärgerlich. Hör mal, deine Stimme wälzt den Tadel genüßlich vor sich her, ich kann ja verstehen, daß alles nicht so einfach ist für dich. Aber mir hier das Essen zu verderbendazu gibt es schlichtweg keinen Grund.
Ich bewundere dich dafür. Wie gerne würde ich dich anflehen, auf den Knien die deinen umschlingen. Aber heutzutage flehen wir nicht mehr. Nicht bei Verstand. Nicht in deiner perfekten Küche, Ceranfeld inklusive. Und die Zeit, als mein Körper dich überzeugen konnte, scheint vorbei. Nur deiner steckt mir immer noch in jedem Muskel. Was soll's? Geht auch vorbei.
Ich lasse Kerbel Kerbel sein und nehme Oregano, es schmeckt viel besser, du hast Recht. Der schlechte Geschmack kommt ohnehin, auch ohne Kerbel.
Liebe geht nicht durch den Magen. So kommt sie nur. Wenn sie geht, dann geht sie durch den ganzen Leib.

toxxxique schrieb am 12.8. 2001 um 13:43:17 Uhr zu

liebe

Bewertung: 9 Punkt(e)

Der Abend meiner Abiturfeier. Nach der grabesschweren Zeugnisverleihung fahren wir in die Stadthalle, in der eine viel zu laute Band spielt, es ist unerträglich heiß zwischen den Menschentrauben aus Anzügen und Abendkleidern,

Irgend jemand hatte sie mitgebracht, sie saß plötzlich neben mir. Ich erinnere mich sogar daran, daß sie Jeans trug und ein weißes T-Shirt, ihre Haare dunkel und kurz, darunter Koboldaugen, die ihre Farbe wechselten mit dem Licht.
Ihre Stimme dringt durch das Wortgewirr zu mir vor. Irgendwann später:„Laß uns raus gehen, ich ertrag' den Lärm hier nicht.“

Wir gehen in die Nacht hinaus, die Luft ist feucht und legt sich wie ein kühler Sprühregen auf die erhitzte Haut. Sie schiebt ihre warme Hand zwischen meine Finger, um ein wortloses Bündnis zu schließen. Ein Bündnis wie zwischen Kindern, Blutsbrüderschaft aus einer
verschwiegenen Berührung.

Sie ist in diesem Augenblick für mich erschaffen worden um mich vor mir selbst zu retten. Ich glaube an dich, Anna, ich will mich dir in diesem Moment zu Füßen werfen und meine Seele vor dir ausbreiten, wie ein Straßenhändler, der auf einem indischen Markt seine Ware anbietet, komm und wähle, nimm, nimm alles was ich bin, es gehört dir.

Und ich führe sie, die ein bißchen betrunken ist, auf den Parkplatz hinaus, mein Hemd klebt mir auf der Haut, sie lehnt vor mir an einer Hauswand, auf die jemand in grellem Rot »Fuck Life« gesprüht hat, kichert und wirft ihren Kopf zurück um mir ihren nackten Hals preiszugeben.

Und ich kichere auch, der Sekt und ihr roter Mund bringen meinen Pulsschlag durcheinander, atemlos lege ich meine Hände um ihren Nacken, ziehe sie zu mir herab, ihr Mund sucht meine Lippen.
Sie schmeckt nach Rotwein und Sex.

Bei ihr zu Hause machen wir kein Licht, ihre Eltern schlafen schon und ich zwinge mich das Gelächter in meinem Mund herunter zu schlucken, sei leise, verdammt, die bringen mich um, ich schiebe sie in ihr Zimmer, aufs Bett, dessen Schatten ich undeutlich wahrnehme, zerre an ihrem Kleid während sie mich zu sich heran zieht.

Später ist ihr Körper feucht und warm, und ihr Stimme so unendlich friedlich, daß ich mein Gesicht an ihre Schulter lege und nur der Klang ihrer Worte mich in den Schlaf wiegt.

Am nächsten Morgen war es ihr, glaube ich, ein wenig peinlich und ich mußte gehen, bevor die Sonne aufging.

Ghostpoet schrieb am 9.9. 1999 um 10:07:22 Uhr zu

liebe

Bewertung: 29 Punkt(e)

Hm, tja, Liebe und Lieben, DAS Thema der Philosophen und nun sill ich hier meinen Senf dazu geben?? Also gut... Ihr müßt wissen, ich habe Hepatitis-C und seit drei Jahren keinen Sex mehr gehabt (Doch Männer man kann es aushalten; fragt nur nicht wie...) und nun hat es mich wieder erwischt, dieses Gefühl, dieses brennende Verlangen, diese Frau zu berühren... Doch durch die Hep ist meine Liebe die Hölle meiner Seele. Jetzt werde ich verbrannt, gehe durch tausend Höllen, allein ihr Haar zu berühren wäre schon genug... Ich glaube DIESE Qual können nur die unter euch kennen die selbst Übertrager sind, diese grausame leere und tiefe der Einsamkeit, fern ab von den »Normalen«. Da ich aber scheinbar darauf stehe mich selbst zu foltern, verbringe ich eine Menge Zeit mit IHR,
als wäre es nicht schon genug das ich Nacht für NAcht von IHR träume...
Ich weiß wirklich nicht warum ich das hier HIER eintrage, euch meine Seele entblöße. Ist es einfach nur damit mir wenigstens einer irgendwie zuhört??? Wenn wenigstens meine Gedanken mit meinen Emotionen übereinstimmen würden, aber nein, mein Geist zerstört meine Seele und meine Seele versücht meij Herz zu fressen und mein HERZ SCHREIT NACH IHR!!!!
Wir würden in diese Welt geworfen und GOTT dieser Bastard vergas uns eine Gebrauchsanweisung mit zu geben... So taumeln wir durchs leben.

Sylle schrieb am 19.12. 1999 um 01:52:23 Uhr zu

liebe

Bewertung: 19 Punkt(e)

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

- Erich Fried -

Liamara schrieb am 2.5. 1999 um 12:01:35 Uhr zu

liebe

Bewertung: 7 Punkt(e)

Schon so lang
hab ich so viele Fragen, doch Antworten
finde ich nicht.
Schon so lang
hör ich tief in der traurigsten Stille
ein Seufzen, ein fernes Gedicht.
Es verspricht eine Welt ohne Raum und Zeit,
furchtbar weit und doch unsagbar nah,
für mich bereit ...

Weiß er, daß es mich gibt?
Oder hoff' ich zuviel?
Sah er auch, was ich sah?
Ob er fühlt, was ich fühl?

Schon so lang, viel zu lang schon allein,
doch die Liebe kommt endlich zu mir.
Finde mich. Find mich hier.

Jose schrieb am 14.6. 2000 um 18:44:06 Uhr zu

liebe

Bewertung: 14 Punkt(e)

Liebe ist, wenn der einzige Mensch der einen trösten kann, derjenige ist, von dem man verletzt wurde.

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